Die 8 Phasen

Seite 2: Phase 5-8

Phase 5: Hauptuntersuchung

  • Wie viele Bewohner/innen sollen befragt werden (wie viele Bewohner/innen, wie viele Fachleute bzw. Funktionsträger/innen)?
  • Wie werden diejenigen, die befragt werden sollen vorher informiert (persönliches Ankündigungsschreiben, Aushänge, Presse-Info usw.)?
  • Wer befragt wen in welchem Zeitraum (Absprachen zwischen den beteiligten Befrager/innen)?
  • Wo gibt es Möglichkeiten zum Austausch (Treffpunkt)?

Phase 6: Auswertung der Befragung

  • Welche Auswertungskriterien bieten sich nach der ersten Sichtung der Ergebnisse an, um die Ergebnisse zu sortieren und zu dokumentieren?
  • Welche Ergebnisse werden thematisch gebündelt? Bei welchen kleineren Raumeinheiten bietet es sich an die Ergebnisse zusätzlich räumlich zu sortieren (z.B. Informationen rund um den xy-Platz)?
  • Wie können die Ergebnisse übersichtlich dargestellt werden?
  • Wie werden die Betroffenen in die Auswertung einbezogen?

Phase 7: Versammlung der Interessierten – Bildung von Aktionsgruppen

  • Wer wird eingeladen und von wem?
  • Wie kann gefördert werden, dass möglichst viele Bewohner/innen kommen?
  • Wer plant und leitet wie die Versammlung?
  • Welche Methoden können unterstützend eingesetzt werden (z.B. Sitzordnung, Visualisierung usw.)?
  • Wie werden die Ergebnisse vorgestellt? Welcher Zeitrahmen wird hierfür höchstens angesetzt, um der Diskussion unter den Bewohner/innen genügend Raum einzuräumen?
  • Wie können nach der Vorstellung der Ergebnisse das Interesse bzw. die gemeinsame(n) Nenner der anwesenden Bürger/innen herausgefunden werden?
  • Wie können sich die Anwesenden zur Weiterarbeit zusammenfinden und verabreden?

Phase 8: Beratung und Begleitung der entstandenen Gruppen/ Organisationen

  • Welche Ziele haben die Bewohner/innen? Sind die Ziele erreichbar?
  • Wie können Bewohner/innen so unterstützt werden, dass Fachkräfte bei sich andeutenden unrealistischen Vorhaben mögliche Grenzen aufzeigen, um zu verhindern, dass Bewohner/innen unnötige Frustrationserfahrungen machen?
  • Wie können die Fachkräfte verhindern, dass Bewohner/innen nicht vorschnell ausgebremst werden und damit die derzeitige »Realität« als gegeben und unveränderbar akzeptiert wird?
  • Wie ist die Gruppe zusammengesetzt? Gibt es eine aktive Kerngruppe und daneben weitere unterstützende Personen?
  • Wer vertritt die Gruppe nach Außen?
  • Welche Aktions-, Arbeits- und Organisationsformen sind angemessen?
  • Was ist die Aufgabe der begleitenden Fachkräfte? Was sollen sie tun, wie lange und was nicht? (Kontrakt zwischen Gruppen und Fachkraft)
Symbol: »Autor« (ein stilisierter Füllfederhalter)

Dieser Beitrag von Maria Lüttringhaus und Hille Richers ist folgener Publikation entnommen:
Handbuch Aktivierende Befragung: Konzepte, Erfahrungen, Tipps für die Praxis (Bonn 2012)
Die Publikation finden Sie hier.