Schwer erreichbare Zielgruppen einbinden

Seite 4: Chancen & Perspektiven

Chancen und Perspektiven

Die Erfahrungen des Forums Kinderarmut zeigen, dass – trotz der teilweise trostlosen Abwärtsspirale in strukturschwachen ländlichen Regionen – große Potenziale in der Bündelung der Ressourcen des Gemeinwesens stecken, nach dem Motto »Sozialräume sind Kraftfelder« (15). Es ist eine ermutigende Erfahrung, sich auf ergebnisoffene Beteiligungsprozesse einzulassen. Viele Menschen freuen sich über eine ganz persönliche Einladung zur Mitgestaltung und machen positive Erfahrungen damit, dass ihr Lebensraum tatsächlich gestaltbar ist. Das methodische Vorgehen des Community Organizing ermöglicht, dass Probleme aufgegriffen werden können, die z. B. in der Kommunalpolitik nicht thematisiert werden und deren Lösung sonst nicht in Angriff genommen oder nicht organisiert werden. Community Organizing ist »eine Bereicherung, Ergänzung und Korrekturmöglichkeit für die Politik der Parteien und Verbände in Deutschland«. (16)

Auswertung des Zuhörprozesses in Uslar

Ein gutes Beispiel ist der BuT-Zuschuss zur Mittagsverpflegung an Schulen und in Kindertagesstätten, dessen Brisanz im Rahmen des Organizing-Prozesses des Forums Kinderarmut zur Sprache kommen konnte. Bei der Auseinandersetzung über den BuT konnte ein wichtiger Impuls bei den politischen Verantwortlichen des Landkreises Northeim gesetzt werden. Die Sondermittel für Schulsozialarbeit, die im Rahmen des BuTs zur Verfügung stehen, werden bis Ende 2013 zweckentsprechend verwendet.

Community Organizing birgt Chancen, konkrete Probleme vor Ort zu identifizieren und durch sozialpolitisches Engagement mit Betroffenen wirkungsvoll Einfluss auf die Lebensumstände zu nehmen. Die Gestaltung des Gemeinwesens durch Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger demokratischer Prozess, der nie abgeschlossen ist, wenn Interessen und Motivation der Beteiligten ernst genommen werden und Offenheit und Neugier gegenüber den noch nicht Beteiligten besteht. Community Organizing ist in diesem Sinne »[...] nicht nur ein Handlungskonzept, sondern auch eine Haltung, die auf besonderen Wertentscheidungen beruht.« (17)

Ein gutes Beispiel ist der BuT-Zuschuss zur Mittagsverpflegung an Schulen und in Kindertagesstätten, dessen Brisanz im Rahmen des Organizing-Prozesses des Forums Kinderarmut zur Sprache kommen konnte. Bei der Auseinandersetzung über den BuT konnte ein wichtiger Impuls bei den politischen Verantwortlichen des Landkreises Northeim gesetzt werden. Die Sondermittel für Schulsozialarbeit, die im Rahmen des BuTs zur Verfügung stehen, werden bis Ende 2013 zweckentsprechend verwendet.

Community Organizing birgt Chancen, konkrete Probleme vor Ort zu identifizieren und durch sozialpolitisches Engagement mit Betroffenen wirkungsvoll Einfluss auf die Lebensumstände zu nehmen. Die Gestaltung des Gemeinwesens durch Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger demokratischer Prozess, der nie abgeschlossen ist, wenn Interessen und Motivation der Beteiligten ernst genommen werden und Offenheit und Neugier gegenüber den noch nicht Beteiligten besteht. Community Organizing ist in diesem Sinne »[...] nicht nur ein Handlungskonzept, sondern auch eine Haltung, die auf besonderen Wertentscheidungen beruht.« (17)

Aufgrund des gemeinwesendiakonischen Selbstverständnisses der Kirchenkreissozialarbeit im Ev.-luth. Kirchenkreis Leine-Solling ergeben sich Perspektiven, mithilfe der Methode Community Organizing, die kontinuierliche Beteiligung im Forum Kinderarmut weiterhin zu gewährleisten, und das Prinzip der gerechten Teilhabe und den biblischen Auftrag »Suchet der Stadt Bestes« (Jeremia 29,7) mit konkretem Handeln greifbar zu machen.

Symbol: »Adresse« (ein Stift zeigt auf das Adressfeld eines Briefes)

Melanie Schmidt
Diakonisches Werk des Ev.-luth. Kirchenkreises Leine-Solling
Forum Kinderarmut
Kreuzstraße 10
37170 Uslar
Tel. (05 57 1) 9241-12
E-Mail: melanie.schmidt(at)leine-solling.de

Forum KinderarMUT im Netz