Generalprobe(n)

Seite 3: Veranstaltungsraum nutzen

5 vor 12: Den Veranstaltungsraum wirkungsvoll (aus)nutzen

Idealerweise haben Sie sich den Raum ein paar Tage vorher besehen oder haben sich schon vorab mit den Veranstaltern abgesprochen, wie »Ihr« Raum gestellt sein soll: Stuhlkreis, parlamentarisch (= mit schmalen Tischen), »U-Form«, »Klassenzimmer«, Stuhlreihen o.ä. ...

In jedem Fall befindet er sich meist »irgendwie« in vorbereitetem Zustand oder auch so, wie ihn der Vorbenutzer des Raumes hinterlassen hat.

Sie sollten ihn nie – wirklich n i e m a l s !!! – unüberlegt in diesem Zustand übernehmen. Hausmeister haben – Verzeihung – nur selten fundierte Kenntnisse in Präsentationstechnik, außer vielleicht im hochprofessionellen Messebereich. Und auch dort stehen Sie zunächst allein, denn niemand außer Ihnen weiß wirklich, was Sie vorhaben. Überlegen Sie also gut:

Wieviel »Luft« braucht die Raumgröße? Wie wird der Raum belüftet?
Für viele Motivationsveranstaltungen ist ein kleiner »voller« Raum viel besser als ein großer, »halbleerer«, in dem es mehr freie Stühle als Zuhörer hat.
Schlecht belüftete Räume sind immer »tödlich« für die Konzentration der Teilnehmer.
Seien Sie auf alle Möglichkeiten vorbereitet, öffnen Sie aber Trennwände erst bei Bedarf vollständig. Manchmal hilft »spaltweises« Öffnen bei der Belüftung.

Wo soll Ihre Stirnwand des Raumes sein? Wo wollen Sie stehen?
Von allen Seiten gut zu sehen, keine Lichteinstrahlung von hinten?

Bauen Sie Raum-»Barrieren« ab
Reden Sie ohne Pult, wann immer es möglich ist und bauen Sie möglichst alles, was zwischen Ihnen und Ihren Zuhörern steht, ab: Podiumstische, Rednerpult, OHP etc. Es ist leichter, das Publikum zu erreichen, wenn Sie freien Zugang zu den Menschen haben. Vielleicht lassen sich die Podiumstische wenigstens etwas auseinanderrücken, damit Sie einen Durchgang zur Raummitte haben.
All dies geht öfter, als Sie jetzt denken. Ausnahmen sind sehr festliche, hochkarätige oder sehr traurige Veranstaltungen. Vielleicht können Sie sich wenigstens  n e b e n  das Pult stellen (Funkmikros machen es möglich –> Vorher abklären!).

Was stellen Sie wo?
Überlegen Sie: Wo hängt mein Vortragsplakat so, dass ich mir nicht selbst im Bild stehe?
Wo stelle ich den Projektor hin, wo sollte ich stehen, damit jeder die Leinwand sehen kann?
Setzen Sie sich probeweise selbst als Zuhörer »ganz links«, »ganz rechts«, »ganz hinten«.

Welche Medien setzen Sie als »überdimensionalen Spickzettel« ein?
Hier gilt: Je größer ein Spickzettel ist, desto weniger fällt er auf. Niemand wird vermuten, dass das Plakat mit Ihrer Vortragsgliederung auf dem Flip-Chart auch für Sie eine gute Merkhilfe ist. Andere »Spicker« sind Folien, softwaregestützte Präsentationen (Powerpoint), eine vorbereitete Wandtafel, Dias oder andere Anschauungsmittel...
Alle diese Medien können – richtig eingesetzt – hervorragende Merkhilfen für Sie sein.
Dies heißt jedoch nicht, dass Sie nur das »vorlesen«, was auf Flip-Chart oder Folien steht.