Kirchenasyl: Eine Praxis gelebter Demokratie

Das freiwillige Engagement für Flüchtlinge findet häufig auch im kirchlichen Umfeld statt. Eine besondere Form der Unterstützung bildet hier die Kirchenasylbewegung, die seit den frühen 1980er Jahren in Deutschland aktiv ist. Zurzeit werden etwa 500 Menschen in Deutschland in Kirchenasylen betreut. Mit dem Kirchenasyl setzen sich engagierte Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften dafür ein, Abschiebungen zu stoppen und Betroffenen zu ihrem Recht auf ein Leben in Würde zu verhelfen. Diese Menschenrechtspraxis ist gerade angesichts einer zunehmend restriktiven Migrationspolitik immer wichtiger, meint der Theologe Benedikt Kern. In seinem Gastbeitrag skizziert er den aktuellen Stand der Kirchenasyl-Praxis in Deutschland.