Die Gesamtkomposition

Seite 2: Farben, Formen

Überschriften

  • Versehen Sie j e d e Komposition mit einer Überschrift.
  • Überschriften sind besser als »Unterschriften«, denn das Auge liest von oben nach unten.
  • Formulieren Sie Überschriften als Aussagen:
    Statt: »Entwicklung der Ausgaben«
    Besser: »Die Ausgaben haben sich verdoppelt«
    Statt: »Jugendfarmbesucher nach Altersgruppen«
    Besser: »Die meisten unserer Jugendfarmbesucher sind jünger als 14 Jahre«

Textelemente

  • Visualisiert werden grundsätzlich Stichworte, keine Sätze. Schreiben Sie jedes Wort aus – benutzen Sie keine Abkürzungen oder Kürzel, denn Abkürzungen sind nicht eindeutig.
  • Auf eine Folie schreiben Sie maximal 8 Zeilen im Querformat bzw. 15 Zeilen im Hochformat in ausreichend großer Schrift (mindestens 20 Punkt).
  • Auf einer Karte schreiben Sie maximal drei Zeilen und fangen Sie jede Zeile links an.
  • Quellenangaben müssen sein – aber unauffällig.
  • Inverse Schrift (helle Schrift auf dunklem Grund) reduziert die Lesbarkeit um 30 %.

»Wat jestrich’n is, kann schon nich durchfall’n.«

Eine der größten Sünden bei der Vorbereitung ist: Halbpassendes ungeändert übernehmen. Wählen Sie (selbst)kritisch aus. Machen Sie es passend!! Oder zeigen Sie es nicht.

Trainieren Sie das Weglassen. Weniger ist oft mehr. Wenn es sehr viele Folien waren, sagen sonst Ihre Zuhörer: »Na, – drei Folien mehr und es wäre ein Film gewesen...«.

Schauen Sie sich das, was Sie tun wollen vom Blickwinkel der Zuschauer an. Würden Sie selbst gerne diese Bilder sehen, diesen Vortrag hören? Falls nicht – werfen Sie den Vortrag weg und beginnen Sie neu.

Testen Sie Ihre Visualisierung auf Rechtschreibung und Überflüssiges

Geben Sie Ihre Folien und Plakate Ihren Kollegen, Feunden und Familienmitgliedern zum Probelesen und versprechen Sie:

  • Einen Euro für jeden entdeckten Rechtschreibfehler. Wer sich intensiv mit einer Gestaltung beschäftigt, sieht zum Schluss seine Rechtschreibfehler und Auslassungen nicht mehr.
  • Einen Euro für jedes überflüssige Wort, das Ihre »Probanden« Ihnen nachweisen können.

Vielleicht wird diese Übung teuer – aber lehrreich ist sie auf jeden Fall. Unnötige Worte ermüden und verwirren unsere Zuhörer und schwächen unsere Kernaussagen.

Sparschwein

Sinn-volle Farben und ...

Farbe bringt Wirkung. Formen, Farben und Musterungen sind Bedeutungsträger, ebenso Schriftarten. Also verwenden sie »übliche« Darstellungsweisen und wechseln Sie sie nur bei Sinnwechseln:

Symbol: »Beispiel« (Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger)
  • Wichtiges rot
  • Angaben zur Initiative in der Kennfarbe der Initiative (CI)
  • Urwald grün – Wüste gelb
  • und das im ganzen Vortrag einheitlich
  • An was denken Sie bei einer lila Kuh? Genau!
Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Farbe im Text erhöht

  • die Lesebereitschaft um 40 %
  • die Verständlichkeit um 73%
  • die Merkfähigkeit um 85%


Vorsicht vor Farborgien:
Grundfarbe schwarz plus drei weitere Farben je Komposition sind meistens genug. Das gilt für Schrift-, Karten- und Materialfarben.

... sinn-volle Formen

Verschiedene Formen: Rechteck, Wolke, Oval, Sechseck und Kreis

Für Formen gelten die gleichen Prinzipien wie für Farben. Hier noch einige Formen und ihr üblicher Einsatz:

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)
  • Benutzen Sie normalerweise Rechtecke.
  • Wolken sind Überschriften und Fragen vorbehalten,
  • Ovale, Kreise, Sechsecke etc. dienen Ergänzungen und zur Hervorhebung und Betonung.