Anerkennung

Kampagnen und Aktionen sind Feuerwerke und Leuchttürme im Organisationsalltag. Sie sind insofern attraktiv für Freiwillige, weil das Engagement von vorne herein absehbar begrenzt ist. Es beschränkt sich klar auf die Dauer der Kampagne oder den Termin der nächsten Aktion. Trotzdem braucht auch dieses Engagement von Freiwilligen einen Abschluss und eine Wertschätzung.

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Wertschätzung heißt hier:

  • individuelle Anerkennung geben
  • besonderes Engagement hervorheben und würdigen
  • Engagement reflektieren und gemeinsam auswerten
  • Engagement bescheinigen
  • Freiwilligen danken und sie verabschieden
  • Feiern bei gelungenen Aktionen

Ein wertschätzender Umgang mit den Engagierten vor, während und nach der Aktion ist selbstverständlich für eine gelingende Anerkennungskultur. Nachhaltig agierende Freiwilligenkoordinator/innen sollten zudem die Frage im Blick behalten: Wie bleiben Freiwillige dabei? Paradoxerweise gelingt dies zum einen dadurch, dass Freiwilligenkoordinator/innen Offenheit dafür zeigen, wenn Freiwillige ihr Engagement reduzieren oder aussteigen wollen. Ein verständnisvoller Umgang hierbei öffnet zugleich die Tür für einen Wiedereinstieg. Ein weiterer Erfolgsfaktor der Anerkennungskultur ist die Verstärkung der Bindung der Ehrenamtlichen an die Organisation.

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Bindung an die Organisation heißt hier:

  • Wertschätzung des Engagements der Freiwilligen authentisch und individuell ausdrücken
  • Freiwillige individuell begleiten und beraten
  • Kummerkasten haben, Kummerkasten sein
  • Vernetzung von Freiwilligen, die an der Kampagne/Aktion teilgenommen haben, anregen und Erfahrungsaustausch ermöglichen (Nachtreffen, Auswertungstreffen)
  • Ehemalige informieren, auf dem Laufenden halten, Einstiege auch später ermöglichen
  • Erstellen eines Newsletter, der an die Gruppenmitglieder verschickt wird
  • Gruppengefühl fördern: Gruppe der Aktiven/Freiwilligen stärken, gemeinsame Events anbieten