Recherche

Mit der Recherche werden in einem vorher zu bestimmenden Rahmen (Zeit-, Personal-, Geldaufwand) alle möglicherweise bedeutsamen Daten, Fakten und Informationen (vorhandene Analysen, Ideen, Erfahrungen, Meinungen etc.) zusammengetragen. Zur Recherchevorbereitung sollten alle Mitglieder der Initiative zusammenkommen. Das in der Phase I »Ausgangslage« formulierte Erkenntnisinteresse wird rekapituliert bzw. jetzt erstmals formuliert. Mit einer Stoffsammlung (z.B. in der Form des Brainstormings oder Brainwritings) wird zusammengetragen,

  • wer was schon zum Thema weiß;
  • welche Informationsquellen bekannt sind;
  • welche davon für das Thema interessant sein könnten;
  • wer was unter Analysegesichtspunkten besonders gut kann bzw. gerne macht (Lesen, in Bibliotheken oder im Internet stöbern, Leute befragen etc.);
  • wie viel Zeit, Energie und Geld in die Recherche gesteckt werden soll.

Wichtig ist allerdings, den manchmal uferlosen Recherchemöglichkeiten Grenzen zu setzen, denn Quellen existieren, zumindest in Großstädten, sehr viele, z.B. Verbände, Organisationen, Parteien, Ministerien und andere Behörden, Unternehmen, Fachredaktionen bei Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk oder Fernsehsendern etc., die in der einen oder anderen Weise schon einmal mit dem Thema befasst waren oder sind. Diese können telefonisch oder schriftlich zu ihren Positionen und Meinungen befragt werden und darüber hinaus Selbstdarstellungs- und Informationsmaterial zum Thema schicken. En passant stößt man beim Durchforsten solcher Quellen häufig auf neue Recherchemöglichkeiten (Personen, Institutionen). Post- und e-mail-Adressen sowie Telefon- und Faxnummem sind in entsprechenden Nachschlagewerken in Bibliotheken zu finden, etwa im Oeckl: Taschenbuch des Öffentlichen Lebens, im Stamm: Verzeichnis der deutschen Presse, oder in den Kroell-Pressetaschenbüchern mit Angaben zu Fachjournalistinnen und -journalisten verschiedenster Themenbereiche.

  • Hochschulbibliotheken, Stadtbüchereien, Fachbibliotheken sowie Archive:
    Sie bieten oft einen reichhaltigen, wenn auch nicht immer aktuellen Literaturfundus.
  • Expertenbefragungen:
    Sie können wertvolle Hinweise auf Fakten, Sichtweisen und Meinungen bieten. Hier kann die telefonische Recherche ein guter Einstieg sein. Berichterstattungen in allgemeinen und Fachmedien zum Thema zitieren häufig Fachleute namentlich. Über die jeweilige Redaktion kann ein Kontakt hergestellt werden.
  • Befragungen von Freunden, Kolleginnen, Nachbarn, Bekannten etc.:
    Auch bei ihnen können wichtige Einschätzungen, Tipps und Informationen zusammengetragen werden.
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Online-Datenbanken:
Zunehmend bieten Zeitungen und Zeitschriften (TAZ, FAZ, FR, SZ, Handelsblatt, Spiegel, Zeit etc.) ihre Artikel der vergangenen Tage und Jahre auch in solchen Datenbanken an. Der Zugriff darauf ist allerdings nicht immer billig und einfach. Stadtbüchereien und Universitätsbibliotheken bieten hier jedoch recht günstige Zugänge und vor allem Hilfestellung bei der Online-Datenbankrecherche.

Zum Einstieg in eine weiterführende Recherche sei hier exemplarisch der Servicebereich des Vereins für Friedenspädagogik Tübingen genannt.

Der Wegweiser Bürgergesellschaft bietet in der Datenbank Akteure in  Handlungsfeldern der Bürgergesellschaft zahlreiche Links zu Organisationen und Internetportalen mit weiterführenden Datenbanken zur Recherche in diversen Themenfeldern.