Nachhaltigkeit

Seite 2: Veränderung von Strukturen, Informationsverbreitung, Fördermodelle

Dazu müsste aber die Ausbildungsordnung geändert werden. Wer könnte dies tun? Das Bundesinstitut für Berufsbildung in Einvernehmen mit den Sozialpartnern (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände) und dem zuständigen Ministerium. Allein die Aufzählung der beteiligten Institutionen sollte deutlich machen, dass es nicht einfach ist, eine Ausbildungsordnung zu ändern.

Der Transfer von Projektinhalten in etablierte Strukturen gelingt nur in seltenen Fällen. Strukturen sind in der Regel recht schwerfällig und veränderungsresistent. Wenn überhaupt, dann ändern sich Systeme nur langsam oder unter hohem politischen Druck. »Changemakers«, die bestehende Strukturen zum Besseren verändern wollen, brauchen einen langen Atem. Die meisten Projekte sind vorher vorbei.

Das heißt übrigens nicht, dass Sie nicht dennoch versuchen sollten, Ihre Projektergebnisse an die etablierten Institutionen weiterzugeben. Sie haben immer die Möglichkeit, die beteiligten Akteure über Ihre Projektergebnisse zu informieren. Denn: Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn es Ihnen gelänge, neue Impulse zu setzen und Ihre Ergebnisse ins Gespräch zu bringen.

Bei dem oben genannten Beispiel gibt es auch die Möglichkeit der Verbreitung durch unabhängige Institutionen und Akteure: Die Projektergebnisse könnten in Kooperation mit Weiterbildungseinrichtungen und private Kochschulen umgesetzt werden, die dann z. B. Zusatzausbildungen zum vegetarischen Koch anbieten.

Informationen verbreiten

Sie können für ihr Projekt eine nachhaltige Wirkung auch dadurch erzielen, dass Sie Ihre Projektinhalte und -ergebnisse Akteuren zur Verfügung stellen, die für Ihr Thema eine wichtige Rolle spielen. Dies kann z. B. in Form von Publikationen oder Software-Produkten geschehen, die Sie im Verlauf des Projekts entwickeln.

Das Handbuch, das im Rahmen des Projekts entwickelt wird, stellen wir der Fachöffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Einerseits wird es während der Workshops und Veranstaltungen verteilt, die im Rahmen des Projekts stattfinden. Andererseits wird eine Druckversion des Handbuches an Hundert ausgewählte Multikplikatoren und Multiplikatorinnen und Experten und Expertinnen des Fachgebiets verteilt oder per Post versendet. Weiterhin wird das Handbuch auf der Homepage unserer Organisation in elektronischer Form mindestens drei Jahre lang kostenlos zum Download angeboten.

Fördermodelle

Die Fortsetzung eines Projekts können Sie mit weiteren Fördermitteln finanzieren. Wenn Sie eine feste Zusage von einem oder mehreren Gebern anführen können, ist das eine gute Sache. Manche Geber freuen sich auch darüber, wenn Sie das Projekt bereits während des Projektzeitraums durch zusätzliche Fördermittel ergänzen, die von anderen Geldgebern stammen. Zusätzliche Finanzierungsquellen können dazu dienen, Dauer, Umfang und Reichweite Ihres Projekts zu vergrößern.

Symbol: »Beispiel« (Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger)

Die Stiftung »Zusammenarbeit und Integration« hat sich bereit erklärt, ab dem Frühjahr 2013 weitere Fördermittel im Umfang von 20.000 Euro für das Projekt zu Verfügung zu stellen (siehe Absichtserklärung im Anhang). Diese Fördermittel sollen dazu eingesetzt werden, die Miete der Räumlichkeiten für zwei weitere Jahre und die Ausstattung der Unterrichtsräume mit fünf weiteren PC-Rechnern zu finanzieren.

Wenig überzeugend ist, wenn Sie darauf verweisen, dass Sie sich während des Projekts um (irgendwelche) Fördermittel »bemühen« werden. Das ist aber immer noch besser, als nichts zu schreiben.

Symbol: »Beispiel« (Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger)

Es ist geplant, während des laufenden Projekts weitere Sponsoren anzusprechen, die zur Weiterführung der Maßnahmen beitragen sollen. Aufgrund der guten Kontakte zu verschiedenen Unternehmen hat unser Verein in der Vergangenheit mehrfach ein Sponsoring erhalten.