Aktionsauswahl und Konzeption

Aktionsauswahl und Konzeption

Indem die Aktionsideen mit den Zielen sowie den Aufgaben und Ressourcen abgeglichen werden, und die Mitglieder der Gruppe sich auch hinsichtlich ihrer Lust und Überzeugung austauschen, wird sich auf eine Aktionsidee geeinigt. Die genaue Konzeption der Aktion ist abhängig vom jeweiligen Thema und den spezifischen Gegebenheiten der Gruppe, des Ortes, der Jahreszeit und vielen anderen Faktoren.

Um herauszufinden, was alles beachtet und geplant werden muss und gleichzeitig ein gemeinsames Bild der Aktion zu bekommen, bietet sich an, den Aktionsablauf in allen Details gemeinsam zu beschreiben:

  • Wann und wie beginnt die Aktion?
  • Was geschieht dann und wer agiert/kümmert sich jeweils?
  • Wie und wann endet die Aktion?
  • Wer baut ab und räumt auf?
  • Was könnte schief gehen (schlechtes Wetter, zu wenig Teilnehmer/innen, Passant/innen »stören« die Aktion, etc.)?
Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Dafür ist es gut, alternative Handlungsmöglichkeiten und Aktionsabläufe (bzw. Aufgaben/Rollen) zu entwickeln. Je nach Aktion kann auch die gemeinsame Festlegung auf »Abbruchkriterien« sinnvoll sein (Kälte, Regen, Pressevertreter/innen gehen, es wird Beteiligten zu viel, etc.).

Durch das detaillierte Durchsprechen und gedankliche Ausmalen des Aktionsablaufes gelingt es, noch offene Punkte zu finden und zudem ein gemeinsames Bild entstehen zu lassen, das sich als Grundlage eines Aktionsbildes und Aktionskonsens eignet und auch zur Mobilisierung für eine Aktion eingesetzt werden kann. Darin wird für alle anschaulich beschrieben, was sie bei der Aktion erwartet, wie die Aktion ablaufen wird und wie die Aktivist*innen agieren werden.

Auch hinsichtlich der notwendigen und geeigneten Anmeldung der Aktion (zumeist als politische Versammlung) muss sich festgelegt, mögliche rechtliche Folgen der Aktion eingeschätzt sowie ein Umgang damit langfristig eingeplant werden (z.B. Hinzuziehung einer Anwält/in). Ebenso ergibt sich aus der gesamten Aktionsbeschreibung der Bedarf an Materialien und Finanzen. Wenn nötig, müssen sich daran Überlegungen für ein Fundraising anschließen.

In dieser Phase kann es auch passieren, dass sich eine bereits ausgewählte Aktionsform als ungeeignet erweist, da die dafür nötigen Voraussetzungen nicht erfüllt werden können. Dann muss noch mal an einer neuen Aktionsidee überlegt werden.