Was ist Campaining?

Kampagnen sind etwas für Menschen, die nicht beim Konjunktiv »man müsste« und »wir sollten« stehen bleiben, sondern bei einem Thema selbst Verantwortung für eine Veränderung übernehmen wollen und sie strategisch anpacken. Kampagnenarbeit ist aufregend und vielfältig. Sie fordert dazu heraus, sich eigene Ziele zu setzen und diese ernst zu nehmen. Kampagnen schulen darin, in möglichen (politischen) Entwicklungen und Alternativen zu denken und eigene Strategien immer wieder neu zu justieren. Vor allem aber ist es mit wenigen anderen Protestformen so gut möglich, eine intensive gesellschaftliche Auseinandersetzung zu initiieren und aktiv voranzutreiben – auch, wenn man keine große Organisation mit viel Geld und Personal im Rücken hat, sondern vor Ort an einem konkreten Konflikt beginnt.

Dieser Überblick über die Grundzüge von Campaining und ausgewählte Kampagnenformen zeigt auf, wieso in der Praxis oft ein »Methodenmix« gut geeignet ist, eine intensive gesellschaftliche Auseinandersetzung zu initiieren und aktiv voran zu treiben – auch, wenn man keine große Organisation mit viel Geld und Personal im Rücken hat, sondern vor Ort an einem konkreten Konflikt beginnt.

  • Meistens ist ein konkretes Problem oder ein konkreter Konflikt der Anlass für eine Kampagne. Der erste notwendige Schritt ist daher eine genaue Analyse. Daraus ergeben sich konkrete Ziele, die mit der Kampagne erreicht werden sollen.

  • Das Brennglas ist ein passendes Symbol, um eine Kampagne im Unterschied zu einer Mischung nicht zielgerichteter Aktionen zu beschreiben: Es kostet Kraft und Grips, politische Energie so zu bündeln, dass sie »zündet«. Aber es gibt zahlreiche Beispiele, die zeigen, was Kampagnen erreichen können.

  • Für eine erfolgreiche Kampagnenführung gibt es weitere Gelingensfaktoren: das Gespür für den richtigen Moment, eine gute Geschichte, den konstruktiven Umgang mit Eskalation und eine realistische Einschätzung der vorhandenen Ressourcen.