Newsletter Nr. 10/2009 (22.05.2009) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

22. Mai 2009

Initiative zur Vermögensabgabe

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf

Eine Gruppe von vermögenden Bürgerinnen und Bürgern hat eine Initiative zur Vermögensabgabe gestartet. Mit einem Appell fordern sie die Politik auf, in der Finanz- und Wirtschaftskrise die Vermögenden stärker an den Lasten der Krise zu beteiligen. Die Initiatorinnen und Initiatoren sehen in der Krise die Chance für eine Wende zu einer anderen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Sie schlagen vor, dass Bürger/innen mit einem Vermögen von über 500.000 Euro mit einer auf zwei Jahre befristeten Vermögensabgabe in Höhe von jeweils 5 Prozent in die Pflicht genommen werden. Entstanden ist die Initiative im Umfeld der Bewegungsstiftung. Die Bewegungsstiftung ist eine Gemeinschaftsstiftung, die seit 2002 soziale Bewegungen wie die Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsbewegung finanziell und durch Beratung fördert.

Zum Appell für eine Vermögensabgabe

22. Mai 2009

Armutsatlas Deutschland

Kategorie: Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Soziales/ Soziale Problemlagen

Der Paritätische Gesamtverband hat den ersten Armutsatlas Deutschland vorgestellt. Die darin erhobenen Daten zeigen große Unterschiede hinsichtlich der Verteilung von Armut in Deutschland auf. Nach der Definition im Armutsatlas spricht man dann von Armut, wenn eine Person ein sozio-kulturelles Existenzminimum nicht erreicht oder anders ausgedrückt: wenn sie keine angemessene Teilhabe an der Gesellschaft hat und so ausgegrenzt ist. Die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung orientieren sich an einem relativen Einkommensbegriff von 60% eines mittleren Einkommens als Armutsgrenze. Diese Definition der Armutsgrenze gilt als allgemein anerkannt und wird auch im Armutsatlas zugrunde gelegt.
Die Darstellung des Armutsatlas im Internet ermöglicht auch den Zugang zu regionalen Daten.

Zum Armutsatlas

22. Mai 2009

Nationales CSR-Forum

Kategorie: Unternehmen und Engagement

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales koordinierte Nationale CSR-Forum hat Ende April Leitlinien zur nachhaltigen Unternehmensführung und zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility) verabschiedet. Danach sind Unternehmen beispielsweise dazu angehalten, ihren Beitrag zur Durchsetzung von Umwelt- und Sozialstandards zu leisten sowie darauf zu achten, in der Wertschöpfungskette sozial und ökologisch verantwortungsvoll zu produzieren. Im Nationalen CSR-Forum sind Akteure aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik vertreten. Die Ergebnisse des Forums sollen in eine nationale CSR-Strategie einfließen, mit der die Bundesregierung ihren Beitrag zur sozialen und ökologischen Dimension der Globalisierung gestalten will.

Die Leitlinien des CSR-Forums im Wortlaut (PDF)

Zur Mitgliederliste des CSR-Forums (PDF)

22. Mai 2009

Steigender Rechtsextremismus

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Stiftungen

Politisch motivierte Kriminaltität im rechtsextremen Bereich stieg um 16 % im Vergleich zum Vorjahr, die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten stieg 2008 um 5,6 %.  Die Amadeu Antonio Stiftung weist angesichts dieser Ergebnisse des Verfassungsschutzberichtes  auf den deutlich gestiegenen Rechtsextremismus hin. Gleichzeitig kritisert die Stiftung den Bericht dahingehend, dass dort zwei Todesopfer genannt werden, während sie fünf Todesopfer rechter Gewalt nennt. Nur eine Etablierung und Stärkung einer nicht-rechten, demokratischen Kultur kann aus Sicht der Stiftung dem steigenden Rechtsextremismus entgegen wirken.

Zur Pressemitteilung der Antonio Amadeu Stiftung

Im Fokus: Aktivierung zur Europawahl

22. Mai 2009

BürgerForum Europa

Kategorie: Bürgerbeteiligung, E-Partizipation, Europa

Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Chancen zur Beteiligung auch auf europäischer Ebene. Nach diesem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage hat die Bertelsmann Stiftung eine bundesweites Partizipationsformat entwickelt, das interaktiv und dialogisch die Bürger/innen selbst aktiv werden lässt. Die Teilnehmenden wurden in Präsenz- und Onlinephasen miteinander in die Diskussion gebracht und bei Initiativen rund um die Europawahl unterstützt. Anna Wohlfarth, die verantwortlich für die Online-Phase des BürgerForums ist, zeigt in ihrem Gastbeitrag die Themen und die Art und Weise dieser »Beteiligung im Web 2.0« auf. Beteiligungsmöglichkeiten wie ein solches Bürgeforum tragen dazu bei, der EU die Lebenswirklichkeit ihrer Bürger/innen näher zu bringen und Europa als Projekt der Bürgerinnen und Bürger weiter zu entwickeln.

Wohlfahrt, Anna:BürgerForum Europa – Bürgerbeteiligung im Web 2.0(108 KB)
22. Mai 2009

50/50 Kampagne der Europäischen Frauenlobby

Kategorie: Europa, Geschlechter/Gender, Kampagnen

Europa ist erst mit einer Gleichstellung von Frauen und Männern eine moderne Demokratie. Unter diesem Motto läuft seit einigen Monaten die 50/50 Kampagne der Europäischen Frauenlobby. Anlass ist die Tatsache, dass Frauen immer noch in Entscheidungspositionen auf europäischer Ebene die Ausnahme sind. Dies bedeutet, dass Frauen bei wichtigen Entscheidungensfindungen über die Zukunft Europas wenig aktiv beteiligt sind. Mit der Kampagne verfolgen die Initiatorinnen mehrere Ziele: die Motivierung von Bürgerinnen und Bürgern zur Europawahl, die Positionierungen der Parteien sowie die Lobbyarbeit mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Brigitte Triems, Präsidentin der Europäischen Frauenlobby, skizziert Anliegen und Vorgehen der Kampagne in ihrem Gastbeitrag.

Triems, Brigitte:50/50-Kampagne: »Keine moderne europäische Demokratie ohne Gleichstellung von Frauen und Männern«(80 KB)
22. Mai 2009

YOUrope YOUvote - Jugend wählt Europa!

Kategorie: Europa, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Die Erfahrung des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR) zeigt, dass sich Jugendliche durchaus für mitunter sperrige Themen wie Europa interessieren. Das Förderprogramm »YOUrope YOUvote« hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedeutung  der Europawahl für das politische Leben und die Jugend in Deutschland deutlich zu machen. Kristin Napieralla, Projektleiterin beim Deutschen Bundesjugendring, stellt in ihrem Gastbeitrag ausgewählte Projekte vor, die durch das europapolitische Engagement der Jugendlichen im Rahmen des Förderprogramms entstanden sind. Unterstützt werden die Aktionen vor Ort durch das Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung »Du machst«, das von den drei Partnern Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Deutschen Bundesjugendring getragen wird.

Napieralla, Kristin:YOUrope YOUvote - Jugend wählt Europa!(77 KB)
22. Mai 2009

Europe,Vote for Peace! - friedenspolitische Kampagne

Kategorie: Europa, Frieden/ Konflikte/ Gewalt, Kampagnen

Eine friedenspolitische Kampagne zu den Europawahlen führen das Forum Ziviler Friedensdienst und der Bund für soziale Verteidigung gemeinsam mit Organisationen aus 11 europäischen Ländern durch. Ziel der Kampagne »Europe, Vote for Peace!« ist es, eine Stärkung der zivilen Methoden der Konfliktbearbeitung durch die EU zu erreichen und in diesem Sinne auf die Parlamentarier/innen einzuwirken. Die friedenspolitischen Forderungen können von Einzelpersonen wie auch von Organisationen im Internet unterschreiben werden.

Gramer, Petra:Europe,Vote for Peace! - friedenspolitische Kampagne(50 KB)
22. Mai 2009

Wahl-O-Mat zur Europawahl

Kategorie: Europa

Im Vorfeld der anstehenden Europawahl hat die Bundeszentrale für politische Bildung erneut ihr Informationsangebot Wahl-O-Mat im Netz freigeschaltet. Der Wahl-O-Mat bietet anhand von einfachen Thesen einen Einblick in wichtige politische Fragen. Erstmals hat die Bundeszentrale alle 32 zur Wahl zugelassenen Parteien zur Teilnahme am Wahl-O-Mat eingeladen; 29 Parteien haben die Wahl-O-Mat-Thesen beantwortet. Der Wahl-O-Mat ermittelt, inwieweit die Ansichten der einzelnen Benutzer/innen den jeweiligen Parteipositionen entsprechen. Als Ergebnis zeigt er die Partei mit der höchsten Übereinstimmung sowie den Anteil der Übereinstimmung mit den anderen im Wahl-O-Mat vertretenen Parteien an. Das Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung wurde im Zuge der letzten Bundestagswahl im Jahr 2005 über fünf Millionen Mal gespielt.

Zum Wahl-O-Mat

Publikationen und Veranstaltungen

22. Mai 2009

Publikation: Lernen und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Nachhaltige Entwicklung, Schule und Bildung

'Bildung für Nachhaltige Entwicklung' und 'Informelles Lernen' sind zwei Konzepte, die inhaltlich vieldimensional und mit hohen Erwartungen befrachtet sind. In der Publikation werden sie verknüpft und mit Beiträgen aus Theorie und Praxis gefüllt – auch mit dem Ziel, eine kritisch-konstruktive Diskussion in Gang zu setzen. Die Beispiele kommen aus verschiedenen Bereichen (Umweltbildung, freiwilliges Engagement, Schule, Betrieb, Freizeit, Medien usw.) und stellen verschiedene Zielgruppen in den Mittelpunkt (Jugendliche, Arbeitnehmer/innen, Lehrer/innen, Eltern, Verbraucher/innen bzw. die interessierte Öffentlichkeit).

Brodowski, Michael/ Devers-Kanoglu, Ulrike/ Overwien, Bernd/ Rohs, Matthias: Informelles Lernen und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - Anknüpfungspunkte, Ansätze und Perspektiven aus verschiedenen Lernwelten.
2009, 280 S., 29,90 Euro, ISBN 978-3-86649-233-2

Infomation und Bestellung online

22. Mai 2009

Publikation: Unternehmen in der Gesellschaft

Kategorie: Unternehmen und Engagement

Immer mehr Unternehmen in Deutschland bekennen sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und engagieren sich als »Gute Bürger« (Corporate Citizen) für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Praxisdokumentation »Unternehmen in der Gesellschaft - Engagement mit Kompetenz und Personal« versammelt mehr als fünfzig Beispiele, in denen Unternehmen ihr spezifisches Know-how und das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienst einer guten Sache stellen. Eine Unternehmensberatung, die eine Elterninitiative bei der Umsetzung einer neuen Organisationsstruktur unterstützt; ein Maschinenbaubetrieb, der durch die kontinuierliche Förderung des Nachwuchses neue Beschäftigte gewinnt; ein Automobilhersteller, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwei Tage im Jahr für gemeinnütziges Engagement freistellt: in der Praxisdokumentation beschreiben Unternehmen Art und Umfang ihres Engagements, Hintergründe, Motive, Nutzen und Erfolge. Die Publikation offenbart die Vielfalt des bestehenden unternehmerischen Engagements und zeigt gleichzeitig anschaulich auf, wie das Gemeinwesen davon profitieren kann. Die Praxisdokumentation vereint eine bundesweite Dokumentation, die die Agentur VIS a VIS im Jahre 2002 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellte, und eine regionale Dokumentation, die 2004 mit Unterstützung der Sparkasse Köln veröffentlicht wurde.

Information und Bestellung online

22. Mai 2009

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 18.-20.06.2009 in Bremen: Praxis Bürgerbeteiligung
Ein Seminar der Stiftung MITARBEIT

• 03.-04.07.2009 in Berlin: Urban Futures 2030
Eine internationale Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung

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