Konflikte im Ehrenamt als Potenzial für demokratische Lernprozesse

Eine wissenschaftliche Forschungsgruppe der Fachhochschule Erfurt hat sich in einem öffentlichen Policy Brief an das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gewandt. Darin konstatieren die Wissenschaftler/innen, dass sich die Zivilgesellschaft in den peripheren Regionen Sachsens in einer multiplen Extremsituation befindet, die sie an den Rand ihrer Motivation und Kräfte bringt. Dies gehe weit über bekannte Probleme mit Finanzierung und Förderung hinaus. Demnach fürchten die Akteure vor Ort die innere und äußere Kapitulation vor antidemokratischen Kräften in der Gesellschaft. In einem dreijährigen Forschungsprojekt haben die beteiligten Wissenschaftler/innen untersucht, welches Potenzial Konflikte im Ehrenamt für demokratische Lernprozesse aufweisen. Die im Brief geschilderten Herausforderungen stehen nach Ansicht der Autor/innen beispielhaft für viele Kommunen bundesweit, die sich mit ähnlichen Situationen konfrontiert sehen. Im Brief stellt das Forschungsteam dringenden Handlungsbedarf dar, um ein demokratisches Miteinander in sächsischen Kommunen sicherzustellen, und gibt Empfehlungen, was die aktive Zivilgesellschaft braucht, um sich weiterhin für eine offene demokratische Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt zu engagieren.

Der Policy Brief im Wortlaut (PDF)