Was bringt die Zukunft?

Community Organization und Gemeinwesenarbeit

Das aktuelle Zusammenwirken von erheblichen gesellschaftlichen Herausforderungen, schwachen Regierungsleistungen und einer wachsenden Beteiligungslücke fordert die Demokratie, nicht nur in Deutschland, sondern in allen westeuropäischen Wohlfahrtsstaaten heraus, verstärkt durch Internetkommunikation und soziale Netzwerke, die die Demokratiedefizite offensichtlich machen. (1)

Gesellschaftliche Herausforderungen

  • zunehmende soziale Ungleichheit: Trotz des Rückgangs der Arbeitslosigkeit und der erhöhten Erwerbsquote der letzten Jahre, die auf die aktivierende Arbeitsmarktpolitik der Agenda 2010 zurückgeführt wird, ist doch die Zahl derer, die in prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen leben müssen, ständig angestiegen. Das hat – holzschnittartig gesprochen – lokale Finanzierungsprobleme sozialer Leistungen, sozialräumliche Segmentierungen und die Zunahme anti-ziviler, rassistischer und ausländerfeindlicher Milieus zur Folge.
  • Substanzkrise des Politischen: (2) Mit dem Rückzug des Staates u. a. durch die Privatisierung öffentlicher Güter und einem Regulierungsverzicht des Staates schrumpft dessen Einfluss und damit die Reichweite demokratischen Handelns. Bestes Beispiel dafür ist die Liberalisierung der Finanzmärkte. Die öffentliche Diskussion wird zunehmend von ungewählten Experten und Lobbyisten beherrscht. Dem entspricht – gleichsam als Spiegelbild – das Ergebnis der Deutschen Parlamentsstudie von 2010, die besagt, dass je nach Politikfeld 65 bis 88 Prozent der Volksvertreter bezweifelten, maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung ihres Politikbereiches zu haben. Entsprechend sind auch die Akzeptanz und das Vertrauen in die Politik in der Bürgerschaft gesunken.

Von Reformen allerdings ist viel die Rede. Täglich kann man davon in den Medien lesen. Aber sie verlaufen dann doch immer nach dem gleichen Muster: Experten versammeln, Türen verschließen, Reformplan formulieren, ihn verkünden und vielleicht umsetzen, Kritik abweisen. (3) Reformen ohne und gegen die Bevölkerung, oft ohne angemessene parlamentarische Beteiligung, ohne öffentliche Debatten sind ein Kennzeichen der letzten Reformdekade, Schröders »Basta-Politik« ist das beste Beispiel.

Da wachsen das Unbehagen in der Bevölkerung an der Politik und der Wunsch nach stärkerem Einfluss auf die Gestaltung des Alltagslebens, aber auch auf politische Entscheidungen. Es gibt ein zunehmendes demokratisches Beteiligungspotenzial – das mehr ist als Protestpotenzial – und vielfältige Suchbewegungen, wie dieses praktisch werden kann. Diese Suchbewegungen – Proteste und Bürgerinitiativen bis hin zu Sozialen Bewegungen – sind in den letzten Jahrzehnten zu einem selbstverständlichen Bestandteil politischer Kultur geworden. Community Organizing gehört dazu. Aber dennoch ist dem Beteiligungsanspruch, der sich in diesen Initiativen, auch in CO, zeigt, keine entsprechende demokratische Strukturreform gefolgt.

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CO ist ein Teil dieser Entwicklung der Gesellschaft. Dass das in der Geschichte von CO stets so war, dass ein Zusammenhang zwischen den ökonomischen und politischen Verhältnissen und der Entwicklung von CO bestand, ebenso wie ein Zusammenhang zu Sozialen Bewegungen – das gilt übrigens ebenso für die Gemeinwesenarbeit (GWA) –, dem möchte ich in der Geschichte von CO und GWA nachgehen.

Wenn man von den für CO reklamierten Vorläufern, wie beispielsweise der Settlementbewegung, absieht, kann man das Auftauchen des Begriffes CO in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg annehmen. In der Literatur findet er sich zum ersten Mal bei Joseph Hart, der 1920 ein Buch unter dem Titel »Community Organization« veröffentlichte. CO meint in dieser frühen Phase Strategien »zur Änderung der als unzugänglich empfundenen Ordnung menschlichen Zusammenlebens« (4) im Sinne einer demokratischen Gemeinschaft. Schon damals wusste man, dass CO »sich der jeweils besonderen sozialen Bedingungen ihrer Zeit zu vergewissern und sich ihnen anzupassen habe«.

Wichtige Entwicklungslinien des CO in den USA

Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts entstanden in den USA eine Vielzahl von Aktivitäten, Einrichtungen und Verbänden, die zur Lösung der gemeinschaftlichen Probleme beitragen sollten, sich aber sehr oft gegenseitig behinderten. CO sollte – so die relevanten Autoren – ein reibungsloses, harmonisches Zusammenleben ermöglichen. In dieser Phase verbindet sich in den USA die Entwicklung von CO mit der der Sozialarbeit und wird als Koordination gemeinschaftlicher Hilfsmittel zur Lösung gemeinschaftlicher Probleme und als – in heutiger Begrifflichkeit – Vernetzung der örtlichen Vereinigungen und Einrichtungen zu Finanz- und Planungsgemeinschaften einerseits und Gemeinschaftszentren andererseits verstanden. Diese Entwicklungslinien kann man durchziehen bis in die Gegenwart. So erschien 1955 das Buch von Murray G. Ross »Community Organization – Theory and Principles«, das in Amerika große Beachtung fand und seit den 1960er Jahren in Deutschland auch das Lehrbuch für GWA wurde. Hier steht die berühmte Definition, die für GWA von Generationen von Student/innen übernommen (und auch gebührend kritisiert) wurde und in der CO definiert wird als ein »Prozess, in dessen Verlauf ein Gemeinwesen seine Bedürfnisse und Ziele feststellt, sie ordnet oder in eine Rangfolge bringt, Vertrauen und den Willen entwickelt, etwas dafür zu tun, innere und äußere Quellen mobilisiert, um die Bedürfnisse zu befriedigen, dass es also in dieser Richtung aktiv wird und dadurch die Haltungen von Kooperation und Zusammenarbeit und ihr tätiges Praktizieren fördert«. (5) Und 1995 – 40 Jahre später – ist bei Robert Fisher zu lesen, »dass die Community als sozialer Organismus verstanden wird, in der Bedürfnisse koordiniert werden müssen; die Aufgabe der Organizer liegt darin, ein Gefühl für die Community zu schaffen, die Sozialen Dienste zusammen zu führen und als Lobby für benötigte soziale Ressourcen tätig zu sein. Als Problem in der Nachbarschaft wird die soziale Desorganisation in der Community angesehen. Der Organizer hat die Rolle des Befähigers oder Advokats«. (6) Dies war eine Entwicklungslinie.

Peter Szynka beschreibt am Beispiel Chicago die Probleme der USA-Großstädte am Ausgang der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts: eine enorm expandierende Wirtschaft und eine explosiv wachsende Bevölkerung, aus allen Gegenden der Welt kommend, schafft soziale Probleme einer zunehmenden Arbeiter- und Armutsbevölkerung, Wohnungselend, Integrationsprobleme, steigende Kriminalität. (7) Die Weltwirtschaftskrise von 1929 verschärft die sozialen Probleme. Das soziale Programm Roosevelts, der New Deal, sollte die schlimmsten Folgen der Krise wenigstens abfedern. In dieser Situation mussten den Gewerkschaften Rechte zugestanden werden. Sie verzeichneten große Erfolge. Der Organisationsgrad der Kohle- und Stahlarbeiter stieg von 8,5 auf 36,6 Prozent, insbesondere durch die Arbeit des C.I.O. (Congress of Industrial Organizations).

Die Gewerkschaften, aber auch die kommunistische Partei der USA entwickelten Programme zur politischen Mobilisierung der Arbeiter/innen, vor allem mit Hilfe von Community Organizing. CO war politisch geworden. Saul Alinsky, dessen politischer Mentor John Lewis ein Gewerkschaftsführer der C.I.O. war, unternahm den Versuch, »die erfolgreiche gewerkschaftliche Organisationsarbeit des C.I.O. vom Produktionsbereich auf den Reproduktionsbereich zu übertragen. Die Organisationsmethoden aus der Welt der Arbeit sollten in den Wohnvierteln, in der Welt der Vereine, Kirchengemeinden und der ethnischen Communities nutzbar gemacht werden«. (8) Alinsky sagt selbst: »Was ich versuchen wollte war, die Organisationstechniken, die ich bei der C.I.O. kennengelernt hatte, in den schlimmsten Slums und Ghettos anzuwenden, damit die am stärksten unterdrückten und ausgebeuteten Menschen im Land die Kontrolle über ihre eigenen Communities übernehmen und selbstbestimmt leben können« (9).

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Diese Form von CO war nicht auf die formal-technische Effektivierung sozialer Angebote und Dienste beschränkt, sondern wollte weitreichende Veränderungen in den Lebensbedingungen der Menschen erreichen durch die Aktivität und den Einsatz der Menschen selbst. Auch dieser Entwicklungsstrang zieht sich bis heute durch. (10)

Nachdem es in der Nachkriegszeit etwas stiller um die politische CO geworden war, ist in den 1960er und 1970er Jahren aufgrund des Rassismus im Alltag und der verschärften sozialen Ungleichheiten der Widerstand in Amerika gewachsen, besonders in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und durch die Aufstände in den städtischen Slums. In diesem Zusammenhang wurde die traditionelle Methode des Organizing zum Aufbau Sozialer Bewegungen genutzt. Daraus entstand das transformative Organizing, das die Methoden des CO mit radikalen Forderungen verbindet. Es ist stärker auf systemoppositionelle Perspektiven ausgerichtet und hat seinen Schwerpunkt im Aufbau basisdemokratischer Organisationen, die reale Verbesserungen in den Lebensverhältnissen der Menschen erkämpfen. In Deutschland beginnt gerade eine Rezeption dieser Form des Organizing, vor allem durch die Heinrich-Böll-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Es wäre sicher auch für FOCO interessant, sich damit auseinanderzusetzen.

Das Verhältnis von GWA und CO

Nachdem ich die drei Stränge der Entwicklung von CO in den USA darzustellen versucht habe, möchte ich auf die deutsche Rezeption von CO und damit zum Verhältnis von GWA und CO zu sprechen kommen.

Oliver Fehren datiert die Einführung des Begriffs CO auf das Buch von Pfaffenberger/Friedländer »Grundbegriffe und Methoden der Sozialarbeit« vom Jahr 1966. (11) Da war aber die erste Welle der Rezeption schon vorbei. Schon 1955 beschrieb Herbert Lattke in seinem Buch »Soziale Arbeit und Erziehung« (12) CO als eine »grundlegende Methode« der Sozialen Arbeit, und A. Lorenzi definiert in dem Buch »Aus dem Vokabular der sozialen Arbeit« CO als »bestimmte Form und Methode der sozialen Arbeit: Organisation der sozialen Hilfe und gemeinnützigen Einrichtungen für einen Wohnbezirk« (13). Durch internationale Konferenzen für Sozialarbeit und die Berichterstattung darüber, aber auch infolge der Reeducation-Programme der Alliierten (Austausch und Studienaufenthalte von Lehrenden und Praktiker/innen der Sozialarbeit mit und in den USA) wurde ein Verständnis von CO in Deutschland verbreitet, das der sozialarbeiterischen Entwicklungslinie von CO in den USA entsprach und CO darstellte als den »methodischen Versuch der nordamerikanischen Sozialarbeit, die Wohlfahrtsbedürfnisse innerhalb eines bestimmten geographischen Bezirks im Interesse einer besseren Wirksamkeit zu koordinieren«. (14)

Martin R. Vogel und Peter Oel kritisierten damals schon die beschreibende, wenig differenzierende und die Übertragbarkeit auf bundesrepublikanische Verhältnisse nicht berücksichtigende Rezeption von CO als ein »abgekürztes Rezeptionsverfahren« (15) und forderten eigene theoretische Anstrengungen. Diese kamen allerdings erst etwa zehn Jahre später.

Ausgelöst durch die Krisenerscheinungen 1966 kann für die zweite Hälfte der 1960er Jahre eine ansteigende Aktivität von praktischer GWA festgestellt werden. Drei Gründe sind dafür maßgeblich:

  • Öffentliche und private Träger sozialer Dienstleistungen konnten den immer größer werdenden Bedarf sozialer Hilfen nicht mehr mit den bisherigen Mitteln decken. Weder materiell noch methodisch reichte das vorhandene Instrumentarium aus, um der Not zu begegnen.
  • Im Zusammenhang der Systemkonkurrenz zur DDR, mehr aber noch wegen der wachsenden Widerstandsbereitschaft in der Bevölkerung, entstanden zusätzliche Legitimationsnotwendigkeiten in Staat und Kommunen. Hier sollte GWA einspringen.
  • Die Sozialarbeiter/innen, als Prellbock zwischen erhöhter Leistungsnachfrage und verstärkten Leistungsdefiziten sozialer Dienste, verlangten nach neuen professionellen Strategien.

Zunächst waren es kirchliche und freie Träger, die vor allem in Obdachlosenunterkünften unter dem Motto »Hilfe zur Selbsthilfe« mit der Arbeit begannen. Vorausgegangen war allerdings der Versuch, »aus der praktischen Sozialarbeit heraus bestimmte Berufserfahrungen theoretisch zu klären und unter dem Begriff ›Gemeinwesenarbeit‹ wenigstens vorläufig methodisch zu systematisieren« (16). Einen großen Einfluss hatte Murray G. Ross’ Konzept von CO, das über die Ausbildungsstätten verbreitet wurde und bei den Sozialarbeiter/innen vor allem der kirchlichen und freien Träger großen Anklang fand, denn seine reformpädagogische Ausrichtung passte gut in deren Vorstellungen von der neuen Methode GWA: »Es geht von der Notwendigkeit der aktiven Beteiligung möglichst aller Bewohner eines Wohnquartiers bei der Beseitigung partikulativer Missstände aus, in der Hoffnung, dass die Verantwortung dieser Bürger für das Gemeinwohl ihrer Kommune eine als ursprünglich angenommene und prinzipiell wiederherstellbare Harmonie rekonstruieren könne«. (17) Damit wurden das Missverständnis der Gleichstellung von CO und GWA und ihre Einordnung als dritte Methode der Sozialarbeit vollzogen.

Ende der 1960er Jahre – durch die Krisensituation bedingt – regten sich in Deutschland Soziale Bewegungen in Form der Außerparlamentarischen Opposition. Besonders die Student/innenbewegung mit ihren mancherlei Facetten (Politisierung der Wissenschaft, Kinderladenbewegung, Praxis- und Projektorientierung) hatte großen Einfluss auch auf die GWA. »Es ist kaum übertrieben festzustellen, dass die ganze zweite Phase der deutschen Gemeinwesenarbeit die siebziger Jahre hindurch von den Impulsen der Studentenbewegung bestimmt war, soziale Arbeit zur Gesellschaftsveränderung zu betreiben und dabei der Intention nach radikale Praktiken anzuwenden« (18), schreibt Wendt rückblickend auf diese Zeit.

In den frühen 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Wolfgang Hinte die »wilde Zeit« (19) der GWA nannte, entdeckten die Gemeinwesenarbeiter/innen die gesellschaftlichen Verursachungszusammenhänge sozialer Not: »Durch die laufend veränderten widersprüchlichen Auswirkungen des kapitalistischen Produktions- und Verwertungszusammenhangs werden immer größere Teile der Bevölkerung in den Bereichen von Arbeit, Wohnung, Erziehung und Umwelt sozial und psychisch beschädigt.« (20), stand damals im Reader zur Theorie und Strategie der Gemeinwesenarbeit der Victor-Gollancz-Stiftung, der ersten Zusammenfassung bundesrepublikanischer Konzeptüberlegungen zur GWA.

In dieser Zeit entdeckten die deutschen Sozialarbeiter/innen Alinsky. 1971 druckten C. Wolfgang Müller und Peter Nimmerman unter dem Titel »Die Rolle informeller Führer beim Aufbau von Volksorganisationen« Auszüge aus Alinskys Buch »Die Stunde der Radikalen«, das dann bald, zusammen mit »Leidenschaft für den Nächsten« im Verlag des Burckhardthauses herausgebracht wurde. (21) Der Arbeitskreis Kritischer Sozialarbeiter schrieb damals: »Es sind drei Punkte festzuhalten, in denen Alinsky über die anderen hier behandelten Konzepte hinausgeht. Zum ersten indem er die Selbstorganisation der Bevölkerung zum wesentlichen Prinzip macht, zum zweiten indem er die Erreichung des Ziels der demokratischen Gesellschaft von der Machtfrage abhängig macht, und zum dritten indem er die Notwendigkeit der überregionalen Organisation betont«. (22) Damit hat die deutsche GWA auch den politischen Strang von CO rezipiert und integriert.

Damit war aber auch – zunächst für etwa 15 Jahre – CO von der GWA »geschluckt«. Man hat kaum noch etwas von CO gehört. Die Entwicklung der GWA von 1975 bis 1990 ist verschiedene Wege gegangen:

  • GWA als Arbeitsprinzip Sozialer Arbeit
  • Stadteilorientierte Soziale Arbeit
  • GWA als nützliche Dienstleistung

Es ist hier nicht der Ort, diese Entwicklungen nachzuvollziehen. (23) Aber eines muss man doch feststellen: GWA hat viel von seinem politischen Impetus in diesen Jahren eingebüßt, ähnlich der Entwicklung von CO in den USA in den 1980er Jahren.

Mit den 1990er Jahren beginnt eine neue Welle der Rezeption von CO. Die sozialen Probleme in Deutschland (Armut, Arbeitslosigkeit, gesellschaftliche Gewalt usw.) sind nicht gelöst worden und stellen die GWA vor enorme Herausforderungen. Untersuchungen sprechen von einem Versagen der klassischen Organisations- und Steuerungselemente der staatlichen und kommunalen Politik. Die Menschen merken das und reagieren mit Politikverdrossenheit, Apathie und Wahlverweigerung. Verwaltung und Politik haben das sehr wohl registriert und experimentierten »mit einer kaum mehr überschaubaren Palette von alten und neuen Beteiligungsverfahren. Sie reichen von fall- und themenbezogenen Modellen, wie Zukunftswerkstätten, Mediationen oder Planungszellen, bis zu neuen Gremien (Kinder- und Jugendparlamente, Senioren- und Ausländerbeiräte etc.), die die Beteiligung von partizipationsfernen Einwohnergruppen auf Dauer stellen sollen« (24).

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Das nachlassende Interesse am klassischen Ehrenamt ist durch eine Fülle neuer lokaler Engagementformen (wie Tafeln, Straßenzeitungen, Hospizgruppen) ersetzt worden. Der Bürger und die Bürgerin bekommen neue Rollen zugesprochen. Sie sind nicht mehr »in erster Linie Lückenbüßer und Ausfallbürge bei Staats- und Marktversagen« (25).

Hinzu kommt: Die Ausbildung von Sozialarbeiter/innen hatte GWA weithin vernachlässigt und der Fundus an methodischen Erfahrungen und Praxiswissen, der in vielen Projekten über 20 Jahre hinweg gesammelt wurde, ist an keiner Stelle systematisch zusammengetragen und vermittelt worden. Da ist es kein Wunder, wenn bundesdeutsche Studierende, die vom Stand der Lehre hier enttäuscht waren, bei der Begegnung mit der Praxis von CO in den USA fasziniert und begeistert waren. Aus dieser Begeisterung entstand eine als Buch veröffentlichte Diplomarbeit (26), in der die bundesdeutsche GWA mit CO Alinskyischer Prägung verglichen wurde. Dieses Buch löste eine neuerliche Rezeption von CO aus, nun aber nicht nur literarisch, sondern es entwickelte sich daraus ein CO-Training im Burckhardthaus und schließlich das Forum für Community Organizing (FOCO).

Trennung von GWA und CO

Diese dritte Welle der Rezeption unterscheidet sich wesentlich von ihren Vorgängerinnen: Sie ist nicht nur rein literarisch, sondern sie ist eine ganz praktische Rezeption, wie die letzten 20 Jahre gezeigt haben. Und sie hat CO in Deutschland von der GWA gelöst und das eigene Profil wiedergefunden.

Zu Beginn – in der ersten Hälfte der 1990er Jahre – wurden die Diskussion um CO in der GWA sehr heftig geführt nach einem Argumentationsmuster, das zunächst das Bestehende kräftig abqualifiziert (27), um dann das eigene Konzept um so strahlender aufsteigen zu lassen. »Die jungen Hüpfer wollten es den alten Hasen mal zeigen – und die keilten zurück«. (28) Sie wehrten sich vehement gegen Theorie zugunsten der »Einübung eines spezifischen Sets an Techniken und Methoden von CO«. Sie wehrten sich auch gegen eine Verknüpfung von CO mit der Sozialarbeit, wobei sie nicht zu Unrecht die GWA in Deutschland als Teil der Sozialarbeit sahen.

Heute gilt, was ich schon 1999 im Nachwort zu den Alinsky-Schriften schrieb: »CO ist nicht Sozialarbeit. CO hat als organisierende Kraft die größere Wirksamkeit außerhalb der Sozialarbeit«. (29)

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Aber wir sollten nicht vergessen, was uns die Geschichte gezeigt hat, dass es immer die beiden Stränge von CO gab: der eine, der sich an der Sozialarbeit orientierte und der andere, der politische, der die Selbstorganisation der Menschen zum Prinzip machte und die Machtfrage ansprach.

Folgerichtig hat auch die GWA immer diese zwei Gesichter. Oder anders gesagt: GWA bildete immer ein Kontinuum, an dessen einem Ende ein systemkritischer, konfliktorientierter, zu Zeiten auch sozialrevolutionärer Ansatz steht und an dem anderen Ende ein staatstragender, harmonischer bzw. pragmatisch-managerieller Ansatz. »Während die eine (idealtypische) Position zentrale Aspekte wie Autonomie, Selbstorganisation und Handlungsfähigkeit unauflösbar mit den strukturellen Voraussetzungen verbindet, blendet die andere Position ökonomische und sozialstrukturelle Zwänge im Wesentlichen aus und/oder rückt die soziale Ebene, insbesondere die (moralische) Disposition der Akteur/innen in den Focus des Nahraumdiskurses«. (30)

In einer Zeit der Krise der GWA haben die Vertreter von CO die GWA nachdrücklich daran erinnert, dass zu ihren Grundprinzipien das Vertrauen in die Betroffenen gehört, dieses »verbietet es vor allem den professionellen Helfern, für Menschen zu tun, was sie für sich selbst tun können, aber (es) … legt ihnen die Verpflichtung auf, alles zu tun, um das gemeinsame Handeln zu stiften und zu begleiten« (31). Andererseits zeigen die Erfahrungen in den USA und unsere in Deutschland: Verhältnisse, in denen sich individuelle und soziale Diskriminierung verbinden, sind nicht mit Strategien der Aktivierung und Mobilisierung allein zu beeinflussen. Hier hat GWA als Arbeitsprinzip, das verschiedene strategische Ansätze der Erweiterung von Handlungsspielräumen den Menschen anbietet, einen Platz.

Deshalb ist es gut, dass es heute nicht mehr um Abgrenzungsbemühungen geht, sondern um Zusammenarbeit. In gewisser Hinsicht gleicht die heutige Situation der Lage der 1960er Jahre. Wie damals häufen sich die Zeichen für einen gesellschaftlichen Aufbruch. Die Entwicklungen, die heute unter dem Begriff »Postdemokratie« gefasst werden – Konzentration einer ungeheuren Machtfülle bei internationalen Konzernen und Finanzunternehmen, Kontrolle der öffentlichen politischen Diskussion, ja Übernahmeversuche des politischen Willensbildungsprozesses durch die Medien und die Phänomene, die ich eingangs schon nannte – haben über Jahre hinweg einen starken Veränderungsdruck aufgebaut. Proteste und Bürgerinitiativen sind zu einem Bestandteil unseres politischen Lebens geworden und nicht mehr wegzudenken. Das müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen.

Aber diese Sozialen Bewegungen seit den 1990er Jahren sind gekennzeichnet durch ein partielles Ausfransen, durch Mobilisierungsschwächen (32), durch nachlassenden Schwung. Aber vor allem sind sie stärker fragmentiert. Das zeigt sich auch bei GWA und CO. GWA kommt heute als Milieuarbeit, Gemeinwesendiakonie, Fachkonzept Sozialraumorientierung, aber auch als Quartiermanagement verkleidet daher, und CO hat eine Bandbreite, die vom Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin über die Gewerkschaften bis hin zur »revolutionären Realpolitik« der Rosa-Luxemburg-Stiftung reicht.

Was sollen wir tun?

Ich habe ein Stück der gemeinsamen Geschichte von CO und GWA mit erlebt und glaube, auch nach diesen historischen Überlegungen, dass CO und GWA noch viel intensiver zusammenarbeiten sollten: Austausch, Unterstützung, gemeinsame Vorhaben – allerdings unter zwei Prämissen: Parteilichkeit und Solidarität.
Parteilichkeit ist ein Reizwort in der GWA seit den 1970er Jahren, das immer den Schwefelgeruch von Klassenkampf mit sich trägt. Sicher haben wir den Begriff auch im Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie nachgelesen, aber er ist viel älter. Parteilichkeit hieß schon im 15. Jahrhundert »sich an jemandes Seite stellen«.

Das Postulat der Parteilichkeit ist begründet im Anspruch von CO und der GWA, soziale Gerechtigkeit in den Verhältnissen zu realisieren. Parteilichkeit ist eine professionelle Haltung, die engagiert an den Problemen ist, die die Menschen haben und nicht an den Problemen, die die Gesellschaft mit ihnen hat. Hans-Uwe Otto hält in seinen Überlegungen zur Professionalisierung Sozialer Arbeit Parteilichkeit für unverzichtbar im Sinne einer grundlegenden situations- und (ich übertrage seinen Begriff »klientenbezogen«), gemeinwesenbezogenen Begründungskompetenz. (33)

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Parteilichkeit ist also nicht eine Sache des wilden Fahnenschwingens, sondern der klaren Analyse, nämlich der Frage, wo Entwicklungsmöglichkeiten, Handlungsspielräume von Menschen eingeschränkt werden – und nicht nur von oben nach unten, sondern auch vertikal in den Konflikten zwischen den Bewohner/innen des Stadtteils selbst oder auch durch die »fürsorgliche Belagerung« durch die Soziale Arbeit.

Solidarität steht auch im Leitbild von FOCO. (34) Es ist meines Erachtens Aufgabe von GWA und FOCO »Bedingungen von Alltagssolidarität zu schaffen, die sich offensichtlich in modernen Gesellschaften nicht ohne weiteres ergeben«. (35) Zu diesen Bedingungen gehört u. a. der Aufbau von Unterstützungsnetzen, das Zurverfügungstellen von sanktionsfreien Räumen als Gelegenheit für Austausch, Kommunikation und Information, als Basis für gemeinsame Aktivitäten und schließlich auch das Bereitstellen von persönlichen Ressourcen. Solidarität kann aber erst dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie »auf die Herstellung einer gemeinsamen Machtbasis, einer Gegenmacht gegen Dritte gerichtet« (36) ist.

Anmerkungen

(1) Geringfügig überarbeiteter Vortrag auf der 20-Jahre-Feier von FOCO am 1. März 2013 in München.

(2) Vgl. Roth, Roland (2011): Bürgermacht. Eine Streitschrift für mehr Partizipation. Hamburg.

(3) Ebd., S. 63.

(4) Vogel, Martin Rudolf/Oel, Peter (1966): Gemeinde und Gemeinschaftshandeln. Zur Analyse der Begriffe Community Organization und Community Development. Stuttgart u. a., S. 29.

(5) Ross, Murray (1968): Gemeinwesenarbeit. Freiburg i. Br., S. 58.

(6) Zit. nach Rothschuh, Michael (o. J.): Community Organizing in den USA.

(7) Vgl. Szynka, Peter (2011): Community Organizing. Ein Weg zu mehr Beteiligung. Berlin.

(8) Ebd., S. 10.

(9) Alinsky zit. nach Szynka (2011), S. 19.

(10) Siehe Vogel, Martin R./Oel, Peter (1966): Gemeinde und Gemeindehandeln, Stuttgart u. a., S. 4.

(11) Vgl. Fehren, Oliver (2008): Wer organisiert das Gemeinwesen? Zivilgesellschaftliche Perspektiven sozialer Arbeit als intermediärer Instanz. Berlin, S. 171.

(12) Lattke, Herbert (1955): Soziale Arbeit und Erziehung: Ihre Ziele, Methoden und psychologischen Grundlagen. Freiburg i. Br.

(13) A. Lorenzi (1956), zit.nach Vogel/Oel (1966), S. 4.

(14) Ebd., S. 5.

(15) Ebd., S. 21.

(16) Ebd., S. 17.

(17) Müller, C. Wolfgang (1971): Die Rezeption von Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. In: Müller, C. Wolfgang/Nimmermann, Peter: Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. Texte und Dokumente. München, S. 232 f.

(18) Wendt, Wolf Rainer (1989): Gemeinwesenarbeit. Ein Kapitel zu ihrer Entwicklung und zu ihrem gegenwärtigen Stand. In: Ebbe, Kirsten/Friese, Peter: Milieuarbeit. Grundlagen präventiver Sozialarbeit im lokalen Gemeinwesen. Stuttgart, S. 10.

(19) Hinte, Wolfgang (1986): Wider die Illusionen aus wilder Zeit. In: sozial extra 10/1986, S. 33.

(20) Arbeitskreis Kritischer Sozialarbeiter Berlin (AKS) (1974): Gemeinwesenarbeit als Ideologie und soziale Kontrolle: ein Beitrag zur Sozialarbeit im Stadtteilbereich. In: AG GWA der Victor-Gollancz-Stiftung (Hrsg.): Reader zur Theorie und Strategie von Gemeinwesenarbeit. Frankfurt/Main, S. 49.

(21) Siehe Alinsky, Saul D. (1973): Leidenschaft für den Nächsten. Gelnhausen/Berlin; Alinsky, Saul D. (1974): Die Stunde der Radikalen. Gelnhausen/Freiburg/Nürnberg.

(22) Arbeitskreis Kritische Sozialarbeiter (AKS) (1974): Gemeinwesenarbeit als Ideologie und soziale Kontrolle, S. 60.

(23) Vgl. Oelschlägel, Dieter (2013): Geschichte der Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. In: Stoevesand, Sabine u. a. (Hrsg.): Handbuch Gemeinwesenarbeit. Opladen u. a., S. 181-202.

(24) Roth, Roland (2002): Auf dem Weg zur Bürgerkommune? Bürgerschaftliches Engagement und Kommunalpolitik in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Meyer, Thomas/Weil, Reinhard (Hrsg.): Die Bürgergesellschaft. Perspektiven für Bürgerbeteiligung und Bürgerkommunikation, Bonn, S. 166.

(25) Ebd. S. 169.

(26) Siehe Mohrlok, Marion/Neubauer, Michaela/Neubauer, Rainer/Schönfelder, Walter (1993): Let’s organize. Gemeinwesenarbeit und Community Organization im Vergleich, München.

(27) Z. B. Mohrlok, Marion (1994): Power, Pep und Politik. Community Organizing – wirklich nur ein alter Hut? In: sozial extra, 6/1994, S. 2; Hinte, Wolfgang (1994): Fast Food als Vitaminspritze. Was ist wirklich neu an Community Organizing? In: sozial extra, 6/1994, S. 4 f.; Oelschlägel, Dieter (1995): Die dritte Welle. Einige Bemerkungen zu Community Organization. In: sozial extra, 1-2/1995, S. 27 f.

(28) Oelschlägel, Dieter (1999): Bürgerengagement – Gemeinwesenarbeit – Community Organization. Ein Nachwort. In: Saul D. Alinsky (1999): Anleitung zum Mächtigsein. Ausgewählte Schriften, Göttingen, S. 183.

(29) Ebd., S. 184.

(30) Stövesand, Sabine (2009): Sozialraumorientierte Arbeit in Hamburg. In: Standpunkt Sozial 2/2009, S. 79.

(31) Penta, Leo (Hrsg.) (2007): Community Organizing. Bürger verändern ihre Stadt. Hamburg, S. 167.

(32) Vgl. Roth (2011), S. 117.

(33) Vgl. Dewe, Bernd/Otto, Hans-Uwe (2001²): Profession. In: Otto, H.-U./Thiersch, Hans (Hrsg.): Handbuch Sozialarbeit Sozialpädagogik. Neuwied, S. 1399-1423.

(34) Siehe FOCO-Rundbrief (1998), S. 3.

(35) Hondrich, Karl-Otto/Koch-Arzberger, Claudia (1992): Solidarität in der modernen Gesellschaft. Frankfurt/Main, S. 58.

(36) Ebd., S. 15.

Symbol: »Literaturtipp« (ein stilisiertes geöffnetes Buch)

Alinsky, Saul D. (1973): Leidenschaft für den Nächsten. Gelnhausen/Berlin.

Alinsky, Saul D. (1974): Die Stunde der Radikalen. Gelnhausen/Freiburg/Nürnberg.

Arbeitskreis Kritischer Sozialarbeiter Berlin (AKS) (1974): Gemeinwesenarbeit als Ideologie und soziale Kontrolle: ein Beitrag zur Sozialarbeit im Stadtteilbereich. In: AG GWA der Victor-Gollancz-Stiftung (Hrsg.): Reader zur Theorie und Strategie von Gemeinwesenarbeit. Frankfurt/Main, S. 48-63.

Dewe, Bernd/Otto, Hans-Uwe (2001): Profession. In: Otto, H.-U./Thiersch, Hans (Hrsg.): Handbuch Sozialarbeit Sozialpädagogik. Neuwied, S. 1399-1423.

Fehren, Oliver (2008): Wer organisiert das Gemeinwesen? Zivilgesellschaftliche Perspektiven sozialer Arbeit als intermediärer Instanz. Berlin.

FOCO-Leitbild. In: 16. FOCO Rundbrief 1998.

Hinte, Wolfgang (1994): Fast Food als Vitaminspritze. Was ist wirklich neu an Community Organizing? In: sozial extra, 6/1994, S. 4 f.

Hinte, Wolfgang (1986): Wider die Illusionen aus wilder Zeit. In: sozial extra 10/1986, S. 33 ff.

Hondrich, Karl-Otto/Koch-Arzberger, Claudia (1992): Solidarität in der modernen Gesellschaft. Frankfurt/Main

Lattke, Herbert (1955): Soziale Arbeit und Erziehung: Ihre Ziele, Methoden und psychologischen Grundlagen. Freiburg i. Br.

Mohrlok, Marion/Neubauer Michaela/Neubauer Rainer/Schönfelder Walter (1993): Let’s organize. Gemeinwesenarbeit und Community Organization im Vergleich. München.

Mohrlok, Marion (1994): Power, Pep und Politik. Community Organizing – wirklich nur ein alter Hut? In: sozial extra, 6/1994, S. 2.

Müller, C. Wolfgang (1971): Die Rezeption von Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. In: Müller, C. Wolfgang/Nimmermann, Peter: Stadtplanung und Gemeinwesenarbeit. Texte und Dokumente. München, S. 228-240.

Oelschlägel, Dieter (1995): Die dritte Welle. Einige Bemerkungen zu Community Organization. In: sozial extra, 1-2/1995, S. 27-28.

Oelschlägel, Dieter (1999): Bürgerengagement – Gemeinwesenarbeit – Community Organization. Ein Nachwort, in: Saul D. Alinsky: Anleitung zum Mächtigsein. Ausgewählte Schriften. Göttingen, S. 175-188.

Oelschlägel, Dieter (2013): Geschichte der Gemeinwesenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. In: Stoevesand, Sabine/Stoik, Christoph/TRoxler, Ueli (Hrsg): Handbuch Gemeinwesenarbeit. Traditionen und Positionen, Konzepte und Methoden. Opladen, Berlin, Toranto, S. 181-202.

Penta, Leo J. (Hrsg.) (2007): Community Organizing. Bürger verändern ihre Stadt. Hamburg.

Ross, Murray G. (1968): Gemeinwesenarbeit: Theorie, Prinzipien, Praxis. Freiburg i. Br.

Roth, Roland (2002): Auf dem Weg zur Bürgerkommune? Bürgerschaftliches Engagement und Kommunalpolitik in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts. In: Meyer, Thomas/Weil, Reinhard (Hrsg.): Die Bürgergesellschaft. Perspektiven für Bürgerbeteiligung und Bürgerkommunikation. Bonn. S. 163-184.

Roth, Roland (2011): Bürgermacht. Eine Streitschrift für mehr Partizipation. Hamburg.

Rothschuh, Michael (o. J.): Community Organizing in den USA.

Stövesand, Sabine (2009): Sozialraumorientierte Arbeit in Hamburg. In: Standpunkt Sozial 2/2009, S. 77-83.

Szynka, Peter (2011): Community Organizing. Ein Weg zu mehr Beteiligung. Berlin.

Vogel, Martin Rudolf/Oel, Peter (1966): Gemeinde und Gemeinschaftshandeln. Zur Analyse der Begriffe Community Organization und Community Development. Stuttgart u. a.

Wendt, Wolf Rainer (1989): Gemeinwesenarbeit. Ein Kapitel zu ihrer Entwicklung und zu ihrem gegenwärtigen Stand. In: Ebbe, Kirsten/Friese, Peter: Milieuarbeit. Grundlagen präventiver Sozialarbeit im lokalen Gemeinwesen. Stuttgart, S. 1-34.