Veranstaltungskalender

Der tagesaktuelle Veranstaltungskalender präsentiert ein umfangreiches Angebot an Seminaren, Tagungen und Fachveranstaltungen rund um die Themen der Bürgergesellschaft. Der Kalender berücksichtigt Termine und Veranstaltungen von einer Vielzahl zivilgesellschaftlicher und gemeinnütziger Organisationen. Das Angebot wird ständig aktualisiert und erweitert.

Veranstaltung: METHODENTRAINING: RESONANZ
Wir stellen uns die Frage: Wie kann es gelingen, dass Beteiligung (oder in unserem Sinne treffender Teilhabe) sich wirksam entfaltet? Resonanzerfahrungen sind hierfür ein Anfang.
Gestaltungsaufgaben und Beteiligungsvorhaben sind komplex. Beteiligungs- bzw. Gestaltungsprozesse können vielfältig ablaufen und Verfahren vielseitig gestaltet werden. Aus unserer Erfahrung wissen wir: (Öffentlichkeits-)Beteiligung und Gestaltungsprozesse werden vielfach funktional und instrumentell gedacht und eingesetzt. Prozesse können ihre Dynamik nicht frei entfalten, sie werden vielmehr durch starre Verfahren kontrolliert und gemanagt. Wie aber kann es gelingen, dass Beteiligung (oder in unserem Sinne treffender Teilhabe) sich wirksam entfaltet? Um dieser Frage näherzukommen, widmen wir die kommenden Veranstaltungen deshalb dem IPG Arbeitsverständnis: den vier Phasen unseres Feld-Prozess-Modells. Wie arbeiten intensiv zu den Themen Resonanz (Immergenz), Transformation (Krise), Kokreation (Emergenz) und Kultivierung (Implementierung). Bei der terminlichen Ausgestaltung haben wir uns an den Jahreszeiten orientiert. Im Herbst beginnen wir mit einem Kolloquium und anschließendem Methodentraining zum Thema Resonanz. Die Veranstaltungen können als aufeinander aufbauende Reihe oder auch als in sich geschlossene Einzelveranstaltungen besucht werden. Unser Ansatz: Partizipatives Gestalten, Generative Prozesse und Feld-Prozess-Modell Eine gelungene Gestaltung resultiert vor allem aus einer Haltung der Akteure gegenüber der Gestaltungsarbeit: Gestaltung kann rein funktional oder instrumentell gedacht werden. Gestalter*innen können sich aber auch in den Kontext des zu Gestaltenden begeben und aus dem Verständnis dieses Kontextes heraus agieren. Eine solche Haltung nennen wir partizipativ. Partizipative Gestaltung geht davon aus, dass Gestaltung immer in einem Kontext entsteht, in dem nicht ein allmächtiges distanziertes Subjekt den Objekten seinen Willen aufzwängt, sondern indem Partizipateure Bindungen miteinander eingehen, die zu einer neuen Gestaltung führen. Sie wird damit zu einem kokreativen Prozess, der in seiner Lebendigkeit als bereichernd erfahren wird und dessen Ergebnisse ebenfalls zur Entfaltung von lebendigen Strukturen beitragen. Wir nennen diese Prozesse generative Prozesse, da sie eine eigene Generativität und Lebendigkeit besitzen. Ziel unserer Arbeit ist es, generative Prozesse zu erzeugen: Prozesse die aus einer eigenen Lebendigkeit heraus zu ebenso lebendigen Resultaten führen. Diese Prozesse sind jeder für sich neu und herausfordernd. Demgegenüber werden wir häufig mit einem funktionalen Prozessverständnis konfrontiert, nach dem Prozesse als vorher definierte Abfolgen kausal zwingender Schritte konzeptioniert werden. Den theoretischen Rahmen zur Beschreibung der dynamischen Kräfte, die innerhalb dieser Prozesse wirken, bildet das von uns entwickelte Feld-Prozess-Modell. Eine intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Stufen des Feld-Prozess-Modells gibt den Teilnehmenden ein Werkzeug in die Hand, Qualitäten, Potentiale und Muster generativer Prozesse wahrzunehmen und mit ihnen konstruktiv (mit ihrer Dynamik und nicht gegen sie) zu arbeiten. Methodentraining Resonanz Bei der Ausgestaltung von Prozessen gibt es zum einen die Möglichkeit, sich bei rein methodisch-funktional auf Handbücher, Regelwerke und starre Richtlinien zu verlassen. Hier kann formal, technisch und methodisch vieles richtig gemacht werden und trotzdem ist der Prozess nicht wirklich in Gang gekommen. Es herrscht Unzufriedenheit auf allen Seiten. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, sich dank seines eigenen Resonanzvermögens auf eine prozessuale Ausgestaltung von Verfahren einzulassen und sich von der eigenen Resonanz lenken zu lassen. Wir brauchen Resonanz, um in einen intensiven Prozess einsteigen und mit einem Feld in Beziehung gehen zu können. Ohne Resonanz gibt es keine Immergenz, also kein Eintauchen in und Verbinden mit einem Feld der Auseinandersetzung. Genau diese Immergenz ist aber eine Grundbedingung für lebendige, generative Prozesse, in denen wir positive Veränderungen bewirken können. Ohne diese tiefe Auseinandersetzung, die Immergenz, bleiben alle Veränderungen oberflächlich, trivial und egozentrisch. Die Resonanzerfahrung gibt uns den Flow, der uns in besonders schwierigen und intensiven Auseinandersetzungen durch das Nadelöhr eines Prozesses quetscht, durch die innere Spule des Feldes, in der der Druck am höchsten, die Energie am dichtesten und der Kraftimpuls am stärksten ist. Wir alle besitzen die Fähigkeit, in Resonanz zu treten: mit Menschen, mit Themen, mit Orten, mit Gefühlen und Geschichten, mit Stimmungen. Diese Resonanzfähigkeit ist das wertvollste Evaluationswerkzeug über das wir verfügen. Resonanz ist ein Indikator, der uns geschenkt wurde, um unsere Entscheidungen zu überprüfen, unseren Einsatz und unser Engagement für eine Sache zu beurteilen und uns leiten zu lassen. Eine Hingabe ans eigene Resonanzvermögen ermöglicht uns innere Führung, Flowerfahrung und die Wahrnehmung von Kohärenz, Stimmigkeit und Wahrhaftigkeit. Inhalte Innerhalb des zweitägigen Methodentrainings Resonanz arbeiten wir darauf hin, die eigene Resonanz zu spüren und sie für den jeweiligen Prozess gezielt einzusetzen. Wir lernen unterschiedliche methodische Zugänge zur Beobachtung, Analyse und Umsetzung kennen. Durch die abwechselnd individuelle und gemeinsame Bearbeitung des Themas entsteht eine Verdichtung, die eine intensive Verbindung zum Feld der Aufgabe erzeugt. Zielgruppe Das Methodentraining ist interessant für alle Menschen, die Gruppen- und/oder Gestaltungsprozesse begleiten. Darunter Teamleiter*innen, Prozessbegleiter*innen, Moderator*innen u.v.m. Anmeldung an ausbildung [at] partizipativ-gestalten [dot] de oder unter +49-441-998489-50
Datum / Uhrzeit Donnerstag 26. Oktober 2017 - Freitag 27. Oktober 2017
9:00 Uhr - 17:00 Uhr
Veranstalter Institut für Partizipatives Gestalten (IPG)
Veranstaltungsort Moltkestr. 6a
26122  Oldenburg
Ansprechpartner Hanna Ehlert
Tel.: - 0441 - 99 84 89 50
E-Mail: ausbildung(at)partizipativ-gestalten.de
Internet http://www.partizipativ-gestalten.de/methodentraining-lebendigkeitswerkstatt/
Preis 350 € (Ermäßigung für Studierende: 300 €) - Unsere Ausbildung entspricht den inhaltlichen und qualitativen Vorgaben der Bildungsprämie und des Hamburger Weiterbildungsbonus sowie Förderungen für Weiterbildungen von Beschäftigten in Niedersachse