Kleines ABC für lebendige Veranstaltungen

Seite 3: M-R
M Methodenwechsel
Keine Methode ist so, dass man sie immer und bei allen Gelegenheiten anwenden sollte. Sowohl bei zeitlich längeren Veranstaltungen als auch bei mehrfachen Veranstaltungen mit dem gleichen Teilnehmendenkreis ist es sinnvoll, methodisch zu variieren. Dies schafft nicht nur Abwechselung, sondern kommt auch unterschiedlichen Interessen und Neigungen der Teilnehmenden gelegen.
N Namensschilder
Bei Veranstaltungen mit Teilnehmenden, die sich nicht kennen, sind Namensschilder eine wichtige Hilfe für den ersten Kontakt. Und zwar sowohl Textilschildchen für die Kleidung, damit man auch in den Pausen erkennbar ist, als auch Tischschilder, sofern man Tische hat. Bei den Tischschildern ist wichtig, dass sie von beiden Seiten beschriftet werden.
O Offenheit
Seien Sie offen für Anregungen und Ideen aus dem Teilnehmendenkreis.
P Pausen
Auch wenn man nicht so weit gehen will, wie der amerikanische Veranstaltungsplaner Harrison Owen (Open Space), der gesagt hat, dass das Wichtigste bei Veranstaltungen die Kaffeepausen sind, sollte man die Bedeutung von Pausen nicht unterschätzen. Sparen Sie möglichst auch dann nicht an den Pausenzeiten, wenn Sie in Zeitdruckgeraten. Pausen sind wichtig zum Erholen und zum Erfahrungsaustausch. Sie müssen im angemessenen Verhältnis zur Gesamtlänge der Veranstaltung stehen, und es muss klar gesagt werden, wie lange sie dauern. (Nicht den Fehler machen und sagen »20 Minuten« , sondern eine Uhrzeit angeben, zu der man weitermacht, weil hinterher niemand mehr weiß, wann die 20 Minuten zu Ende sind.) Auch bei kürzeren Veranstaltungen, bei denen es nicht sinnvoll erscheint, dass die Teilnehmenden den Raum extra verlassen, sind 1000 Elemente möglich. Zum Beispiel kann man nach Referaten oder Vorträgen eine fünfminütige Murmelphase einführen, in der sich die Teilnehmenden mit ihren Nachbar(inne)n austauschen, bevor es in die Plenumsdiskussion geht.
Q Quasselstrippen
Das hat jeder schon erlebt, Menschen, die sich immer zu Wort melden oder ganze Co-Referate halten. Für die Moderation ist es oft nicht leicht, sie zu bremsen und trotzdem nicht autoritär zu sein. Ein bewährtes Mittel sind sog. O.K.-Karten. Alle Teilnehmenden erhalten zu Beginn der Diskussion eine solche Karte, die sie hochhalten können, wenn sie der Meinung sind, dass alles Wichtige schon gesagt ist und man zum nächsten Punkt bzw. und zum nächsten Redner/Rednerin gehen kann. So ist die Verantwortung auf alle Teilnehmenden verteilt.
R Runder Abschluss
Es ist nicht schön, wenn eine Veranstaltung am Ende zahlenmäßig abbröckelt. Oft liegt das daran, dass vorher kein klares Ende vorgegeben wurde. Es ist darum gut, zu Beginn eine Uhrzeit anzugeben, an der die Veranstaltung offiziell schließt. Wichtig ist, sich dann auch an diese Uhrzeit zu halten. Danach sind dann natürlich noch informelle Gespräche möglich.