Mediation und politische Konflikte

Seite 5: Anmerkungen und Quellen

(1) Über Konflikte und den Zusammenhang zwischen Konflikt und Gewalt ist viel veröffentlicht worden. Dies soll hier nicht systematisch dargestellt werden. Diesem Text ist ein Konfliktverständnis zugrunde gelegt, das sich an Friedrich Glasl (Konfliktmanagement), Pat Patfoort (Sich verteidigen ohne anzugreifen) und Christoph Besemer (Konflikte verstehen und lösen lernen) anlehnt.

(2) Die »Schlichtung Stuttgart 21« war streng genommen keine Schlichtung, sondern wie Heiner Geißler es ausdrückte ein »Fakten-Check« – allerdings mit einem (unerwarteten) Schlichterspruch am Ende.

(3) Vgl. Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (Hrsg.): Konsens. Handbuch für gewaltfreie Entscheidungsfindung, Gewaltfrei Leben Lernen e.V., Karlsruhe 2004, S. 117ff.

(4) Der detaillierte Ablauf einer Mediation findet sich in: Christoph Besemer: Mediation. Die Kunst der Vermittlung in Konflikten, Gewaltfrei Leben Lernen e.V., Karlsruhe 2009.

(5) Vgl. Christoph Besemer: Mediation. Die Kunst der Vermittlung in Konflikten, Gewaltfrei Leben Lernen e.V., Karlsruhe 2009, S. 176 ff. und 142 ff.

(6) Zum Beispiel Anwaltsplanung, Bürgerpanel, Planungszelle, Bürgerforum: vgl. Stiftung Mitarbeit (Hrsg): Praxis Bürgerbeteiligung. Ein Methodenhandbuch, Bonn 2009 (3. Aufl.).

(7) Vgl. Roger Fisher/ William Ury: Das Harvard-Modell. Sachgerecht verhandeln – erfolgreich verhandeln, Frankfurt a.M./New York 1984, S. 145ff.

(8) Vgl. etwa Badische Zeitung vom 3. April 2013: »Bürgerdialog litt unter hohen Erwartungen. Auswertung zu Atdorf liegt vor. Stuttgart/Atdorf (fs/dpa). Auch der runde Tisch zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk in Atdorf konnte den Konflikt um das Projekt nicht lösen. ›Der Dialogprozess hat die Positionen zum Neubauprojekt nicht verändert‹, heißt es in dem Abschlussbericht‚ ›Runder Tisch Atdorf‹, den das Umweltministerium am Dienstag im Internet veröffentlichte. ›Im Lauf des Prozesses hat sich eher noch eine stärkere Polarisierung eingestellt.‹ [...] Im Fall Atdorf seien viele Teilnehmer deshalb enttäuscht, weil ihre Erwartungen überhöht waren und nicht erfüllt werden konnten. Für einen Kompromiss war das Verfahren zu weit fortgeschritten, es begann erst nach der Raumordnung. [...]«.

(9) Vgl. König, Ursula/ Wasserman, Emanuel/ Büsser, Maurus: Was macht Beteiligungsverfahren zu Mediation? In: Perspektive Mediation 4/2012, S. 227.

Symbol: »Literaturtipp« (ein stilisiertes geöffnetes Buch)

Besemer, Christoph: Mediation. Die Kunst der Vermittlung in Konflikten, Gewaltfrei Leben Lernen e.V., Karlsruhe 2009.

Fisher, Roger/Ury, William: Das Harvard-Modell. Sachgerecht verhandeln – erfolgreich verhandeln, Campus Verlag, Frankfurt a.M. – New York 1984.

Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement. Ein Handbuch zur Diagnose und Behandlung von Konflikten für Organisationen und ihre Berater, Bern/Stuttgart 1992 (3. Aufl.).

König, Ursula/ Wassermann, Emanuel/Büsser, Maurus: Was macht Beteiligungsverfahren zu Mediation? In: Perspektive Mediation 4/2012, ISSN 1814-3895.

Patfoort, Pat: Sich verteidigen ohne anzugreifen. Die Macht der Gewaltfreiheit, Gewaltfrei Leben Lernen e.V. Karlsruhe 2008.

Stiftung Mitarbeit, Ley, Astrid/Weitz, Ludwig (Hrsg.): Praxis Bürgerbeteiligung. Ein Methodenhandbuch, Verlag Stiftung Mitarbeit, Bonn 2009 (3. Aufl.).

Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden (Hrsg.): Konsens. Handbuch zur gewaltfreien Entscheidungsfindung, Gewaltfrei Leben Lernen e.V., Karlsruhe 2004.