Beispielgeschichte: Das Mühlenviertel BI

Seite 4: Phase II: Der Spielverderber

Auf der nächsten Sitzung werden die Analyse-Ergebnisse präsentiert und eine »Bedingungsanalyse« bezüglich der potenziellen Zielgruppen erstellt.

Als Gegner/innen werden u.a. genannt:

  • regierende Ratsfraktion
  • Partei X
  • Anwohner/inneninitiative in Nachbarschaft einer Flüchtlingsunterkunft
  • Ausländerbehörde und Ordnungsamt
  • Polizei
  • Lokalzeitung
  • Bürgermeister


Auf unserer – und damit der Unterstützer/innenseite – stehen neben anderen:

  • Ausländerbeirat der Stadt
  • Intendant des örtlichen Schauspielhauses
  • Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde und deren Pfarrerin
  • Stadtmagazin und Lokalradio
  • Partei Y (Opposition im Rat)
  • Stadtcaritasverband und Diakonie
  • Die örtliche »Agenda 21 – Gruppe«
  • die Schüler/innenvertretung der Büchner-Schule
  • Besitzer/innen der von der Stadt für die Unterbringung der Flüchtlinge    angemieteten Wohnungen
  • Volkshochschule und die beiden Dozent/innen für »Deutsch als Fremdsprache«
  • und nicht zuletzt: die Gruppe selbst

Die Mitglieder der Gruppe schauen sich einige der Zielgruppen, bzw. sich auch selbst, noch näher an und schätzen sie auf ihre Stärken und Schwachpunkte ein. So z.B.:

Mehrheitsfraktion im Rat

Macht/Stärken:

  • Einfluss auf kommunales Verwaltungshandeln
  • Einfluss auf Presse
  • Finanzbudget
  • bezahlte Mitarbeiter/innen


Schwachstellen:

  • stehen unter öffentlicher Beobachtung
  • wollen wiedergewählt werden
  • sind um ihr Image und das der Stadt besorgt


»Wir« – die BI Mühlviertel

Macht/Stärken:

  • hohe Eigenmotivation
  • Erfahrung in politischer Arbeit
  • verschiedene berufliche Fähigkeiten...
  • Beziehungen zu...
  • moralische Überlegenheit


Schwachstellen:

  • zeitliche Begrenztheit
  • neue Gruppe: Machtkämpfe
  • geringe Personaldecke
  • teilweise mühsame Informationsbeschaffung


Die Gruppe einigt sich, auf der Grundlage dieser Analyse und Einschätzungen beim nächsten Treffen über ihre Ziele für die gemeinsame Arbeit zu reden.