Dramaturgie und Redaktionsplan

Dramaturgie und Redaktionsplan

Für die Kommunikation von Kampagnenbotschaften kommen für zivilgesellschaftliche Organisationen verschiedene Kommunikationskanäle und –produkte verschiedener Anbieter in Frage. Die hohe Kunst ist es, Print und digitale Medien geschickt miteinander zu verknüpfen, um so das eigene Anliegen möglichst öffentlichkeitswirksam zu verbreiten.

Kampagnen brauchen eine Dramaturgie, die in der Regel von einer (digitalen) Kommunikationsstrategie begleitet wird. Daran ausgerichtet, ist es sinnvoll, einen Social Media Redaktionsplan zu entwickeln. So behalten die Verantwortlichen den Überblick und können punktgenau und zielgruppengerecht Inhalte (Fotos, Videos, Infografiken etc.) konzipieren und produzieren, um sie dann zu strategisch bedeutsamen Momenten zu veröffentlichen. So können die Inhalte maximale Wirkung entfalten.

Im Netz und vor allem in sozialen Netzwerken lässt sich wunderbar ein Grundrauschen erzeugen. Das macht Menschen aufmerksam für das jeweilige Kampagnenanliegen. Im Idealfall gelingt es, einen sog. viralen Effekt zu erzielen und dadurch ein Vielfaches der eigenen Fan-Basis zu erreichen.  So verbreitet sich die Botschaft.

Ein »viraler Effekt« ist die Übertragung des analogen Konzepts der Mund-zu-Mund-Propaganda in die digitale Sphäre. Virale Effekte können sich durch E-Mails, Foren, Chats und Blogs sowie durch Einträge in sozialen Netzwerken verbreiten. Die Besonderheit liegt darin, dass die angesprochene(n) Zielgruppe(n) mithilfe der von ihnen individuell genutzten Kommunikationskanäle beispielsweise die Kampagnenbotschaft aus eigenem Antrieb an Freunde und Bekannte weiterleiten.  

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

Neben der Nutzung von Social Media zur Verbreitung der eigenen Botschaft, kann man Social Media auch als Feedback-Kanal nutzen. In der Vorbereitungsphase einer Kampagne lässt sich gut erkennen, ob ein Thema überhaupt Anklang bei den Unterstützer/innen findet und – falls ja – in welcher Form. So kann man Unterstützer/innen um ein Feedback beispielsweise zum visuellen Leitmotiv (»Key Visual«) oder zum zentralen Slogan einer Kampagne bitten. 

Zudem lassen sich Umfragen gestalten sowie erste Verbündete bzw. Multiplikator/innen identifizieren. Das Feedback dient so als Indikator, wie wichtig oder emotional ansprechend die Unterstützer/innen ein Thema finden. Es ist ein wertvoller Hinweis darauf, ob die eigene Botschaft ankommt oder nicht.