Generalprobe(n)

Seite 2: Missverständnisse

Einige verbreitete Missverständnisse

Jemand spricht mit dem Rücken zum Publikum

Falsch: Reden gegen die Wand

Das Publikum will, dass Redner und Rednerinnen vortragen und nicht Folien vorlesen. Wer sich mit der Wand unterhält, statt sein Publikum zu unterhalten, begeht einen schweren Kunstfehler. Wenn Sie sich auf einer Folie orientieren wollen/müssen, tun Sie dies bitte schweigend: Dann zeigen Sie - z.B. mit der Hand oder besser einem Zeigestock - auf den Punkt, der Ihnen wichtig ist, wenden Ihre vordere Körperseite vollkommen Ihrem Publikum zu und beginnen erst dann zu sprechen, wenn Sie Blickkontakt mit Ihren Zuhörern haben.

Ein Mann an einem Rednerpult

Falsch: Ein Rednerpult müsse sein

Das Publikum will möglichst viel von der vortragenden Person sehen. Alles, was zwischen uns und dem Publikum steht, reduziert unsere Wirkung. Das gilt auch für das Rednerpult.

Jemand versteckt sich beim Reden hinter seinem Manuskript

Falsch: Frei reden lernen könne man nur als junger Mensch

Schriflticher Kommentar eines älteren Studenten, 77 Jahre alt:
»Die rhetorische Übung hat bei mir viel Positives bewirkt. Seit einem Jahr kann ich alle Predigten und Ansprachen völlig frei halten, was mir schon viel Anerkennung eingetragen hat. Wenn ich bedenke, dass in in meinem langen Berufsleben vorher die vielen Reden fast ganz abgelesen habe, ist das ein erstaunlicher Erfolg...«