Zur Geschichte des Community Organizing in Deutschland

Der von Saul David Alinsky Ende der 1930er und in den 1940er Jahren in den USA entwickelte radikal-demokratische Ansatz von Community Organizing (CO) blieb in Deutschland lange Zeit unbekannt. Erste Versuche »Amerikanische Methoden der Gemeinschaftshilfe« (1) nach Ende des Zweiten Weltkriegs in der Bundesrepublik Deutschland publik zu machen, fanden in der damaligen Fachdiskussion innerhalb der Sozialen Arbeit kaum Aufmerksamkeit. Es dominierte die Einzel(fall)hilfe, das Case Work, während sich Ansätze der sozialen Gruppenarbeit erst ganz allmählich etablierten. Der Jugendhof Vlotho sowie das Haus Schwalbach im Taunus nahmen hierbei eine herausgehobene Stellung ein.

Mit der Herausbildung der Gemeinwesenarbeit als »3. Methode« der Sozialen Arbeit ab etwa Mitte der 1960er Jahre avancierte der Kanadier Murray G. Ross zur nahezu alleinigen Leitfigur in der theoretischen Ausbildung von Sozialarbeiter/innen. Eine breite Palette von Projekten der Gemeinwesenarbeit etablierten sich in den klassischen Obdachlosenquartieren westdeutscher Städte und in den Wohnkomplexen des Sozialen Wohnungsbaus, die allerorts an den Stadträndern gebaut wurden, entstanden studentische Projekte. Das reformpädagogische Konzept von Ross stieß hier sehr schnell an seine Grenzen und der Ruf nach »aggressiven« oder »konfliktorientierten« Konzepten in der Gemeinwesenarbeit wurde laut. (2) Es war der Verdienst insbesondere des Burckhardthaus-Verlags (Gelnhausen/Berlin), der Alinskys Schriften in deutscher Übersetzung 1973 unter dem Titel »Leidenschaft für den Nächsten« (3) und 1974 unter dem Titel »Die Stunde der Radikalen« (4) herausbrachte und somit den Autor einem erweiterten Leserkreis näher brachte. Die Zusammenfassung zentraler Kapitel aus beiden Büchern (5) öffnete Alinsky einem Leserkreis, der über die Soziale Arbeit und das konfessionelle Engagement hinausging. Der Autor war seitdem in der Bundesrepublik Deutschland bekannt und auch einzelne Projekte in der Gemeinwesenarbeit reklamierten nun für sich nach dessen Konzept von CO zu arbeiten.

Konstituierung von Community Organizing in Deutschland

Die von vier Studierenden der katholischen Fachhochschule Freiburg gemeinsam verfasste Diplomarbeit (6) zum Vergleich der bundesdeutschen Gemeinwesenarbeit mit dem Community Organization in den USA löste Anfang der 1990er Jahre »die dritte Welle der CO-Rezeption« (7) in Deutschland aus. Es gab nun ernsthafte praktische Versuche, Alinskys Konzept des CO auf die spezifischen Bedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und die hiesige Wohlfahrtsorganisation zu übertragen. Die Rezeption des radikal-demokratischen Ansatzes von Alinsky hatte sich hierzulande bislang nahezu ausschließlich in theoretischer Weise vollzogen oder war maximal in vereinzelten, punktuellen Aktionen auf jeweils lokaler Basis in Erscheinung getreten. Eine Einbettung in eine langfristige Strategie zum Aufbau eigenständiger, machtvoller Bürgerorganisationen nach amerikanischem Vorbild war bis zu diesem Zeitpunkt jedoch weitestgehend nicht erfolgt.

Ein erstes Training zu CO in Deutschland wurde 1993 im Burckhardthaus Gelnhausen durchgeführt von zwei der renommiertesten und erfahrensten amerikanischen Organizern, Don Elmer (Center for Community Change, San Francisco) und Ed Shurna (Interfaith Organizing Project und Gamaliel Foundation, Chicago). Beide wurden noch von Alinsky selbst für das Organizing gewonnen und arbeiteten seit den 1970er Jahren mit dessen Mitarbeiter/innen in Chicago. Getragen wurde das fünftägige Training von mehreren örtlichen Projekten der Gemeinwesenarbeit (u. a. in Mainz, Wuppertal und Düren) sowie von Fachorganisationen (Bundesverband für sozial-kulturelle Arbeit, Köln; Bundesverband des Paritätischen Bildungswerks, Frankfurt/Main; Ev. Institut für Jugend- und Sozialarbeit, Burckhardthaus/Gelnhausen; Kölner Institut für Sozialforschung und soziale Arbeit, Köln; Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen, Frankfurt/Main; Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Saar, Saarbrücken).
»›Power to the People‹ – Ein Relikt aus der Revoluzzermottenkiste?« betitelte Maja Heiner ihren Bericht über dieses erste Training zu CO auf deutschem Boden. (8) In ihrem Artikel greift Heiner einen zentralen Aspekt aus Alinskys Konzept auf. »Das Motto ›Power to the people‹ der amerikanischen ›Community Organizers‹ meint dauerhafte, institutionalisierte, selbstverwaltete Macht« (9), wohingegen den in der Sozialen Arbeit Tätigen »Macht« doch eher suspekt erscheine und allenfalls sei hier noch von »Gegenmacht«, z. B. gegen die Bürokratie, gegen die Verwaltung oder gegen den Hausbesitzer, die Rede. »Aber als Sozialarbeiter/innen selbst Machtpositionen anstreben und eine Organisation aufbauen, die sich freimütig dazu bekennt, nach mehr Macht zu streben – das ist Gemeinwesenarbeiter/innen (wie anderen Sozialarbeiter/innen) doch eher fremd«. (10)

Es ist dies der Auftakt einer Auseinandersetzung, die für die weitere Entwicklung von CO in Deutschland prägend sein wird. Es geht um die Frage, inwieweit die sozialarbeiterische Praxis der Gemeinwesenarbeit kompatibel ist mit dem radikal-demokratischen Ansatz Alinskys, der auf den Aufbau einer eigenständigen Bürgermacht zielt. CO »ist nicht GWA ... oder gar soziale Arbeit«, fasst Heiner die Diskussionen zusammen. (11) Als wesentliche Unterschiede der beiden Bereiche führt sie an:

1. eine unterschiedliche Auftragslage (Bürger/innen vs. Wohlfahrtsinstitution/Staat: »das ›doppelte Mandat‹ von Hilfe und Kontrolle wird durch das eindeutige Mandat der organisierten Mitglieder ersetzt«),

2. »Zielstrebigkeit und Klarheit, mit der der Aufbau einer einflussreichen mächtigen Organisation zu einem inhaltlich gleichrangigen Ziel erklärt wird ... als ebenso wichtige Aufgabe wie die Bearbeitung von Mißständen und die Durchsetzung von Interessen und Anliegen der Bürger/innen« (Organisationsarbeit vs. Arbeit für das Klientel) und schließlich

3. die unterschiedliche Arbeitsbeziehung und Rollendefinition der am Prozess Beteiligten (leadership und Begleitung/Unterstützung vs. Klientelisierung und fürsorgliche Hilfe). (12)

Die Gründung des FOCO

Im Mai 1993 findet in Köln das 1. Treffen der »Community Organizers in Germany« statt, bei dem »Allgemeine Ziele« der Arbeit vereinbart werden: »1. Verbreitung von CO in der BRD/Begeisterung von ›Begeisterungsfähigen‹! 2. Schaffung eines gegenseitigen Unterstützungsnetzwerkes der Begeisterten, 3. Entwicklung von CO als eigenständiges Berufsfeld«. Als »Unterziele« der künftigen Arbeit werden genannt: die Durchführung von regelmäßigen Trainings für Fortgeschrittene und »Newcomers«, die Erarbeitung eines Trainingsprogramms, der Aufbau von Regionalgruppen als Unterstützungsnetzwerke (Praxis, Theorie, CO-Sprache), die Durchführung eines überregionalen Workshops als Unterstützungsnetzwerk mit inhaltlichen Schwerpunkten, die Herausgabe eines »Rundbriefes« als Verbindungsglied zwischen den Projekten und engagierten Personen, der Praxisaustausch mit/in den USA (Praktika, Studienreisen), die Entwicklung einer deutschen CO-Sprache, die Erarbeitung einer Materialsammlung für den Eigenbedarf und zum Verleih (Videos, Texte, Seminarvorlagen, Berichte) sowie »Impulse geben für die Aus- und Fortbildung«. (13) Es blieb jedoch nicht allein bei der Auflistung dieser zukünftigen Arbeitsvorhaben, sondern für jede einzelne Aufgabe wurden personelle Verantwortlichkeiten festgelegt, bei größeren Vorhaben auch entsprechende Arbeitsgruppen gegründet.

Auch die konkrete Form der zukünftigen Organisation der Arbeit wird beim 1. Treffen der »Community Organizers in Germany« diskutiert. Im Ergebnis wurden die Aufgaben dezentral verteilt, wichtige logistische und auch finanzielle Unterstützung, z. B. Übernahme von Druck- und Portokosten, übernahmen in dieser ersten Phase der bundesweiten Zusammenarbeit das Burckhardthaus Gelnhausen und der Verband für sozial-kulturelle Arbeit. Als Name der neuen Organisation einigte man sich auf »FOCO – Forum für Community Organizing«.

Bereits bei diesem ersten Treffen waren damit die Grundzüge und inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte der gemeinsamen bundesweiten Zusammenarbeit bis zum heutigen Tag festgelegt:

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

FOCO ist ein Forum, in dem die unterschiedlichen Umsetzungsformen und Herangehensweisen des CO ihren Platz finden, ein Zusammenschluss von CO-begeisterten Menschen (nicht nur aus der Sozialen Arbeit), eine Plattform zur Initiierung von Trainings in CO und ein Forum des Erfahrungsaustauschs mit den USA (neuerdings verstärkt auch mit den Staaten Mittel- und Osteuropas) und der kollegialen Beratung.

Nach außen hin sichtbar wurde der neue bundesweite Zusammenschluss in der Folgezeit durch vielfältige gemeinsame Aktivitäten. Zu nennen sind beispielsweise zwei weitere Trainings (Einsteiger, Fortgeschrittene) mit Ed Shurna und Don Elmer im August 1994 (das Einsteigertraining wurde in einer Reihe von sechs Themenvideos dokumentiert, die nachfolgend zusammen mit einem Begleitheft bundesweit vertrieben wurden), eine 14-tägige Studienreise »Forward to the roots ...« zu den Wurzeln des CO nach Chicago im Oktober 1995 (14) sowie die kontinuierliche Herausgabe des FOCO-Rundbriefs mit zunächst vier Ausgaben pro Jahr. Der Rundbrief entwickelte sich rasch zu einer Plattform der inhaltlichen, sowohl praktischen als auch theoretischen, Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Facetten des CO. (15) Neben organisatorischen Belangen und Berichten erschienen in dem Rundbrief Beiträge aus Fachzeitschriften und aus den USA.

Ein letzter Aspekt aus dieser Zeit der Konstituierung von CO in Deutschland soll an dieser Stelle noch genannt werden: Die Auseinandersetzung mit Wolfgang Hinte, der als Leiter des Essener Instituts für Stadtteilbezogene Soziale Arbeit und Beratung (ISSAB) das Konzept »GWA als intermediäre Instanz« mit allem Nachdruck verfolgt. In einem polemischen Artikel kritisierte Hinte die »Community-Organisation-Hysterie« (16) und bestritt den Neuheitsgehalt sowie die Übertragbarkeit von CO auf deutsche Verhältnisse. Statt auf »Macht« setze seiner Meinung nach die GWA auf »Einfluss«. (17) Daran entbrannte eine heftige Auseinandersetzung, welche vor allem in der Fachzeitschrift SOZIAL EXTRA und in FOCO-Rundbriefen ausgetragen wurde. (18) Ausführlich setzte sich auch Wilfried Nodes mit Hintes Position auseinander und kam dabei zu dem Schluss, »CO wird also immer nur dort möglich sein, wo die vorliegenden Strukturen einen Erfolg möglich machen«. (19) Aber eben genau diese Strukturen sind mit Hilfe von CO durchaus gestaltbar und keineswegs für immer und ewig von fremder Hand (Macht) vorgegeben.

Institutionalisierung von Community Organizing in Deutschland

Auf seinem Gründungstreffen im Mai 1993 hatte sich das Forum für Community Organizing (FOCO) gegen eine institutionalisierte Form der Zusammenarbeit ausgesprochen. Finanzierungsfragen lösten eine Debatte über einen verbindlicheren Rahmen der zukünftigen bundesweiten Zusammenarbeit aus. Nach ausführlicher Diskussion wurde die Gründung eines Vereins beschlossen. Beim Gründungstreffen im Mai 1995 wurde festgehalten, dass die Mitarbeit im zukünftigen Forum für Community Organizing e. V. in keinerlei Hinsicht an die formale Mitgliedschaft im Verein gebunden ist. An diesem grundlegenden Prinzip hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert.
In diese Zeit fiel auch der erste persönliche Kontakt zu Leo Penta, der im Namen der von Alinsky 1940 gegründeten Industrial Areas Foundation (IAF) nach Möglichkeiten der Implementierung des IAF-Modells in Deutschland suchte. Ein erstes Treffen hierzu fand im Februar 1996 in Saarbrücken statt, auf dem Penta ausführlich über die Vorgehensweise der IAF im Rahmen des »Broad Based Organizing« und die hierfür erforderlichen, auch finanziellen Voraussetzungen informierte. (20) Die Diskussion darüber, inwieweit FOCO den Aufbau eines eigenständigen CO-Projekts nach dem IAF-Modell aktiv betreiben sollte, wurde zusammen mit Penta auf der Arbeitstagung im August des Jahres in Frankfurt/Main fortgesetzt, zumal dort ohnehin die Diskussion um CO und die konkreten Perspektiven für Deutschland vertieft werden sollte.

In dieser Diskussion prallten dann die unterschiedlichen Vorstellungen zu Community Organizing – Broad Based vs. Grassroot Organizing, kategorialer vs. territorialer Zugang – aufeinander und gewisse gegenseitige Vorbehalte wurden deutlich. Während die Einen eine zu starke Bindung an die IAF befürchteten, glaubten Andere gerade dadurch CO auch in Deutschland zu einem größeren Renommee zu verhelfen.

Auf der FOCO-Mitgliederversammlung wurde eine »Fachgruppe Organizing« eingerichtet, die eine vertragliche Zusammenarbeit beider Organisationen klären sollte. Darüber hinaus wurde betont, dass sich FOCO nicht allein auf das Modell von »Broad Based Organizing« konzentrieren solle. (21)

Kooperation mit der IAF

Anfang November 1996 war es dann soweit, die Zusammenarbeit von IAF und FOCO wurde vertraglich besiegelt. Das Forum Community Organizing e. V. lädt »die IAF nach Deutschland ein und erklärt sich bereit, auf das Ziel eines unabhängigen Sponsoring-Komitees für Community Organizing auf breiter Basis (Broad Based Organizing) in Deutschland hinzuarbeiten« (22). Konkret vereinbart wurden monatliche Trainings- und Beratungsleistungen im Umfang von 1,5 Tagen durch Penta, zwei fünftägige Aufenthalte des IAF-Direktors, Chambers (»or a senior IAF staff member«), zu gleichen Zwecken in Deutschland sowie die kostenlose Teilnahme von FOCO in Absprache mit der IAF entsandten Personen an den IAF-Trainings in den USA. Zur Einhaltung der mit dem Vertragsabschluss eingegangenen Verbindlichkeiten, einschließlich der finanziellen Konditionen, verpflichteten sich zwölf Personen der auf der Tagung in Frankfurt/Main im Sommer eingesetzten »Fachgruppe Organizing«, sodass der Verein als solcher lediglich als eine Art Ausfallbürge bei Nichteinhaltung dieser Selbstverpflichtung fungierte. Auch bedeutete der Abschluss des Kooperationsvertrages nicht, dass sich FOCO damit einseitig auf das IAF-Modell festgelegt hatte, sondern die Vielfalt der unterschiedlichen Ansätze im CO fand nach wie vor hier ihren Platz.

Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit mit der IAF stellte eine neue Entwicklungsstufe für CO in Deutschland und auch für FOCO dar. Während es bislang um die Implementierung von Methoden und Prinzipien von CO in bestehende Projekte, vornehmlich im Rahmen der Gemeinwesenarbeit, ging, sollte nun der Aufbau eines eigenständigen CO-Projekts hierzulande vorangetrieben werden. Als mögliche Orte hierfür kristallisierten sich in der Folgezeit Berlin, Saarbrücken und insbesondere Osnabrück heraus, wo sehr bald auch bereits erste Gespräche auf lokaler Ebene geführt wurden. Im Oktober 1997 konstituierte sich ein sog. Gründungskreis, bestehend aus Vertreter/innen von acht Institutionen, die sich verpflichteten, Geld und Zeit für den Aufbau einer Bürgerorganisation zu investieren, d.h. im Wesentlichen selbst Einzelgespräche zu führen und einen finanziellen Beitrag zu leisten. (23) Bei der Suche nach überregionalen Sponsoren für das zu initiierende eigenständige CO-Projekt wurden in den Jahren 1997/1998 Gespräche mit verschiedenen bundesweit aktiven Stiftungen, vorwiegend aus dem sozialen Umfeld, geführt.

Standortsuche

Nach zwei Jahren Aufbauarbeit zeichnete sich an den drei potenziellen Standorten für ein eigenständiges CO-Projekt im Februar 1999 schließlich folgendes Bild: Wegen nicht erfolgversprechenden Finanzierungsverhandlungen mit den Kirchen hatte der Gründungskreis in Osnabrück beschlossen, »die Aufbauarbeit für eine Bürgerorganisation nicht weiter fortzuführen« (24). In Saarbrücken wurde nach einer längeren Sondierungsphase keine Möglichkeit gesehen, »›klassisch‹ nach dem IAF-Modell vorzugehen«, und in Berlin waren relevante FOCO-Akteure aus persönlichen Gründen aus dem Projekt ausgestiegen. »Wir kommen zum Ergebnis, dass es angesichts der genannten Perspektiven keinen Sinn macht, sich weiter in dieser ›Fachgruppe Organizing‹ zu treffen. ... Wir beschließen den Vertrag mit IAF zu kündigen. Ein großer Dank an Leo Penta und die Industrial Areas Foundation für die bisherige und hoffentlich weitere Unterstützung« (25), lautete das Fazit aus dieser Sachlage. Trotz des Scheiterns des Projekts wurde dafür plädiert, die Kontakte »in irgendeiner Form« (26) aufrecht zu erhalten und die Zusammenarbeit mit Penta auf bilateraler Ebene fortzuführen. Das aus der Vereinbarung mit der IAF noch vorhandene Geld sollte weiterhin der ursprünglichen Bestimmung gemäß zum Aufbau von »Broad Based Community Organizing« genutzt werden. Penta erhielt hierzu von FOCO den entsprechenden Arbeitsauftrag. Halbjährlich sollte dieser zukünftig über den aktuellen Entwicklungsstand seiner Bemühungen dem FOCO berichten.

Auf diese seitens FOCO eher passive Weise hatte die Zusammenarbeit mit der IAF formal zwar noch bis zum Jahresende 2002 Bestand, der persönliche inhaltliche Austausch über Erfolge und Schwierigkeiten bei der Umsetzung des IAF-Modells in Deutschland ging mit der Zeit jedoch mehr und mehr verloren. Neben dem Verein Aufbruch Broad Based Community Organizing e. V. gründete Penta dann schließlich im Juli 2006 an der Katholischen Hochschule in Berlin, wo er seit seiner Übersiedlung nach Deutschland als Professor tätig ist, das Deutsche Institut für Community Organizing (DICO). Seitdem bestehen in Deutschland zwei Organisationen, die sich der Verbreitung von CO verschrieben haben.

Die beiden Jahre der aktiven Zusammenarbeit mit der IAF hatten nachhaltige Auswirkungen auf Arbeit und interne Strukturen von FOCO. Inhaltlich verstärkte sich die Debatte, ob CO inner- oder aber außerhalb der Sozialen Arbeit anzusiedeln sei und damit auch die Diskussion um den adäquaten Ausbildungsort von Organizern. Während die einen nach wie vor die besondere Nähe von CO zur Gemeinwesenarbeit (und damit auch zur Sozialen Arbeit) hervorhoben, favorisierten andere stärker eine Verortung von CO im weiten Spektrum der sozialen Bewegungen. Faktisch jedoch konzentrierten sich die Aktivitäten von FOCO weiterhin primär auf die Gemeinwesenarbeit (Werkstatt Gemeinwesenarbeit, Forum GemeinWesenArbeit Saar, AG SPAK, diverse Fachhochschulen, Trainings für Bewohnergruppen aus GWA-Projekten).

Ein wichtiger Meilenstein der weiteren Arbeit war im April 1998 die Entwicklung eines eigenen Leitbilds:

Symbol: »Wichtig« (ein Ausrufezeichen in einem blauen Kreis)

»FOCO ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Menschen, die gesellschaftliche Veränderungen über direktes und eigenverantwortliches Handeln fördern wollen. FOCO ist parteipolitisch, religiös und weltanschaulich unabhängig. Ziel des ›Forum Community Organizing (FOCO)‹ ist es, Prinzipien und Methoden von Community Organizing in Deutschland zu verwurzeln und weiter zu entwickeln. Dies geschieht durch die Förderung von Organisationen und ihrer Vernetzung, Trainings und Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit, die Verbindung zur Forschung und Lehre insbesondere der Gemeinwesenarbeit und Sozialen Arbeit sowie die Kooperation mit gesellschaftlichen Organisationen.« (27)

In seinen wesentlichen Zügen bestimmt dieses Leitbild das Handeln von FOCO bis in die Gegenwart. Mit diesem neuen Verständnis der eigenen Organisation öffnete sich FOCO verstärkt auch einem neuen Mitgliederkreis außerhalb der Sozialen Arbeit.

Profilierung von Community Organizing in Deutschland

Zu Beginn des neuen Jahrtausends hatte sich CO in Deutschland zunehmend etabliert. FOCO selbst konnte auf eine gefestigte Vereinsstruktur, auf zahlreiche Veranstaltungen in der Fort- und Weiterbildung (nicht nur im Bereich der Sozialen Arbeit), auf mehrere Leadershiptrainings mit Aktiven in den Stadtteilen, auf die eingehende Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis unterschiedlicher CO-Ansätze in den USA und auf reichhaltige Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der IAF zurückblicken. In der Bundesrepublik verstärkte sich zur gleichen Zeit die öffentliche Diskussion um Bürgerengagement und Zivilgesellschaft, in der Stadtentwicklung wurde das Quartier(s)-management als neue Herangehensweise zur Aufwertung benachteiligter Stadtteile eingeführt. Mit dem Bund-Länder-Programm »Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt« war die Bürgerbeteiligung erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik zu einem maßgeblichen Förderkriterium erhoben worden.

  • Der FOCO-Rundbrief reflektierte diese Entwicklung mit zahlreichen Beiträgen ganz unterschiedlicher Positionierung. Inhaltlich ging es u. a. um das Verhältnis von CO und sozialen und politischen Bewegungen oder die Verortung von CO im Wissenschaftsbetrieb. Die drei Ausgaben des FOCO-Rundbriefs des Jahres 2002 griffen jeweils eigene inhaltliche Schwerpunkthemen auf: »Community Organizing in den USA«, »Soziale Stadt und Bewohner/innenbeteiligung« sowie »Selbstorganisation und Macht« – zudem wurde auszugsweise eine Übersetzung aus »The Citizen’s Handbook« (eine Art »Do-it-yourself-organizing« Anleitung) des Vancouver Citizens Committee abgedruckt.
  • Auf institutioneller Ebene beteiligte sich FOCO aktiv am bundesweiten Netzwerk »Gemeinwesenarbeit und Soziale Stadt«, aus dem sich im November 2002 die »Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit« als Verein konstituierte. FOCO gehörte zu den Gründungsmitgliedern.
  • Bei den FOCO-Bundestreffen wurde nun verstärkt der Kontakt zu den Akteuren vor Ort gesucht. Einen besonderen Höhepunkt bildete das »Forum Community Organizing meets Forum Wilhelmsburg« Ende 2001 in Hamburg-Wilhelmsburg. Der gemeinsame Austausch sowie die kollegiale Beratung mit der seit vielen Jahren in diesem Hamburger Stadtteil äußerst aktiven Bewohnerinitiative standen im Mittelpunkt des Treffens. Für FOCO war dieses Treffen ein wichtiger weiterer Entwicklungsschritt. Das Prinzip der Einbindung lokaler Akteure in die Arbeitstagungen des Vereins hatte sich damit für die Zukunft etabliert.

Im Jahr 2002 legte die »Fachgruppe Trainings« ein Arbeitspapier vor, in dem das FOCO-Selbstverständnis von CO als »professionelle Aktivierungs- und Organisierungsarbeit« nachdrücklich zum Ausdruck kam. »Es geht um praktikable Wege, wie erreicht werden kann, dass insbesondere gesellschaftlich benachteiligte Bürgerinnen und Bürger sich gemeinschaftlich für die Verbesserung ihrer Lebensumstände einsetzen, über den Aufbau von eigenen demokratischen Organisationen (Gegen-)Macht erlangen, Ohnmacht überwinden und auf benachteiligende Strukturen einwirken können. Community Organizing ist politische Bildung und politisches Handeln zugleich. Dabei setzt es an den unmittelbaren Eigeninteressen und der Problemsicht der Beteiligten an«. (28) Angeboten wurden vier verschiedene Arten von Trainings, das Grundtraining »Anleitung zum Mächtigsein«, ein »Aufbautraining«, ein »Training auf Anfrage« und Trainings für Studierende.

»Community Organizing – Impulse für Gemeinwesenarbeit und Soziale Bewegungen« lautete der Titel eines Fachgesprächs, zu dem die Stiftung Mitarbeit, das Bildungswerk Umbruch und FOCO im Mai 2003 nach Köln eingeladen hatten. Hier sollte mit Menschen, »die im Bereich der Sozialarbeit und Sozialwissenschaften forschen, lehren und in Gemeinwesenarbeit oder in sozialen Bewegungen praktisch tätig sind«, an konkreten Beispielen diskutiert werden, inwieweit »die Ideen und Konzepte, die Saul D. Alinsky unter dem Begriff ›Community Organizing‹ entwickelt hat, heute noch brauchbar (sind) für die Gemeinwesenarbeit und können sie neuen Sozialen Bewegungen Impulse geben?« (29) Trotz oder gerade wegen der in der Veranstaltung zu Tage getretenen programmatischen Unterschiede sowie auch inhaltlichen Differenzen, führte die zum Teil sehr kontrovers geführte Debatte im Ergebnis zu einem Nachdenken auf allen Seiten über den bislang eingeschlagenen Weg und die teilweise festgefahrenen Positionen.

Verbreitung von CO in Deutschland

Die Prinzipien von CO fanden in Deutschland jetzt immer weitere Verbreitung, insbesondere auch außerhalb der Sozialen Arbeit. Mit dem von Penta in Berlin gegründeten Verein Aufbruch – Broad Based Community Organizing e. V. gab es nun eine zweite Institution im Bereich CO, die ebenfalls Trainings anbot und mit ersten Aktivitäten in Berlin-Oberschöneweide sowie im Hamburger Stadtteil St. Georg in Erscheinung trat. Vom Bildungswerk Umbruch wurde in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mitarbeit die 2. Auflage der Broschüre »Die Organizer-Spirale« (30) (Erstauflage 1998) herausgegeben und ebenfalls bei der Stiftung Mitarbeit erschien das von FOCO-Mitglied Hille Richers gemeinsam mit Maria Lüttringhaus erstellte »Handbuch Aktivierende Befragung«. (31)

Eine zentrale Stellung nimmt in der Folgezeit bis zur Gegenwart die Zusammenarbeit mit Paul Cromwell ein, einem erfahrenen Organizer aus den USA. Cromwell war auf Einladung von FOCO und finanziert über ein Stipendium der Evangelischen Kirche nach Deutschland gekommen und hatte intensiv den Kontakt mit örtlichen Akteuren im Umfeld von FOCO gesucht. Ziel der Zusammenarbeit war nicht die erneute Adaption der CO-Praxis in den USA, sondern vielmehr die Unterstützung durch Cromwell »als kritischer Beobachter, als Berater und Begleiter beim Aufspüren und Weiterentwicklung unserer eigenen Wege«. (32)

Durch sein Wirken primär auf der lokalen Ebene (zunächst in Saarbrücken, München, Stuttgart, Essen, Hamburg, Worms, Wetzlar, Delmenhorst, Nordenham; später dann auch in Oldenburg, Neuruppin, Leipzig, Offenbach, Wuppertal, Herford, Emden, Baesweiler und Uslar) lernten viele neue Menschen die Prinzipien des CO kennen. FOCO schuf zudem für diese neuen örtlichen Initiativen im Rahmen seiner Arbeitstagungen Raum für den kollegialen Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Diskussion. Auch in die Leadershiptrainings wurden Aktive aus diesen Gruppen nun verstärkt einbezogen.

FOCO als Projektträger

Die lokalen Initiativen, die von FOCO in Zusammenarbeit mit Cromwell beraten wurden, konnten einige Erfolge erzielen. Ein Beispiel ist die Bereitstellung von 1,1 Mio. € durch den Saarbrücker Stadtrat zum Neubau einer Fußgängerbrücke im Stadtteil Malstatt. (33) Ein anderes Beispiel ist die Aktion der Uslarer Gruppe zum Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. (34)
Auf der Suche nach einer dauerhaften finanziellen Absicherung der Arbeit von Cromwell wurde FOCO selbst in diesen Jahren erstmals zum Träger eigener Projekte. Gefördert durch Mittel der Glücksspirale und in Kooperation mit der Diakonie im Oldenburger Land führte der Verein in den Jahren 2007 und 2008 das Projekt »Vom Fall zum Feld« durch, mit kontinuierlichen Beratungsangeboten von FOCO an den Standorten Saarbrücken, Worms, Nordenham, München, Wetzlar und Essen. »Durch Community Organizing Strategien wird die Beteiligung der Menschen in der Nachbarschaft und in der Kirchengemeinde verbessert und Probleme werden gelöst« (35), lautete das Fazit der zweijährigen Projektarbeit.

Internationale Zusammenarbeit

Ab dem Jahr 2006 verstärkte FOCO seine internationalen Kontakte, insbesondere zu Initiativen und Organisationen aus den Staaten Mittel- und Osteuropas (MOE). So konnte mit Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland in den Jahren 2006 bis 2008 in Paris jährlich ein europaweites fünftägiges Training in CO mit jeweils 20–30 Aktiven durchgeführt werden. Hieraus gründete sich im Januar 2008 das Europäische Community Organizing Netzwerk (ECON) mit entsprechenden Ansprechpartner/innen in 13 Ländern Europas, vorwiegend aus der Region MOE, aus Österreich und Schweden. Deutschland ist in dem Netzwerk durch FOCO vertreten. Gemeinsames Ziel der in ECON zusammengeschlossenen Dachverbände ist es, »ein wachsendes Netzwerk für die Förderung, Unterstützung und Verbreitung von CO in Europa zu entwickeln, auf der Grundlage gemeinsamer Wertvorstellungen von Gerechtigkeit, Mitgefühl, demokratischer Mitbestimmung und unter Anerkennung ethnischer, kultureller und religiöser Vielfältigkeit«. (36)

Gefördert aus Geldern des Grundtvig-Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union führte FOCO vom August 2009 bis Juli 2011 das Projekt »ECON – Learning partnership for active citizen’s participation of disadvantaged groups« durch. Die Kooperationspartner in diesem Projekt kamen aus Turnu Severin (Rumänien), Debrecen (Ungarn) und Stettin (Polen). Neben der Veröffentlichung eines Handbuchs mit Best-Practice-Beispielen wurden im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit auch vielfältige Arbeitsmaterialien für Leadershiptrainings zusammengetragen sowie zahlreiche Praxisberichte der Öffentlichkeit online zugänglich gemacht.

Aktueller Stand zu Community Organizing in Deutschland

  • Das Forum Community Organizing hat sich als bundesweit anerkannte Adresse für CO in seinen vielfältigen Umsetzungsformen etabliert. Seit November 2009 gibt FOCO (wieder) zweimal jährlich einen Newsletter zu den aktuellen Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene heraus. Der Verein hat aktuell 60 Mitglieder, ist Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit sowie des Europäischen Community Organizing Netzwerkes (ECON). Über die Website wird regelmäßig eine Vielzahl von an CO interessierten Menschen – auch weit über Deutschland hinaus – erreicht und bundesweit werden in derzeit insgesamt 13 Städten zum Teil mehrere Projekte bei der Umsetzung von CO oder von einzelnen Elementen hieraus beraten.
  • Mit dem Deutschen Institut für Community Organizing (DICO) an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin existiert eine zweite in diesem Feld bundesweit aktive Institution, die sich auf das IAF-Modell »Broad Based Organizing« konzentriert, mit Bürgerplattformen in Berlin und Hamburg sowie weiteren in der Sondierung. (37)
  • CO in Deutschland wird darüber hinaus in den letzten Jahren verstärkt auch in den beiden großen Kirchen, in den Gewerkschaften und in Sozialen Bewegungen bis hin zu Parteien und Stiftungen diskutiert. Eine Debatte um die Stärkung der Zivilgesellschaft ist ohne die Diskussion des CO kaum noch vorstellbar.
  • Auch in der Wissenschaft hat sich CO zumindest in Ansätzen etabliert. In den Ausschreibungen für Professuren im Bereich Gemeinwesenarbeit ist in den letzten Jahren regelmäßig der Hinweis auf CO enthalten und auch die Jahrestagungen der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit widmen sich regelmäßig dem CO. In diesem Bereich des Wissenschaftsbetriebs kommt man an Community Organizing nicht mehr vorbei.

Anmerkungen

(1) Kraus, Hertha (1951): Amerikanische Methoden der Gemeinschaftshilfe. In: Soziale Welt, Heft 2, S. 184-192.

(2) Müller, C. Wolfgang (1971): Die Rezeption von Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. In: Müller, C. Wolfgang/Nimmermann, Peter: Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. München.

(3) Vgl. Alinsky, Saul D. (1973): Leidenschaft für den Nächsten. Gelnhausen/Berlin; Originaltitel: Reveille for Radicals, 1946/1969.

(4) Vgl. Alinsky, Saul D. (1974): Die Stunde der Radikalen. Gelnhausen/Berlin; Originaltitel: Rules for Radicals – A Pragmativ Primer for Realistic Radicals, 1972.

(5) Vgl. Alinsky, Saul D. (1984/1999): Anleitung zum Mächtigsein. Ausgewählte Schriften. Göttingen.

(6) Mohrlok, Marion/Neubauer, Michaela/Neubauer, Rainer/Schönfelder, Walter (1993): Let’s organize! Gemeinwesenarbeit und Community Organization im Vergleich. München.

(7) Oelschlägel, Dieter (1999): Nachwort. In: Alinsky, Saul D.: Anleitung zum Mächtigsein. 2. Auflage (Hrsg.: Forum Community Organizing e. V.). Göttingen, S. 183.

(8) Vgl. Heiner, Maja (1993): »Power to the People!« Ein Relikt aus der Revoluzzermottenkiste? In: Sozialmagazin, Heft 11, S. 48-51, S. 48.

(9) Ebd.

(10) Ebd.

(11) Ebd., S. 50.

(12) Ebd., S. 51.

(13) Ebd., S. 51.

(14) Vgl. FOCO (Hrsg.) (o. J.): Forward to the roots ... Community Organizing in den USA – eine Perspektive für Deutschland? Bonn; dokumentiert als Nr. 29 in der Reihe »Brennpunkt-Dokumentationen zu Selbsthilfe und Bürgerengagement« der Stiftung Mitarbeit.

(15) FOCO-Rundbrief Nr. 2, S. 5.

(16) Vgl. Hinte (1993), S. 12.

(17) Vgl. ebd., S. 11.

(18) Vgl. Hinte (1994); Mohrlock (1994); Brand (1994).

(19) Vgl. Nodes (1993), S. 11.

(20) Vgl. FOCO-Rundbrief Nr. 11, S. 10 ff.

(21) Vgl. FOCO-Rundbrief Nr. 12, S. 4.

(22) Ebd., S. 26.

(23) Vgl. FOCO-Rundbrief Nr. 15, S. 14.

(24) FOCO-Rundbrief Nr. 18, S. 4.

(25) Ebd. S. 5.

(26) Ebd.

(27) FOCO-Rundbrief Nr. 16, S. 3.

(28) Arbeitspapier als Beiblatt zum FOCO-Rundbrief (April 2002).

(29) FOCO-Rundbrief April (2003), S. 57 f.

(30) Siehe Eberhard, Ulla/Jostes, Monika/Milan/Schöffmann, Dieter/Wattler-Kugler, Peter (2003): Die Organizer-Spirale. Eine Anleitung zum Mächtig-Werden für Kampagnen, Initiativen, Projekte. Bonn.

(31) Siehe Lüttringhaus, Maria/Richers, Hille (Hrsg.) (20123): Handbuch Aktivierende Befragung. Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis Bonn.

(32) FOCO-Rundbrief (November 2004), S. 13.

(33) Siehe Beitrag in diesem Band.

(34) Siehe Beitrag in diesem Band.

(35) Cromwell, Paul/Szynka, Peter (2008): »Vom Fall zum Feld« 2007-2008: Abschlussbericht (unveröffentlicht), S. 5.

(36) FOCO Newsletter Nr. 1, S. 1.

(37) Vgl. hierzu auch den nachfolgenden Beitrag in diesem Band.

Symbol: »Literaturtipp« (ein stilisiertes geöffnetes Buch)

Alinsky, Saul D. (1973): Leidenschaft für den Nächsten. Gelnhausen/Berlin.

Alinsky, Saul D. (1974): Die Stunde der Radikalen. Gelnhausen/Berlin.

Alinsky, Saul D. (1984/1999): Anleitung zum Mächtigsein. Ausgewählte Schriften. Göttingen.

Brand, Ralf (1994): Die, die Wölfe tanzen lassen. Anmerkungen zu Wolfgang Hinte nach fast einem Jahr Experimentierens mit Community Organizing (CO) in bundesdeutscher GWA-Praxis. In: sozial extra, Heft Juni, S. 3 f.

Cromwell, Paul/Szynka, Peter (2008): »Vom Fall zum Feld« 2007-2008: Abschlussbericht (unveröffentlicht).

Eberhard, Ulla/Jostes, Monika/Milan/Schöffmann, Dieter/Wattler-Kugler, Peter (2003): Die Organizer-Spirale. Eine Anleitung zum Mächtig-Werden für Kampagnen, Initiativen, Projekte. Bonn.

FOCO, Forum (für) Community Organizing e. V. (1993–2004): Rundbriefe.

FOCO e. V. (2009–2012): Newsletter.

FOCO (Hrsg.) (o. J.): Forward to the roots ... Community Organizing in den USA – eine Perspektive für Deutschland? Bonn.

Forum Community Organizing (1995, 1998, 2002): Satzung.

Heiner, Maja (1993): »Power to the People!« Ein Relikt aus der Revoluzzermottenkiste? In: Sozialmagazin, Heft 11, S. 48-51.

Hinte, Wolfgang (1993): Die mit den Wölfen tanzen. Intermediäre Instanzen in der Gemeinwesenarbeit. In: sozial extra, Heft Juli/August, S. 9-12.

Hinte, Wolfgang (1994): Fast Food als Vitaminspritze. Was ist wirklich neu an Community Organizing? In: sozial extra, Heft Juni, S. 4 f.

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