Verwirklichungsphase

  • Am Beginn dieser dritten Phase der kreativen Lösungssuche steht man häufig vor einem Berg ungeordneter, »chaotischer« Ideen. Es empfiehlt sich so vorzugehen, dass dieser »Berg« zunächst übersichtlich gestaltet wird.

  • Am Anfang sei auf die Darstellung der Mind-Map-Methode verwiesen. Sie leistet auch hier gute Dienste, da sie es ermöglicht, in Bezug auf bestimmte Ordnungskriterien Übersicht zu schaffen.

  • Eine zweite Möglichkeit, sich einen Überblick über die Ideensammlung zu verschaffen, besteht in einer tabellarischen Übersicht. Hier werden die Ideen zunächst untereinander geschrieben.

  • Die PMI- Methode nach Edward de Bono dient der bewusst gesteuerten Aufmerksamkeit, die sich zuerst auf die Sammlung von Plus-Punkten (P), dann auf die von Minus-Punkten (M) und letztlich auf die von interessanten Punkten (I) einer Idee oder eines Vorschlags richtet.

  • Eine präzise Untersuchung der Verwirklichungsmöglichkeiten ist die »Methode der vier Prüffragen«. Mit ihr werden in einer Kleingruppen-Diskussion vor einer Plakatwand gemeinsam folgende Fragen untersucht und stichwortartig beantwortet.

  • Wenn es sich um Problemstellungen handelt, zu deren Lösung präzise Kriterien oder Ziele formuliert wurden, die mit der Lösung erfüllt werden sollen, dann kann ein Profil der Kriterienerfüllung oder Zielerreichung als vergleichende Ideenbewertung erstellt werden.

  • Ist es von der Komplexität und Schwierigkeit des Themas her geboten, sollten bei der Bewertung der Ideen Experten zu Rate gezogen werden. Sie sollten möglichst nicht in der Fantasiephase mitgewirkt haben den Teilnehmern die Ideenbewertung nicht abnehmen

  • Falls aus der Ideenbewertung nicht eine einzige Lösung als eindeutige und überzeugende »Siegerin« hervorgeht, muss unter mehreren Alternativen gewählt und entschieden werden: per Würfelmethode, Punkten oder Entscheidungsmatrix.

  • Am Ende einer kreativen Lösungssuche steht meist ein Maßnahmenbündel, für das bis zur Umsetzung noch einige Arbeitsschritte zu leisten sind. Diese lassen sich als Schlusspunkt der gemeinsamen Arbeit in einem Aktions-Plan festhalten.

  • Gute Ideen »verkaufen« sich nur in den seltensten Fällen von allein. Sie sollten bemerkt werden, konkurrieren mit anderen und müssen sich durchsetzen. Die Frage ist also: Wie kann man Ideen erfolgreich präsentieren?

  • Vergessen Sie über das Entdecken Ihrer verborgenen schöpferischen Kräfte aber auch nicht, daß nicht alles, was wir Menschen uns wünschen, machbar ist und nicht alles Machbare auch sinnvoll.