Ziele und Inhalte

Seite 1: Zielgruppe, Kooperation

Die beiden wichtigsten Fragen, die sich ein/e Veranstaltungsplaner/in stellen muss und die die gesamte Planungs- und Konzeptionsphase bestimmen, sind:

  • Was will ich selbst mit der Veranstaltung erreichen?
  • Was wollen die Veranstaltungsteilnehmer/innen?

Sicher ist es richtig, dass die für eine Veranstaltung Verantwortlichen ihre eigenen Vorstellungen zu verwirklichen suchen. Unter Umständen gehen diese Vorstellungen jedoch an den Realitäten vollständig vorbei, wenn die Interessen und Bedürfnisse derer, für die die Veranstaltung gedacht ist, nicht genügend bekannt sind oder nicht berücksichtigt werden.

Zielgruppe

Um eine gewisse Selbstkontrolle bei der Planung und Konzeption einer Veranstaltung zu erreichen, ist es entscheidend, sich Klarheit darüber zu verschaffen, wer die angestrebte Zielgruppe ist. Aus der Antwort auf diese Frage ergibt sich im Wesentlichen der Akzent, den die Veranstaltung haben soll.

  • Soll es sich in der Hauptsache um eine Arbeitstagung handeln, bei der der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Information liegt?
  • Geht es der Zielgruppe hauptsächlich um sich selbst, möchte sie sich selbst zum Thema der Veranstaltung machen?
  • Soll es in der Hauptsache um eine Gelegenheit zum Reden gehen?
  • Sollen die Teilnehmer/innen Möglichkeiten der Körpererfahrung (Tanz, Sport, Kunst) erhalten?
  • Soll die Veranstaltung auf Grund der spezifischen Bedürfnisse der Teilnehmer/innen vorwiegend Freizeitcharakter haben (gemeinsames Spielen, Wandern etc.)?
  • Soll die Veranstaltung die Aufgabe haben, die Teilnehmerinnen besser auf ihren Alltag vorzubereiten, indem Arbeits‑, Verhaltens‑ und Lebensmodelle entwickelt werden, die auf das Alltagshandeln übertragen werden können und als Alternative zu dem Gewohnten glaubwürdig und überzeugend sind?

Gemeinsames Arbeiten und Kooperation

Symbol: »Wichtig« (ein Ausrufezeichen in einem blauen Kreis)

Die Teilnehmer/innen kommen in der Regel, um sich einige Tage einem von ihnen gewählten Thema zu widmen und in einer lockeren, kommunikativen Atmosphäre miteinander zu reden, zu diskutieren und zu planen.

Es ist heute – unabhängig vom spezifischen Gegenstand der Veranstaltung – nicht mehr üblich, das Schwergewicht einer Veranstaltung einseitig auf der Vermittlung von Wissen und (theoretischer) Information zu legen. Vielmehr sollten Sie das Feld des sozialen Handlungslernens zumindest gleichwertig berücksichtigen. Fast immer kommt es bei den Teilnehmer/innen gut an, wenn Sie den Akzent auf einen themenorientierten gegenseitigen Austausch legen.

Nicht die Reproduktion des traditionellen Lehrer-Schüler-Verhältnisses ist gefragt, sondern gemeinsames Arbeiten und Kooperation.