Bundesinitiative Großeltern

Seite 2: Ergebnis der Beratung, Situation jetzt und Blick in die Zukunft

Was war das Ergebnis der Beratung? Hat sie Sie weiter gebracht?

Ende April 2009 legten wir unsere Satzung dem Essener Finanzamt vor und erhielten kurze Zeit später die so genannte vorläufige Bescheinigung über die Gemeinnützigkeit. Seitdem können wir alle Vorteile des Vereinsstatus nutzen und zum Beispiel mit unseren Spendengeldern Bildungsarbeit leisten.

Wie sieht diese Bildungsarbeit aus?

Mehr als 80 000 Omas und Opas haben sich bereits an uns gewandt. Oft wissen sie nicht weiter, sind traurig und fühlen sich im Stich gelassen. Um Lösungswege aufzuzeigen und Erfahrungen weiterzugeben, veranstalten wir inzwischen so genannte Großelternschulungen.

Bereits der gegenseitige Austausch ist für die Betroffenen viel wert, hinzu kommen Beiträge beispielsweise von Fach-Psychologen über die Auswirkungen von Streit auf Kinder. Mit großem Erfolg: Neulich brachte es ein Großvater auf den Punkt: »Wenn ich das nur alles vorher gewusst hätte.«

Wo geht der Weg hin? Was wünschen Sie ihrem Verein für die Zukunft?

So paradox das klingen mag: Eigentlich wünschen wir uns, dass unsere Initiative eines Tages überflüssig wird. Bis es soweit ist, motivieren uns positive Rückmeldungen zum Weitermachen.

Neulich zum Beispiel haben wir einem Großvater, der seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr mit seinem Sohn gehabt hatte, geraten, ihm einen Brief zu schreiben. So konnten die beiden tatsächlich ihren Streit beilegen.