eNewsletter Nr. 7/2012 (13.04.2012) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

13. April 2012

Verfassung statt Grundgesetz

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

Die Initiative Verfassungskonvent hat sich zum Ziel gesetzt, das Grundgesetz durch eine mehrheitlich vom deutschen Volk beschlossene Verfassung abzulösen. Zu diesem Zweck soll eine Bürgerbewegung initiiert werden, die einen Verfassungsentwurf erarbeitet. Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern sollen folgende Kernfragen diskutiert, bearbeitet und beantwortet werden: Welche Verfassungsregeln braucht es, dass demokratische und politische Entscheidungen dem Anspruch der Menschenwürde und dem Gemeinwohl dienen? Welche Verfassungsregeln braucht es, um basisdemokratische sowie regionale Ansprüche, repräsentativen Parlamentarismus und demokratische Kontrolle optimal zu verbinden? Die Initiative verfügt über ein Online-Forum, in dem die gesellschaftlichen Ziele und die Art und Weise der politischen Willensbildung neu gedacht werden sollen. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit einer konkreten Vernetzung vorhandener aktiver Initiativen und Gruppen.

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13. April 2012

Außenpolitisches Online-Debattenforum

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

Die Atlantische Initiative startet eine interaktive deutschsprachige Debatten-Plattform im Internet. Unter dem Motto »Außenpolitik für alle« will die Initiative die öffentliche Partizipation an außenpolitischen Themen erhöhen und damit einen Beitrag zur Stärkung der außenpolitischen Kultur in Deutschland leisten. Die Beiträge sollen durch einen redaktionellen Prozess zu Politikempfehlungen für die Entscheidungsträger aufbereitet und weitergeleitet werden. Die Atlantische Initiative e.V. (AI) wurde 2004 als unabhängiger, überparteilicher Verein gegründet und hat eine breite, vorwiegend deutsch-amerikanische Community aufgebaut.

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13. April 2012

Petition zu EU-Jugendprogramm

Kategorie: Europa, Kampagnen, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Ab 2014 soll eine neue Struktur der EU-Förderprogramme im Bereich Jugend umgesetzt werden. Die Begründung für ihren Vorschlag beginnt die EU-Kommission mit dem Hinweis auf die aktuellen ökonomischen und finanziellen Krisen Europas und die damit verbundene Notwendigkeit, das vorhandene »Humankapital« besser zu nutzen. Die Servicestelle Jugendbeteiligung hat zu diesen Plänen eine Stellungnahme veröffentlicht und ruft zur Unterzeichnung der Petition »Für ein eigenständiges Europäisches Jugendprogramm« auf. Auch der Deutsche Bundesjugendring kritisiert die Entwicklung der Förderprogramme und warnt davor, dass der Hauptfokus künftig auf die Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen gelegt wird. Das bisherige Programm JUGEND IN AKTION zeichnet sich gerade durch seine Einzigartigkeit im Bereich der nichtformalen Bildung aus. Es spricht alle jungen Menschen an, ungeachtet ihres bildungsbezogenen, sozialen oder kulturellen Hintergrunds.

Zur Petition

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13. April 2012

Modellprojekt »Kinderrechte in der Kommune«

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Das Modellprojekt »Kinderrechte in der Kommune« entwickelte Aktionen und konkrete Praxisprojekte, in denen Kinder und Jugendliche auf ganz praktische Weise in kommunale Entscheidungsprozesse mit einbezogen wurden. Durchgeführt wurde das Projekt von der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit lokalen Partnern in Brandenburg und Sachsen. Die Praxisbeispiele und Erfahrungen aus dem Modellprojekt, in dem Kinder immer wieder ermutigt wurden, ihre Rechte wahrzunehmen und umzusetzen, sind in einer Broschüre dokumentiert.

Die Broschüre zum Download (PDF)

13. April 2012

Bürgergesellschaft und Demenz

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Leben im Alter

Wie geht die Bürgergesellschaft mit dem Thema Demenz und der Herausforderung dieser Erkrankung für den Einzelnen und für die Gesellschaft um? In einem Artikel, der in den »Blättern der Wohlfahrtspflege« (Heft 1/2012) erschienen ist, werden drei Modelle von Bürgergesellschaft vorgestellt: Bürgergesellschaft als Sektor neben Staat und Markt, als kritische Öffentlichkeit und als Metapher für eine »gute Gesellschaft«. Die Stärken und Schwächen dieser unterschiedlichen Konzepte werden in Hinblick auf die Herausforderung Demenz beleuchtet. Der Artikel »Verantwortung teilen, Fürsorglichkeit stärken« kann auf der Seite der Aktiven Bürgerschaft e.V. als PDF heruntergeladen werden.

Der Artikel zum Download (PDF)

Im Fokus: Bewegung in sozialen Bewegungen

13. April 2012

Internationale Klimabewegung(en)

Kategorie: Eine Welt/ Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie

Mit vielfältigen Aktionsformen und unterschiedlichen klimapolitischen Konzepten sind in vielen Ländern zivilgesellschaftliche Gruppen, Netzwerke und Kampagnen aktiv. Vor allem UN-Gipfel wie 2009 in Kopenhagen gaben dieser Entwicklung einen deutlichen Schub. Dennoch kann dabei nicht von einer einheitlichen, internationalen Klimabewegung gesprochen werden, zu unterschiedlich sind die Ansätze wie Klimagerechtigkeit oder »green capitalism« und zu spannungsreich sind teilweise die Kooperationen. Matthias Dietz vom Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Universität Bremen stellt in seinem Gastbeitrag die Entwicklung, Kennzeichen und Vielfalt dieser Bewegung in verschiedenen Ländern vor. Die Zukunftschancen für diese »noch relativ junge Nischenbewegung« sieht er in ihrer bisherigen Ausdauer, der sich andeutenden Fähigkeit zum Strategiewechsel und Konfliktbeilegung sowie der guten Vernetzung.

Dietz, Matthias:Die Klimabewegung – eine junge und noch wenig bekannte soziale Bewegung(132 KB)
13. April 2012

Zivilgesellschaft und Friedenspolitik

Friedensarbeit und Zivile Konfliktbearbeitung sind Facetten des friedenspolitischen Engagements, die das Dreieck Gesellschaft – Staat – Politik im Bereich der Außenpolitik betreffen. Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft im Sinne einer friedenspolitischen Orientierung der politischen Strategien, Einfluss zu nehmen? Welche Kompetenzen, Kapazitäten und Organisationsformen erhöhen die politischen Wirkungsmöglichkeiten für die Zivile Konfliktbearbeitung? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Tagung im November 2011 »Vorrang für Zivil«. Christiane Lammers, Geschäftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, gibt die wesentlichen Diskussionslinien der Tagung in ihrem Gastbeitrag wieder. Darin enthalten sind ausführliche Darstellungen der strategischen Ausrichtung verschiedener zivilgesellschaftlicher Entwicklungs- und Friedensorganisationen und Netzwerke, die mit teilweise sehr unterschiedlichen Ansätzen, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen im Bereich der zivilen Friedensarbeit aktiv sind.

Lammers, Christiane:Vorrang für Zivil? Einflussmöglichkeiten der Zivilgesellschaft auf Friedenspolitik(172 KB)
13. April 2012

Occupy – Einschätzungen eines Aktivisten

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

Mit dem Stichwort »Occupy« werden Proteste, Aktionen und Platzbesetzungen, die sich zu kontinuierlichen Camps entwickelt haben, verbunden. Auch wenn das öffentliche Interesse nachgelassen hat, zeigt sich, dass diese Protestformen nicht nur einmalige Aktionen waren. Wie entwickelt sich mit all der Heterogenität und Vielfalt an Menschen, Zielen und Aktionen eine weltweit präsente, politisch aktive Bewegung? Jan Umsonst, ein Aktivist aus Frankfurt, beschreibt die Entstehungsgeschichte, die Haltung zur Verantwortung für die Zukunft der Gesellschaft und der Menschheit und die weltweite Vernetzung von Occupy. In seinem Gastbeitrag macht er vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen deutlich, welche konkreten Probleme die Bewegung zu bewältigen hat, wie ein gemeinsamer Konsens entwickelt wird und mit welchen zentralen Strategien und Taktiken die Anliegen umgesetzt werden.

Umsonst, Jan:Occupy – Einschätzungen eines Aktivisten(145 KB)
13. April 2012

Forschungsjournal: Vom Scheitern und Gelingen – Berichte aus der Praxis sozialer Bewegungen

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Publikationen

In der aktuellen Ausgabe des Forschungsjournals Soziale Bewegungen wird ein besonderer Blick darauf geworfen, wie es um die praktische Bewegungslandschaft bestellt ist, mit welchen Schwierigkeiten soziale Bewegungen derzeit zu kämpfen haben und welche Erfolge sie feiern können. Im Mittelpunkt stehen Bewegungen in Deutschland, die, angeregt durch Diskussionen und Proteste um Themen und Projekte wie Atomenergie und Stuttgart 21, sehr aktiv und überaus engagiert sind. Das Heft ist in Kooperation mit der Bewegungsstiftung entstanden, die im Juni 2011 mit ihrer Tagung »Vom Scheitern und Gelingen sozialer Bewegungen« viele Anregungen für die Gestaltung des Schwerpunkts setzen konnte. Die sechs Aufsätze des Hauptteils beschäftigen sich mit wesentlichen Themen der Tagung, stehen aber für sich und gehen über die reinen Vorträge hinaus. Zu Wort kommen neben Christa Wichterich, die sich eingehend mit Frauenbewegungen auseinandersetzt, Achim Brunnengräber, der den Weg von der NGOisierung zur Occupy-Bewegung nachzeichnet, auch Roland Roth, Frauke Banse und Friederike Habermann, Theodor Ebert und Michael Narberhaus.

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Publikationen und Veranstaltungen

13. April 2012

Publikation: Einführung in das Campaigning

Kategorie: Kampagnen, Publikationen

Moderne Kampagnen sind systemische Eingriffe in Politik, Gesellschaft oder Marktgeschehen mit dem Ziel nachhaltiger Veränderung: Campaigning for Change. Sie wollen keine Revolutionen oder radikale Systemwechsel um der Veränderung willen, sondern versuchen, über anschlussfähige Bilder und Symbole die Verhältnisse zu wandeln. Bei einem solchen subversiven Vorgehen werden momentane Situationspotenziale taktisch genutzt. In dieser Einführung stellt der frühere Kampagnenmacher der Umweltschutzorganisation Greenpeace Handwerkszeug für eine effektive Kampagnengestaltung zur Verfügung. Neben einem Kriterienset, das von der Planungsarbeit bis zur Abschlussbewertung reicht, ergänzen zahlreiche Übungen den theoretischen Teil. Bebilderte Berichte zu bedeutenden Kampagnen verdeutlichen wichtige Aspekte deren Gestaltung.

Andreas Graf von Bernstorff: Einführung in das Campaigning, 2012, 120 S., 13,95 €, ISBN 978-3-89670-831-1

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13. April 2012

Publikation: Nutzerhandbuch Zivilgesellschaftsdaten

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Publikationen, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Im Rahmen des Projekts Zivilgesellschaft in Zahlen (ZiviZ) der Bertelsmann Stiftung, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Fritz Thyssen Stiftung ist das Nutzerhandbuch Zivilgesellschaftsdaten erschienen. Als Beitrag zur Verbesserung der Datenlage der organisierten Zivilgesellschaft soll das Handbuch als Wegweiser durch die Landschaft der quantitativ-statistisch verfahrenden Zivilgesellschafts- und Engagementforschung in Deutschland führen. Die Autoren porträtieren 50 ausgewählte Datenquellen und liefern aktuelle Zahlen zum Thema Zivilgesellschaft. Die Zusammenstellung gibt einen Überblick über statistische Informationsquellen zu den Themenbereichen Zivilgesellschaft, Dritter Sektor und bürgerschaftliches Engagement.

Publikation zum kostenlosen Download (PDF)

13. April 2012

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 25.05.2012 in Berlin: Kultur – Was hält eine Organisation zusammen?
5. oe-tag des Forums für gemeinnützige Organisationsentwicklung, Socius, Berlin

• 24. - 25.05.2012 in Gelnhausen: Mädchen tragen Kopftuch und Jungs schlagen sich...
Ein Seminar der Bundesakademie für Kirche und Diakonie zu interkulturellen Gender-Aspekten,

  • Anerkennungskultur
  • Bürgerbegehren
  • Bürgerentscheid
  • Bürgergesellschaft
  • Bürgerkommune
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  • Service Learning
  • Sozialkapital
  • Stiftungen
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