Praxisbeispiel World-Café-Schnack in Göttingen

Ein neues Konzept für das Städtische Museum in Göttingen

Wie kann das Städtische Museum für die Bürger/innen attraktiver werden? Das war die Ausgangsfrage für den Beteiligungsprozess in Göttingen. Die Stadt beauftragte Expert/innen, ein Konzept für das städtische Museum zu entwickeln und lud Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch bei einer Tasse Kaffee ein.

Die externen Expert/innen untersuchten im Rahmen einer Bestandsanalyse das Städtisches Museum Göttingen sowie weitere Museen und Museumspläne. Sie analysierten Museumskonzeptionen vergleichbarer Universitätsstädte und ermittelten Stärken und Potenziale des Städtischen Museums in Göttingen.

Ideen und Vorschläge der Bürgerschaft sollten die Gesprächen mit Akteuren des kulturellen Lebens in Göttingen erbringen. Im Mittelpunkt des World Cafés standen die Erwartungen an das Städtische Museum, Visionen, Empfehlungen und die Frage nach der überregionalen Resonanz.

Werbung um Beteiligung

In der Lokalzeitung wurde die Veranstaltung bekannt gemacht, Göttinger Bürgerinnen und Bürger konnten sich um eine Teilnahme bewerben. Etwa 50 Einwohner/innen und einige Ratsmitglieder nahmen am World Café teil. Studierende moderierten die Gesprächsrunden an den Tischen.

Ablauf

Am Anfang der Veranstaltung standen Vorträge zur Ist-Situation und zum bisherigen Prozess der Konzeptentwicklung. Die Ergebnisse wurden auf einer Metaplanwand visualisiert, alle Teilnehmer/innen konnten immer im Blick behalten, worum es gerade ging (siehe Abbildung).

An sieben Tischen diskutierten die Bürger/innen dann vorbereitete Frage zur Museumskonzeption, die Moderator/innen an den Tischen hielten die Ergebnisse auf einem vorbereiteten Papierposter fest. Die Gliederung der Poster unterstützte die Diskutierenden dabei, ihre Vorschläge und Ideen festzuhalten und Prioritäten zu setzen. Die Diskussionen waren konstruktiv und ergebnisorientiert.

Nach etwa 40 Minuten wechselten die Teilnehmer/innen die Tische. An einem anderen Tisch hatten sie die Gelegenheit, weitere Fragestellungen zu diskutieren.
Als Abschluss der Veranstaltung wurden die Poster aller Tische für alle sichtbar aufgehängt, die Moderator/innen der Tische stellten die Ergebnisse vor. Zeitgleich wurden die Beiträge auf einer Metaplanwand festgehalten (siehe Abbildung).

Ergebnisse

Die Papierposter dienten der Ergebnissicherung des World Cafés, sie bildeten – zusammen mit der Bestands- und Bedarfsanalyse – die Grundlage für die weitere Arbeit an dem Museumskonzept. Im Ergebnis konnten Alleinstellungsmerkmale für das Städtische Museum identifiziert und eine Empfehlung zur Museumskonzeption entwickelt werden.

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