Problem-Typen

Das Erkennen des gegebenen Problemtyps erleichtert die Wahl des Lösungsverfahren. Man kann unterscheiden zwischen gutstrukturierten Problemen und schlechtstrukturierten Problemen, wobei »gut« und »schlecht« keine Wertung oder subjektive Einschätzung sind, sondern objektive Kennzeichen und Merkmale.

Gutstrukturiertes Problem

Ein gut strukturiertes Problem lässt sich exakt definieren, da

  • völlige Kenntnis über alle Problemelemente besteht,
  • die Problemelemente in gesetzmäßigen Zusammenhängen stehen,
  • der Problemlösungsprozess sicher, zwingend, systematisch und logisch ist,
  • in der Regel nur eine richtige Lösung denkbar ist und
  • die gefundene Lösung als Optimum oder Maximum bewiesen werden kann.

Zur Lösung dieser Probleme wird »nur« ein stringentes Vorgehen, der Einsatz systematischer Methoden (z.B. Morphologischer Kasten, Attribute Listing, Problemlösungsbaum) und ein intelligentes, nachvollziehbares Verhalten benötigt. Es gibt in der Regel nur eine einzige, richtige Lösung. Dieser Problemtyp ist verbreitet im Unternehmensbereich (z.B. Produktentwicklung, und -verbesserung), in Forschung, Technik und Verwaltung - in den Handlungsfeldern von Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen jedoch eher selten. Man könnte die Suche nach der richtigen Organisationsform evtl. dazu rechnen.

Schlechtstrukturiertes Problem

Ein schlecht strukturiertes Problem lässt sich nur näherungsweise erfassen, abgrenzen und beschreiben, da

  • nicht alle Problemelemente bekannt sind,
  • wenige oder keine Gesetzmäßigkeiten erkennbar sind,
  • die Suche nach Lösungen eher ungerichtet, intuitiv und zufallhaft ist,
  • viele alternative Lösungen möglich sind und
  • die optimale Lösung nicht beweisbar ist, sondern nur durch subjektive Entscheidung unter mehreren gefundenen Lösungen als wahrscheinlich beste ermittelt werden kann.

Die schlechtstrukturierten Probleme - auch Innovationsprobleme genannt - verlangen bei der Lösungssuche ein probierendes, eher intuitives Vorgehen, ein kreatives Verhalten und sind im Ergebnis dennoch unsicher. Es ist eine möglichst große Zahl von Alternativen und denkbaren Lösungen anzustreben, um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass auch einige gute Lösungen darunter sind und man sich nicht vorschnell auf die Erstbeste festlegt.

Im Folgenden sollen überwiegend Methoden für schlechtstrukturierte Probleme vorgestellt werden. Sie dürften der Regelfall bei Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen sein. Es handelt sich hier um die Gruppe der emotional-intuitiven Kreativitätstechniken aus dem Bereich des assoziativen und analogen Denkens. Sie sind im Prinzip geeignet, den ungewissen Sprung von der Kerze zur Glühbirne zu schaffen, statt systematisch zu versuchen, die Leuchtkraft von Kerzen zu erhöhen und ihre Brenndauer zu verlängern.

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