Kleines ABC für lebendige Veranstaltungen

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G Gruppenarbeit
Je größer die Zahl der Teilnehmenden an einer Veranstaltung ist, desto kleiner ist der Anteil derjenigen, die sich im Plenum zu Wort melden können. Vor diesem Hintergrund sollten Sie immer über Möglichkeiten der Gruppenarbeit nachdenken. Formen der Gruppenarbeit sind auch bei zeitlich kurzen Großveranstaltungen möglich. Aufwändige Raumwechsel können z.B. durch Zweier- oder Dreiergruppen vermieden werden. Sie brauchen nicht länger als fünf Minuten zu dauern.
H Herz und Verstand
Sprechen Sie bei Veranstaltungen nicht nur die Köpfe der Teilnehmenden an. Prüfen Sie Ihr Veranstaltungskonzept darauf, ob es die Teilnehmenden auch emotional anspricht und Spaß macht.
I Infobörse
Wenn Menschen zusammenkommen, ist dies immer auch eine Gelegenheit, Informationen auszutauschen. Wenn der Rahmen zu klein ist, um verschiedenen Gruppen Info-Tische anzubieten, kann auch eine Pinwand mit »biete« und »suche« wertvolle Dienste tun.
J Jeder kann einen Beitrag leisten
Bloßes Zuhören und Zuschauen kann man auch zu Hause vor dem Fernseher. Versuchen Sie deshalb vor der Veranstaltung, möglichst alle Teilnehmenden in irgendeiner Form aktiv zu beteiligen (siehe Bewegung und Gruppenarbeit). Sie sollten auch zum Schluss Gelegenheit für Rückmeldungen geben, z.B. mit Klebepunkten auf Smilies oder auf Rückmeldebögen, die man Ausgang abgibt. Eine andere Form eines Rundenabschlusses ist auch, dass alle Teilnehmenden??, dass ein symbolisches Mikrophon herumgereicht wird und jede(r) Teilnehmer und Teilnehmerin die Gelegenheit hat, um noch ein Wort zu sagen. Dabei muss die Vorgabe ein Wort (oder max. ein Satz) streng eingehalten werden.
K Kopfstand
Kopfstand ist eine sehr anregende Methode, um den Einstieg in ein Thema oder gemeinsam Regeln für den Ablauf einer Veranstaltung zu finden. Die Teilnehmenden werden gebeten, in Zweier- oder Dreiergruppen kurz ein kleines „Horrorszenarium“ von Punkten zu notieren, wie es nicht sein sollte bzw. was man alles falsch machen könnte. Diese werden dann positiv umgekehrt und z.B. als Diskussionsregelung für die Veranstaltung aufgeschrieben.
L Locker mit Kritik umgehen
Kritik kann sehr verletzend sein, gerade wenn Sie sie als unberechtigt empfinden. Vermeiden Sie aber trotzdem, dass daraus eine unerquickliche persönliche Auseinandersetzung wird. Prüfen Sie, was Sie im Interesse aller Teilnehmenden unmittelbar übernehmen können und bieten Sie ggf. ein Gespräch darüber nach der Veranstaltung an.