Klarheit am Anfang

Seite 2: Begrüßung, Thema

2. Begrüßung und ...

Mann steht an Flipchart und redet

Begrüßen Sie Ihr Publikum passend zu Vortragsthema und Zielgruppe:

  • »Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger«,
  • »Guten Morgen, meine Damen und Herren«
  • »Liebe Freundinnen und Freunde des Naturschutzgebietes ›Oberes Donautal‹, ...«
  • »Meine sehr verehrten Damen und Herren« ist neutral und geht immer.

»Nachdem ich mich hier oben versammelt habe, möchte ich etwas fallen lassen, und zwar die Bemerkung, dass es leichter ist, eine Bemerkung fallen zu lassen als eine Rede zu halten.«
(Heinz Erhardt)

. . . Vorstellung

Stellen Sie sich zunächst als Redner kurz vor: Die Menschen interessiert, wieso gerade Sie etwas zum Thema zu sagen haben. Hinweise zum Aufbau Ihrer eigenen Vorstellung finden Sie an späterer Stelle. Eleganter, jedoch auch gefährlicher ist es, sich von offizieller Seite vorstellen zu lassen.

  • Vorteil: Im Idealfall lobt Sie ein anderer.
  • Nachteil: Sie geben die Kontrolle darüber ab, was über Sie gesagt wird.
Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Sprechen Sie sich mit der Person, die Sie vorstellt, vorher inhaltlich ab, damit die Einführung Ihrer Person auch die Punkte enthält, die Ihnen wichtig sind. Verraten Sie jedoch niemandem,  w i e  Sie beginnen werden, vor allem nicht den Veranstaltern, die Sie vorstellen werden. Je größer das »Ereignis« , desto aufgeregter sind alle Beteiligten. Meist fehlt kurz vor Beginn auch die Zeit für genaue Absprachen. Wenn Sie vorher erzählen, welchen Einstiegsscherz, welche Einstiegsformulierung oder welchen »Ohröffner« Sie vorhaben, wird ihn – vor allem, wenn er gut ist – vor Aufregung jemand anderes verwenden und Sie müssen sich Sekunden bevor Sie »dran« sind, etwas anderes ausdenken.

3. Thema

Nennen Sie zu Beginn Ihr Thema (» Mein Thema lautet:...«) .

Vermeiden Sie Formulierungen wie »Mein Thema wird viel diskutiert und ist schon in zahlreichen Rundfunk­sendungen und auch neulich im Fernsehen...«. Kurt Tucholsky (1890–1935) zitiert in »Ratschläge für einen schlechten Redner« einen chinesischen Studenten, der so begann: »Lassen Sie mich Ihnen in aller Kürze die Entwicklungsgeschichte meiner chinesischen Heimat seit dem Jahr 2000 vor Christi Geburt...«. Er blickte ganz erstaunt auf, weil die Leute so lachten.«