Strukturen, Strategien und Empfehlungen zur Engagementförderung in Ostdeutschland

Zwei gegenläufige Trends prägen die heutige Engagementlandschaft in Ostdeutschland: Auf der einen Seite klagen insbesondere die aus Westdeutschland übertragenen traditionellen Verbände und viele nach der Wiedervereinigung neu gegründeten Vereine über einen Rückgang des Ehrenamtes in ihren Organisationen. Auf der anderen Seite entstehen vielerorts neue Vereine, junge Initiativen und Einrichtungen zur Engagementförderung, die projekt-, themen- und anlassbezogen eine wachsende Zahl freiwillig Engagierter gewinnen. Während die Engagementbereitschaft besonders in Krisenzeiten sehr hoch ist, finden viele Menschen in Ostdeutschland noch zu wenig Möglichkeiten, die vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen durch ihr Engagement aktiv anzugehen. Hier zeigt sich, wie notwendig eine funktionierende Infrastruktur zur Engagementförderung ist. Die Stiftung Bürger für Bürger und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt haben diese Trends und Entwicklungen im Rahmen einer Studie analysiert. Olaf Ebert und Holger Krimmer stellen die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse der Studie vor.