Migration und Erinnerungskultur

Die Gesellschaft in Deutschland steht vor vielfältigen Herausforderungen in einer Welt, die durch ein neues Ausmaß von Globalisierung und Migration geprägt ist. Ein- und Auswanderungsprozesse führen verstärkt zu wissenschaftlichen und pädagogischen Diskussionen über einen zeitgemäßen Umgang mit Geschichte. Die Stiftung EVZ möchte Träger der historisch-politischen Bildung darin stärken, Zielgruppen, die bisher wenig Zugang zur Erinnerungskultur in Deutschland haben, im Sinne von Inklusion aktiv einzubeziehen und ihnen Teilhabe zu ermöglichen.

Der Preis / Wettbewerb
Veranstalter Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
Schlagworte Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie, Geschichte, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Kultur
Reichweite bundesweit
Teilnehmende Es werden Projekte gefördert, die in gleichem Maße geschichtsinteressierte Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen sind, wie auch Menschen, die in Deutschland geboren sind, zu Multiplikator/innen der historischen Bildung aus- und weiterbilden - idealerweise in einem Tandem-Format. Bewerben können sich Organisationen und Institutionen, die in der formalen und non-formalen Bildung aktiv sind und über Expertise zur Geschichte des Nationalsozialismus und zur Globalgeschichte kollektiver Gewalt im 20. Jahrhundert verfügen z.B. Bildungsstätten, Museen, Gedenkstätten, zivilgesellschaftliche Akteure, Initiativen und andere gemeinnützige Vereine in Deutschland. Die Antragsteller können Kooperationen mit NGOs, Migrantenselbstorganisationen und Initiativen, die mit Geflüchteten arbeiten, eingehen.
Bewerbungskriterien Menschen mit Migrations- bzw. Fluchterfahrungen sollen gestärkt werden, sich gemeinsam mit Menschen, die hier geboren sind, im Bereich der historisch-politischen Bildung zu engagieren und ihre Perspektiven in die Erinnerungskultur insbesondere auf die Geschichte des Nationalsozialismus einzubringen. Angestrebt werden Kooperationen verschiedener Bildungsakteure wie Bildungsstätten, historische Lernorte, Museen, Gedenkstätten, NGOs, Migrantenselbstorganisationen und Initiativen, die mit Geflüchteten arbeiten.
Bewerbungsfrist Die aktuelle Wettbewerbsrunde ist beendet.
Preis Für die Förderung sind insgesamt ca. 400.000 Euro vorgesehen. Die Förderung für ein Projekt kann zwischen 40.000 und 80.000 Euro für maximal 18 Monate betragen. Unterstützt werden Personal- und Sachkosten. Aufwandsentschädigungen für die ausgebildeten Multiplikator/innen während der Projektlaufzeit sowie Honorare für Dolmetscher/innen und ggf. psychologische Unterstützung sollten eingeplant werden. Kooperationen werden im Projektkostenplan abgebildet.
Weiterführende Informationen
Kontakt
Adresse
Agnieszka Pustola
Stiftung EVZ
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Tel: (0 30) 25 92 97-13
Fax: (0 30) 25 92 97-11
huehne@stiftung-evz.de
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