Düsternorter Fahrradwerkstatt

Symbol: »Wichtig« (ein Ausrufezeichen in einem blauen Kreis)

Laufzeit: Sommer 2015 bis heute
Teilnehmende: 25 Nachbar/innen
Finanzierung: Mit finanzieller Unterstützung durch Privatspender/innen, LzO-Stiftung, Lions-Club Delmenhorst, EFi-Mittel

Projektbeschreibung

Das Fahrrad ist das Fortbewegungsmittel in Düsternort: Mit ihm werden Einkäufe transportiert, es ermöglicht Ausflüge oder hilft, die Schul- und Arbeitswege zu bewältigen. Ist das Rad kaputt, ist dies eine Katastrophe. Eine ehrenamtliche Fahrradwerkstatt wurde nach einem Brand 2014 geschlossen.

Im offenen Flüchtlingstreff des Stadtteils wurde deutlich, dass viele Flüchtlinge sich gerne einbringen wollen und etwas Sinnvolles mit ihrer unfreiwilligen Freizeit anfangen möchten. Der Vorschlag, gemeinsam eine neue Fahrradwerkstatt zu bauen, wurde begeistert aufgenommen. Aufgabe des Nachbarschaftsbüros Düsternort war es, Mittel und gute Rahmenbedingungen zu organisieren. Das Grundstück stellte ein privater Vermieter im Quartier; mit Spenden finanziert, setzte ein Fachbetrieb die Bodenplatten für einen stabilen Untergrund.

Ein paar Tage vor der Anlieferung des Bausatzes der Blockbohlenhütte 4x4 Meter wurden alle an den Aufbautermin erinnert und persönlich eingeladen mitzuhelfen. Es kamen Nachbar/innen aus Deutschland, Serbien, Afghanistan, Bosnien, Albanien, Türkei und Palästina und bauten innerhalb von einem Tag die Hütte auf (inklusive Boden, Dachpappe und erstem Anstrich). Die verbindende Sprache war Deutsch bzw. oftmals ein gegenseitiges Zeigen. Alle arbeiteten Hand in Hand und lernten sich als verlässliche Baupartner/innen kennen. Die Bauschritte und Akteur/innen wurden fotografiert und hängen nun für alle sichtbar im Nachbarschaftsbüro. Alle Helfer/innen haben zudem Abzüge der Bilder erhalten.

Reflexion des Projekts

Das gemeinsame Bauprojekt war ein voller Erfolg. Im Anschluss waren Helfer/innen motiviert, sich an den Öffnungszeiten zu beteiligen. Die Teilnahme war spontan und unverbindlich möglich. Es konnte jeder helfen, der wollte; über den Tag verteilt waren über 20 Helfer/innen beteiligt. Die sorgfältige Planung zahlte sich aus, es waren alle Bauteile nach Zahlen sortiert und alle benötigten Werkzeuge und Stromanschluss vor Ort (z. T. von anderen Einrichtungen geliehen, einige angeschafft für Folgeprojekte). Alle Beteiligten sind stolz auf die Fahrradwerkstatt und nutzen sie.