Studie: Bürgerbeteiligung fördert Zufriedenheit mit der Demokratie

Eine aktuelle Studie der Uni Hohenheim zeigt: Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger fördert die Zufriedenheit mit der Demokratie. Und: Je mehr die Menschen den Eindruck haben, dass ihre Interessen berücksichtigt werden, desto seltener wünschen sie sich direkt-demokratische Varianten. In ihrem zweiten Demokratie-Monitoring befragten die Forschenden im Juli 2022 4.011 Menschen nach ihrer Zufriedenheit mit der Demokratie – 2.516 Personen in Baden-Württemberg und 1.495 im restlichen Bundesgebiet. Die Befragten gaben unter anderem Auskunft darüber, wie wichtig sie dialogorientierte Beteiligungsmöglichkeiten finden und ob sie selbst schon einmal daran teilgenommen haben. Die Forschenden untersuchten zudem, welche Demokratie-Varianten bevorzugt werden: repräsentative Demokratie, direkt-demokratische Entscheidungsfindung oder dialogische Demokratie. Dabei unterschieden sie jeweils zwischen der Bundes-, der Landes- und der kommunalen Ebene. Demnach prägen nicht das politische Interesse oder die politische Selbstwirksamkeit die individuellen Demokratie-Präferenzen, sondern die politische Unzufriedenheit und die Politikverdrossenheit. Für direkt-demokratische Demokratie-Varianten treten auf kommunaler Ebene, auf Landes- und auf Bundes-Ebene überdurchschnittlich häufig jene Befragten ein, die mit dem Funktionieren der Demokratie oder mit dem Handeln von Politiker/innen allgemein unzufrieden sind. Die Studie führt eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 fort.

Die Studie im Wortlaut (PDF)