Wie gelingen Bündnisse und Vernetzung?
Gerade für kleinere zivilgesellschaftliche Organisationen bieten kluge Kooperationen und sorgfältig ausgesuchte Bündnispartner/innen einen hohen Mehrwert; gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, in der Masse zu vieler Akteur/innen unterzugehen. Doch wie finde ich geeignete Bündnispartner/innen für mein Anliegen? Und wie gelingt eine Vernetzung unterschiedlicher und unterschiedlich ressourcenstarker Partner/innen? Und welche Nachteile von Bündnisarbeit gibt es?
Container I
Zivilgesellschaftliche Bündnisse und Vernetzungen sind in bundesweiten und internationalen Zusammenhängen ebenso anzutreffen wie auf der lokalen Ebene. Bündnisse bieten Chancen, aber auch Herausforderungen für die Kooperationspartner/innen.
Der Berliner Energietisch ist ein parteiunabhängiges Bündnis aus verschiedenen (lokalen) zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen. Das Bündnis setzt sich für eine demokratische, ökologische und soziale Energieversorgung Berlins auf der Basis Erneuerbarer Energien ein.
Im Falle des Berliner Energietisches bestand die demokratische Struktur des Bündnisses aus einem Plenum, einem Trägerkreis, einem Kampagnenbüro sowie verschiedenen Arbeitsgruppen mit gemeinsam im Plenum festgelegten Aufgaben.
Container II
Bei aktionsorientierten Bündnissen ist das Ende der gemeinsamen Arbeit oft klar definiert. Im Gegensatz dazu kann ein Kampagnenbündnis im Einzelfall auch noch über das eigentliche Ende der Kampagne hinaus weiter bestehen. Dies kommt zum Beispiel dann vor, wenn das anvisierte Kampagnenziel schlicht noch nicht erreicht ist.
Diese Online-Praxishilfe basiert auf der Publikation
Engagement in Aktion:
Ratgeber für wirkungsvolle Kampagnenführung
Claudia Löhle
Geschäftstellenleitung »BürgerBegehren Klimaschutz«.
Claudia Löhle ist die Autorin dieses Beitrags.
Dr. Stefan Taschner
Mitglied des Abgeordnetenhaus Berlin, Sprecher für Energie und Tierschutz der Fraktion Bündnis90/Die Grünen.
Dr. Stefan Taschner ist der Autor dieses Beitrags.