Veranstaltung:
Tugenden als Motoren für zukunftsfähige Demokratien. Zwischen Tradition und Innovation
Die liberale Demokratie sieht sich gegenwärtig mit Herausforderungen konfrontiert, die ihre Stabilität und Funktionsfähigkeit erschüttern. In den öffentlichen Debatten werden Besonnenheit und Zivilcourage gefordert, der Ruf nach Gerechtigkeit und Gemeinsinn angesichts wachsender sozialer Spannungen wird laut. So erlebt der Begriff der »Tugend« eine bemerkenswerte Konjunktur. Tugenden können sie Ansatzpunkte für die Stärkung von Gemeinsinn, demokratischer Kultur und Resilienz darstellen. Gleichzeitig können Tugenden aber auch als paternalistisches »Elitenprojekt« betrachtet werden oder als Instrument zur Stabilisierung von Machtverhältnissen.
Im Rahmen der interdisziplinären Fachtagung, die am 18. und 19. Juni in Münster stattfindet, werden Potenziale und Grenzen von Tugenden diskutiert. Dabei geht es unter anderem um ihre kontextsensible Neubestimmung und ihren möglichen Beitrag zur Stärkung der Demokratie sowie zur demokratischen Nachhaltigkeitspolitik. So wird das Konzept der Tugend kritisch beleuchtet und Raum für den Austausch zwischen theoretischen und empirisch-praktischen Zugängen geschaffen.
Neun Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. darunter Praktische und Politische Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Gymnasial- und Grundschulpädagogik, evangelische und katholische Theologie) wirken als Podiumsgäste/Panelist:innen mit.
Kooperation mit: Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster
Anmeldeschluss: 5. Juni 2026
ermäßigt 50,00 €
Die Tagung beginnt am 18. Juni um 14.00 Uhr und endet am 19. Juni um 15.00 Uhr
Kardinal-von-Galen-Ring 50
48149 Münster
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