Studien

Seite 1: Allgemeine Studien

In der Diskussion um den Wandel des Ehrenamts und des freiwilligen Engagements wird regelmäßig auf wissenschaftliche Studien, Befragungen und Untersuchungen Bezug genommen. Zunehmend sind dabei einzelne Personengruppen mit ihren spezifischen Engagementmöglichkeiten und Interessen in den Blick genommen worden. Im Folgenden sind einige Studien und deren wichtigste Forschungsergebnisse zusammengestellt.

Allgemeine Studien zu bürgerschaftlichem Engagement

Die Freiwilligensurveys

Die Bundesregierung hat vier große Untersuchungen zum bürgerschaftlichen Engagement in Auftrag gegeben: die sog. Freiwilligensurveys. Das zentrale Ergebnis des letzten Freiwilligensurveys (2014): ca. 31 Millionenen Bürgerinnen und Bürger (ca 43 %) über 14 Jahren übt eine freiwillige oder ehrenamtliche Tätigkeit aus. Für die aktuelle Ausgabe des Freiwilligensurveys wurden unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Zentrums für Altersfragen 28.690 Personen befragt

Ziel der Freiwilligensurveys ist es, das empirische Wissen über die vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements zu verbreitern. Zugleich sollen sie die Voraussetzung schaffen, um Veränderungen im Bereich des freiwilligen Engagements zu erkennen und zu bewerten. Die Untersuchungsergebnisse sind nicht nur wissenschaftlich relevant, sondern sollen insbesondere Politik, Verwaltung, Organisationen des Dritten Sektors sowie Wirtschaftsunternehmen Informationen bereitstellen, um die Rahmenbedingungen und Förderstrategien für freiwilliges, ehrenamtliches Engagement zu verbessern.

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Vierter Freiwilligensurvey 2014: Freiwilliges Engagement in Deutschland

Dritter Freiwilligensurvey 2009: Zivilgesellschaft, soziales Kapital und freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 - 2004 - 2009

Engagementberichte der Bundesregierung

Im Jahr 2009 hat der Deutsche Bundestag die Bundesregierung damit beauftragt, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lage des bürgerschaftlichen Engagements vorzulegen. Der Bericht soll die Entwicklung einer nachhaltigen Engagementpolitik unterstützen und dazu beitragen, in der Gesellschaft vorhandene Potenziale für bürgerschaftliches Engagement zu entfalten. Erstellt wird er - mit wechselnden Themen - jeweils von einer unabhängigen Sachverständigenkommission. Das Gutachten der Sachverständigen wird durch eine Stellungnahme der Bundesregierung ergänzt. Die Engagementberichte enthalten empirische Befunde, Daten und Trends und greifen zugleich zentrale gesellschaftliche Debatten auf.

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Dritter Engagementbericht 2020. Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter.

Zweiter Engagementbericht 2016. Demografischer Wandel und bürgerschaftliches Engagement: Der Beitrag des Engagements zur lokalen Entwicklung

Erster Engagementbericht 2012. Für eine Kultur der Mitverantwortung: Engagement von Unternehmen.

Wissenschaftszentrum Berlin: Perspektiven bürgerschaftlichen Engagements

Einen »Bericht zur Lage und zu den Perspektiven des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland« hat das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) im Sommer 2009 vorgelegt. Im Mittelpunkt der Untersuchung, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, stehen die Struktur und Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements, die Engagementpolitik auf verschiedenen Ebenen sowie der Zusammenhang zwischen bürgerschaftlichem Engagement und Familie. Die Forscher/innen der Projektgruppe Zivilengagement am WZB haben herausgefunden, dass Familien, Kinder und Senioren mit 49 Prozent die wichtigsten Empfänger von Engagement sind. Familien engagieren sich jedoch auch selbst überdurchschnittlich häufig: Paare mit Kindern bis 14 Jahren sind zu zwei Dritteln freiwillig aktiv.