Saul David Alinksy

In seinem ersten Buch (1) schildert Saul David Alinsky eine Bürgerbefragung, die mit Hilfe eines Fragebogens durchgeführt wurde. Die befragten Bürger bekamen die Aufgabe, den folgenden Text zu ergänzen: »Wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, das ist es, was ich tun würde um meine Stadt zum glücklichsten, gesündesten, schönsten und reichsten Ort der Welt zu machen:....« (2) Bei dieser Fragebogenaktion gab es nur einen geringen Rücklauf. Die Antworten bewegten sich im Bereich dessen, was man sich vorher schon gedacht hatte. Aber nach einem Jahr wurde dieselbe Umfrage im gleichen Stadtteil wiederholt. Diesmal war der Rücklauf sehr hoch, die Antworten waren engagiert, begründet, differenziert und anregend. »Die Menschen waren zu lange unbeteiligt und in Apathie versunken. Sie hatten verlernt ihre Sprache zu gebrauchen. Sie konnten sich nicht artikulieren und in ihren Antworten waren sie mechanisch. Durch die Organisationsarbeit eines Jahres haben sie ihre Sprache wiedergefunden und fingen an selbstständig zu denken.« Alinsky empfiehlt derartige Umfragen, aber das eigentlich Aktivierende liegt für ihn in der persönlichen Ansprache jedes Einzelnen, in dem, was zwischen den Befragungen stattgefunden hat.

Wer war Saul D. Alinsky? Alinsky wurde 1909 als Sohn einer jüdischen Einwandererfamilie geboren, die vor der Jahrhundertwende aus Russland in die Vereinigten Staaten gekommen ist. Die Anpassungsleistungen, die seine Familie auf dem Weg vom ostjüdischen shtetl in die moderne, amerikanische city zu bewältigen hatte, haben ihn und seine Arbeit geprägt. Er selbst bewegte sich vorsichtig vom orthodoxen Judentum seiner Eltern hin zu einem aufgeklärten, assimilierten Judentum. Er studierte Soziologie und Kriminologie an der heute so genannten Chicago School of Sociology, die gerade die Probleme der Einwanderung und der Stadtentwicklung thematisierte. In der Zeit von 1939 bis 1971 hat Alinsky von seiner Heimatstadt Chicago aus und mit Hilfe der von ihm gegründeten Industrial Areas Foundation (IAF) zahlreiche selbsttragende Bürgerorganisationen ins Leben gerufen.

Das Back-of the Yards-Projekt begründete seinen Ruf als Community-Organizer. Es wird aber auch als Markstein in der Geschichte der Gemeinwesenarbeit angesehen. Das Back-of-the-Yards-Council war eine unabhängige Bürgerorganisation, in der Kirchengemeinden, Gewerkschaften, informelle Bürgervertreter und Geschäftsleute zusammenarbeiteten. Hier wohnten die Arbeiter der Fleischverpackungsindustrie. Der Back-of-the-Yards-Distrikt galt damals als der berüchtigtste Einwandererstadtteil Chicagos.

Heute berufen sich die meisten Bürgerorganisationen und Ausbildungsinstitute in den USA in der einen oder anderen Weise auf Alinsky. Auch in Deutschland gilt er seit der Veröffentlichung seiner Hauptwerke als einer der Väter der Gemeinwesenarbeit. (3) Seine »Lehrbücher« wurden sowohl im Burckhardthaus Gelnhausen als auch in der Victor-Gollancz-Stiftung gelesen, die in den 70er Jahren die wichtigsten außer­universitären Ausbildungszentren für Gemeinwesenarbeiter/innen in Deutschland waren.

Dabei wurden vor allem seine beiden Hauptwerke »Reveille for Radicals« (Alinsky 1946) und »Rules for Radicals« (Alinsky 1971) rezipiert. Relativ unbekannt ist bis heute, dass Alinsky in mehr als 25 Beiträgen wichtige Einblicke in sein Denken und Handeln gegeben hat. Diese Aufsätze sind bislang noch nicht zusammenhängend veröffentlicht, systematisch untersucht und gewürdigt worden. (4) Alinsky war der erste schreibende Community Organizer, der versucht hat, das Prinzip der Selbstorganisation systematisch zu unterstützen und diese Praxis wissenschaftlich zu begründen. (5) Hierbei griff er auf Konzepte seiner Lehrer an der Chicago School of Sociology zurück. (6)

Der erste wichtige Punkt bei Alinskys Aktivierungsarbeit ist deshalb, dass er mit seinen Techniken und Methoden die von den Einwanderern selbst geschaffenen Institutionen und Organisationen nutzte. Damit waren seine Methoden denen der damaligen Settlements entgegengesetzt, von denen er sich scharf abgrenzte und denen er Wohlfahrtskolonialismus vorwarf. Ihnen ging es häufig nur darum, aus »gutem Willen« etwas »für« die Menschen in den benachteiligten Stadtteilen zu tun. Dagegen ging es Alinsky darum, etwas »mit« den Menschen und den vorhandenen Organisationen zu tun. Er bestand darauf, die Traditionen und Gebräuche in den oftmals ethnisch geprägten Stadtteilen zu respektieren und zu nutzen.

Die in den Einwanderergemeinden bestehenden Organisationen hatten ihre Wurzeln oft in der alten Welt. Es gab nationale Kirchengemeinden, Unterstützungsvereine auf Gegenseitigkeit, Zeitungen. Diese Organisationen waren oftmals nicht in der Lage, ihre ethnischen, nationalen oder ideologischen Grenzen zu überwinden. Ein wichtiges Ziel seiner Organisationsarbeit bestand deshalb darin, zu einer übergreifenden, ethnisch oder religiös nicht eingeschränkten Plattform zu gelangen, die es den Gruppen erlaubte, sich gemeinsam in der Konkurrenzgesellschaft des modernen, multikulturellen, industriellen Amerika zu behaupten.

Dieser ganzheitliche Ansatz steht in direktem Zusammenhang mit dem sozialökologischen Denkansatz der Chicago School of Sociology. Er wandte sich vehement gegen individualisierende Betrachtungsweisen. Individualisierende Betrachtungsweisen waren für ihn allesamt Zeichen einer sozialen Desorganisation, die Apathie und Resignation hervorbringt. Nach Alinsky ist die Nachbarschaft oder die Community prägend für die soziale Entwicklung der in ihr lebenden und aufwachsenden Menschen. (7)

Der zweite wichtige Punkt bei seiner Aktivierungsarbeit ist, dass er zunächst von den qualitativen Forschungsmethoden der Chicago School of Sociology ausging. Diese wurzeln in der Ethnografie, aber auch in der Weiterentwicklung und Systematisierung der journalistischen Reportage: Interview und teilnehmende Beobachtung. Das grundlegende Interesse dieser Forscher/innen galt den Lebensgeschichten der Menschen und der Art und Weise wie sie ihren Alltag bewältigen. Alinsky wies 1934 in einem Aufsatz zur Interviewtheorie anhand von Fallstudien nach, dass offene Interviews gegenüber formalisierten Interviews ergiebiger sind und wesentlich mehr zu einem ganzheitlichen Bild (im Original: »gestalt-picture«) der Situation beitragen konnten.

Die Detailkenntnisse des Interviewers/ der Interviewerin und sein/ ihr Interesse an den Problemen und Ressourcen der Neighborhood oder der Community spielten eine entscheidende Rolle dabei, das Vertrauen der interviewten Personen (in diesem Fall jugendliche Haftinsassen) zu gewinnen. (8) Das Interesse am Alltagsleben der Menschen führte in den damaligen Forschungen zu einer hohen Wertschätzung der »vor Ort-Erfah­rung« und den Informationen aus »erster Hand« . Kennzeichnend für diese Art der Lebenswelterkundung ist, dass die Bewohner erstmals als Expert/innen der eigenen Situation galten und in die Forschung einbezogen wurden. (9)

Eine dritte Sache ist für das Verständnis der Aktivierungsarbeit von Saul D. Alinsky wichtig: die persönliche Haltung. Alinsky wird nicht müde zu beschreiben, dass die persönliche Haltung des- oder derjenigen, der oder die Menschen aktivieren will, die Leidenschaft für den Nächsten sein muss. Für ihn ist das, was er »Radikalität« nennt, geradezu durch den Glauben an die Menschen, die Menschenrechte, an Chancengleichheit und die Möglichkeit eines demokratischen Zusammenlebens definiert. (10) Zu den weiteren wichtigen Eigenschaften zählt er die »Neugier« und den »Respekt vor dem Leben« und der »Würde der Menschen« . Nach Alinsky können diese Eigenschaften aber durchaus mit »Respektlosigkeit« gegenüber so genannten Wahrheiten, Dogmen und festgefahrenen Moralvorstellungen einhergehen. Gemeinwesenarbeiter/innen sollen »gut integriert« , aber »politisch schizoid« sein, außerdem sollen sie »Kreativität und Vorstellungskraft« und einen »Sinn für Humor« besitzen. Dafür dürfen sie allerdings nur eine »verschwommene Vision von einer besseren Welt« haben. Sie sollen eine »organisierte Persönlichkeit« sein, »frei und offen« , aber gleichzeitig auch eine »politische Relativität bewahren« . Die Konzepte der »politischen Relativität« oder gar des »politischen Schizoid-Seins« erschließen sich erst, wenn man abermals auf den Fundus der Chicago School zurückgreift. Alinskys geschätzter Soziologielehrer Robert E. Park entwickelte in den Zwanzigerjahren das Konzept des »marginal man« (in Deutschland sprach man in dieser Zeit vom »Randseiter«), dem er eine tragende Rolle bei der Erforschung unterschiedlicher Stadtkulturen und der Vermittlung zwischen diesen zuschrieb. Erst die doppelte Perspektive eines (gut integrierten) »Mitgliedes zweier Kulturen« ermöglicht eine objektive Beurteilung der Situation einer Nachbarschaft.

Dies geschieht da, wo sich die Innensicht des/ der Bewohner/in als Expert/in mit der Außensicht des/ der Gemeinwesenarbeiter/in verschränkt. Gemeinwesenarbeiter/innen tun deshalb gut daran zu wissen, dass sie Angehörige zweier Kulturen sein sollten und so gleichzeitig innerhalb und außerhalb des Gemeinwesens stehen können. Sie tun gut daran zu wissen, dass dies genau der Platz ist, wo sie hingehören. Sie sind »politisch relativ« , weil sie über mindestens zwei Perspektiven verfügen und sie sind »politisch schizoid« , soweit sich diese Perspektiven nicht decken. Wenn sie in beiden Kulturen »gut integriert« sind, kann diese Spannung fruchtbare Erkenntnisse erzeugen. (11)

Ein weiteres Konzept der Chicago School mit Bedeutung für Alinskys Aktivierungsarbeit ist die »Situationsdefinition« : »Wenn Menschen Situationen für real halten, dann hat das reale Folgen (Thomas-Theorem).« (12) Alinsky war wohl derjenige, der entdeckt hat, dass Situationsdefinitionen nicht nur reale Folgen haben, sondern auch kommunikativ verändert werden können. Alinsky analysiert und diskutiert innerhalb der Organisationen die »Situation« . Diese gemeinsame Analyse der Situation und die gemeinsame Erarbeitung einer Situationsdefinition kann als Grundlage für das angesehen werden, was später unter den Begriff »partizipative Forschung« oder »Aktionsforschung« weiterentwickelt worden ist. Alinsky selbst erweitert später die Situationsanalyse zur Machtanalyse. Während andere Theoretiker sich noch darum bemühten, zu bestimmen was Macht ist, experimentierte er schon damit. (13) Alinsky definierte mit Hilfe eines in Amerika gebräuchlichen Lexikons Macht als »die Fähigkeit zu Handeln« . Durch die Thematisierung von Macht erzeugte er ein kritisches Bewusstsein von der Problematik der jeweiligen Situation und von der Notwendigkeit gemeinsamen, organisierten, öffentlichen und damit politischen Handelns. Damit schuf er die Bedingungen für die Möglichkeit gemeinsamen Handelns.

Die Praxis, die Alinsky seit der Zeit seines Back-of-the-Yards-Projektes auf diesen Prämissen aufbaute, war die Praxis der Organisation von (bereits bestehenden) Organisationen. Eine hervorragende Rolle spielten dabei die »organisierte Arbeit« (Gewerkschaften) und die »organisierte Religion« (Kirchengemeinden). Den Bewohner/innen des Bezirks hinter den Schlachthöfen war gemeinsam, dass sie alle abhängig bei den großen Fleischverpackungsindustrien arbeiteten, die bislang erfolgreich die gewerkschaftliche Organisation ihrer Arbeiter verhindert hatten. Den Arbeiter/innen war darüber hinaus gemeinsam, dass sie, obwohl aus unterschiedlichen Ländern stammend, überwiegend katholisch waren. Die Kirchengemeinden waren allerdings »national« d.h. als Einwanderergemeinden organisiert und zu gemeinsamem Handeln zunächst nicht in der Lage. Als es gelang, die Repräsentant/innen der Gewerkschaft und der Kirche zu einem gemeinsamen Vorgehen zur Verbesserung der Situation im Stadtteil zusammenzubringen, waren die großen gesellschaftlichen Kräfte (14) gefunden, auf denen die Macht und der Erfolg der von ihm ins Leben gerufenen Organisation, das Back-of-the-Yards-Council, beruhte. Nur Stunden nach dem Bekanntwerden dieses Bündnisses, gaben die Vertreter/innen der Fleischverpackungsindustrie den Forderungen der Gewerkschaft nach.

Aber nicht allein diese Geschichte ist für unseren Zusammenhang interessant, sondern die Tatsache, dass die organisierten Organisationen aus ihren jeweils unterschiedlichen Traditionen auch jeweils eigene Strategien der Aktivierung mit in das politische Handeln einbrachten. Der Einfachheit halber möchte ich diese Strategien der Aktivierung als »Agitation« und »Mission« bezeichnen. (15)

Die Frage entsteht, welche Position Alinsky entwickelt hat, um diese Strategien zu verbinden bzw. in seine Strategie zu integrieren. Alinsky hat im Sokratischen Dialog eine Methode der Aktivierung gefunden, die den/die befragte(n) Partner/in in den Mittelpunkt stellt. Der Sokratische Dialog hilft Gesprächspartner/innen, ihre eigenen Positionen zu entwickeln und zu erproben. Der Sokratische Dialog ist aber auch gleichzeitig eine Meta-Methode, die eine Kritik der traditionellen Aktivierungsmethoden ermöglicht. Diese Kritik ist immer dann notwendig, wenn die Gesprächspartner/innen nicht mehr als selbstständige Subjekte begriffen werden. (16) Was ist nun ein »Sokratischer Dialog« und welche Rolle spielt er im Denken Alinskys?

Sokrates hat selbst keine Bücher geschrieben, sondern hat seine gesamte Philosophie im Dialog entwickelt. Was wir über Sokrates wissen, stammt von anderen klassischen Autoren, insbesondere von Plato, der viele seiner Dialoge überliefert hat. In den überlieferten sokratischen Dialogen steht nicht Sokrates der Fragende im Mittelpunkt, sondern die Befragten, Sokrates’ Schüler. Der/die Fragende fragt aus einer vorsichtigen Position des neugierigen, noch nicht festgelegten, gelehrten Nichtwissens (Sokrates: »Ich weiß, dass ich nichts weiß«). So hilft man den Befragten, ihre eigene Meinung, ihre eigene Position zu artikulieren.

Gelegentlich verstricken sich Sokrates’ Schüler durch seine Fragen in Widersprüche oder werden mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert. Hierdurch können sie in Verwirrung (Aporie) geraten, haben aber die Gelegenheit, ihre Positionen weiterzuentwickeln und zu festigen. Dies gehört zur Methode oder ist sogar ihr Kern. Sie gelangen von einem unzureichenden, naiven Verständnis der Situation zu einer systematischeren, effektiveren Vorgehensweise. Scheinwissen wird durch Wissen ersetzt, Apathie, Resignation oder wie Alinsky sagen würde, »politischer Analphabetismus« wird verringert. Sokrates selbst vergleicht seine Arbeit mit der Hebammenkunst (Mäeutik), die er bei seiner Mutter beobachtet hat. Seine Aufgabe sei zwar nicht, Kinder auf die Welt zu bringen, aber den Schülern zu helfen, ihre Gedanken zur Sprache und damit zur Welt zu bringen. Alinsky bezog sich gern auf antike Konzepte, wenn er der Meinung war, sie könnten zur Lösung gegenwärtiger Probleme beitragen. Zum Beispiel nutzte er den »Melierdialog« , eine Episode aus dem Feldzug des Alcibiades gegen Sizilien (17) als Grundlage für Rollenspiele, in denen zukünftigen Organizer/innen die Kunst der erfolgreichen Verhandlungsführung vermittelt wurde. (18)

Als Alinsky in seinem Spätwerk »Rules for Radicals« seine jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich des Community Organizing reflektiert, nennt er den Teil seiner Methode, der sich auf die Aktivierung neuer Mitglieder für Bürgerorganisationen bezieht, die »sokratische Methode.« (19)

Im Mittelpunkt der sokratischen Methode steht die Kunst des Fragens. Für Alinsky hat das anteilnehmende und interessierte Fragen bei der Aktivierung von Menschen eine grundsätzliche, fast religiöse Bedeutung, wie im folgendem Zitat deutlich wird: »Wenn ich ein religiöses Symbol auswählen sollte, dann würde ich nicht das Kreuz oder den Davidstern wählen, sondern das Fragezeichen. Das Fragezeichen erinnert an eine umgedrehte Pflugschar. Richtig gestellte Fragen brechen die Gedanken um wie ein Pflug und ermöglichen das Wachsen neuer Gedanken und Ideen.« (20)

Zusammenfassend kann gesagt werden, das Alinsky seine Befragungs- und Aktivierungsmethoden im Rahmen der Forschungsmethoden der Chicago School of Sociology entwickelt hat. Im Rahmen seiner Organisationstätigkeiten hat er weiterhin auch traditionelle Formen der Mitgliederwerbung und Mitgliederbindung integriert. Hier sind insbesondere die gewerkschaftlichen Rekrutierungs- und Agitationsbemühungen der CIO (21) zu nennen. Zu nennen sind aber auch die Versuche der zahlreichen, unterschiedlichen Einwandererkirchen, die ihre Mitglieder vor den Gefahren des sich schnell wandelnden, urbanen Lebens zu bewahren suchten, aber auch darauf aus waren, Unentschlossene zu missionieren. Erst langsam kommen die unterschiedlichen Einwandererkirchen dazu, ökumenische Zusammenschlüsse zu bilden. Alinsky ergreift weder Partei für eine religiöse Richtung noch sieht er in den Organisationen der Arbeiterbewegung eine ausreichende Lösung. Seine Botschaft ist die Botschaft der amerikanischen Demokratie und der Freiheit des Individuums. Alinsky versucht, seine dialogische Praxis durch den Rückgriff auf das Modell des Sokratischen Dialogs zu reflektieren und zu begründen. (22)

Symbol: »Autor« (ein stilisierter Füllfederhalter)

Dieser Beitrag von Peter Szynka ist folgener Publikation entnommen:
Handbuch Aktivierende Befragung: Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis (Bonn 2012)
Die Publikation finden Sie hier.