Exkurs: Mittel sind keine Ziele
»Mittel und Ziele werden gerade beim helfenden Handeln vielfach verwechselt. Die Unterscheidung zwischen beiden scheint kaum geübt. So nannten beispielsweise Mitarbeiter einer Beratungsstelle als wichtigstes Ziel ihrer Arbeit die ›stetige Erhöhung von Personalstellen‹, ohne genaue Angaben über die Entwicklung der Nachfrage oder über messbare Erfolge ihrer Beratungstätigkeit im Verhältnis zum Personaleinsatz machen zu können. Es gab kein definiertes Ziel, an dem die Vertretbarkeit der Forderung ›mehr Personal‹ hätte nachgewiesen werden können. Was allenfalls als Mittel diskutierbar war, wurde zum Ziel ernannt.
Wenn Ziele helfender Einrichtungen überhaupt benannt werden, dann nicht selten so: ›Menschen beistehen‹, ›vertrauensvolle Kontakte herstellen‹ oder ›wohnliche Atmosphäre schaffen‹. Doch auch dies sind Mittel, die das Erreichen bestimmter Ziele, wie der Befähigung zur Selbsthilfe, erst ermöglichen. Ähnlich werden bei Tagen der offenen Tür in Hilfeeinrichtungen Aktionen und Angebote wie ›Informationen geben‹, ›Menschen ansprechen‹ oder ›zum Mitmachen bewegen‹ als Ziel benannt. Auch damit werden nicht Ziele, sondern lediglich Mittel und Wege benannt, um einem Ziel, beispielsweise den Bekanntheitsgrad oder die Akzeptanz der Hilfeeinrichtung zu erhöhen, näher zu kommen.«
Die Organizer-Spirale – Eine Anleitung zum Mächtig-Werden für Kampagnen, Initiativen, Projekte
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Ulla Eberhard
Geschäftsführerin der Kölner Freiwilligen Agentur
Monika Jostes
Lehrerin i.R.
milan
Gruppentrainer und Supervisor im Bereich gewaltfreier Aktion und kreativer Konfliktlösung
Dieter Schöffmann
Inhaber »VIS a VIS Agentur für Kommunikation«
Beratung, Konzeption, Projektentwicklung, Qualifizierung IndiTO – Bildung, Training und Beratung für Individuen, Teams und Organisationen
Peter Wattler-Kugler
Dipl. Psychologe, selbstständiger Organisationsentwickler, Berater, Coach, Mediator
Inhaber des iD - INNOVATIVE DIENSTE KÖLN