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Gewaltdefinition Heitmeyers

Gewalt ist der Ausdruck sozialer Prozesse, in denen

  • strukturelle Bedingungen und individuelles Handeln zusammenwirken.

 

Gewalt ist ein interaktives Produkt, d.h.

  • das Verhalten beider Seiten ist zu beachten und es ist beeinflusst durch die jeweils situativen Bedingungen.

 

Gewalttätigkeiten sind abhängig von

  • Gewaltbilligung und
  • Gewaltbereitschaft, die beide ein Ergebnis sozialen Lernens sind.

 

Gewalthandeln ist mit einem subjektiven Sinn seitens des Handelnden verbunden, d.h.

  • es schafft Eindeutigkeit in unübersichtlichen, unklaren Situationen,
  • es ist eine augenblicklich wirkende Selbst-Demonstration der Überwindung von Ohnmacht,
  • es garantiert Fremdwahrnehmung,
  • es dient der Rückgewinnung der körperlichen Sinnlichkeit als Gegenerfahrung zur Unterlegenheit in einer Umgebung, in der nur rationale, sprachlich vermittelte Beweisführung zählt.

 

Heike Blum & Detlef Beck

Trainings- und Informations-Workshops bei No-Blame-Approach, leiten fairend ... für einen guten Umgang mit Konflikte

Heike Blum: Mediatorin (BM, BMWA), Ausbilderin in Mediation (BM), Supervisorin, Ethnologin M.A.

Detlef Beck: Mediator (BM), Ausbilder in Mediation, Dipl.-Ökonom, Dipl.- Verwaltungswirt

Diese Online-Praxishilfe basiert auf der Publikation

Wege aus der Gewalt – Trainings~handbuch für Multiplikator~Innen in der Jugendarbeit
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