Politische Bildung im Fußballstadion

Die Fußballbegeisterung von Jugendlichen für politische Bildungsarbeit nutzen: das ist der Ansatz des Projekts »Lernort Stadion«. Seit 2010 fördert die Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit der Bundesliga-Stiftung Lernzentren in Fußballstadien. Mittlerweile gibt es das Projekt bundesweit an zwölf Standorten.

Zielgruppen des erfolgreichen Projekts sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn, Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sowie junge Erwachsene aus der Fanszene, die von traditionellen Bildungsangeboten nur selten erreicht werden. Diese setzen sich in Workshops und Projekttagen mit Themen wie Gewalt und Rassismus, Diskriminierung und Vorurteilshandeln, aber auch mit Toleranz, Fair Play, Demokratie sowie ihren persönlichen Rechten und gesellschaftlichen und politischen Partizipationsmöglichkeiten auseinander. Die Arbeit in den Lernzentren soll die teilnehmenden Jugendlichen für gesellschaftspolitische Fragestellungen sensibilisieren und sie dabei unterstützen, Verantwortung für sich und in der Gesellschaft wahrzunehmen.

Ob Bundesliga, Zweite oder Dritte Liga – das Projekt gibt es bundesweit an zwölf Standorten mit Profifußball: Berlin, Bremen, Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Gelsenkirchen, Nürnberg, Kaiserlautern/Saarbrücken und Rostock. Die Initiatoren des Projekts haben nun eine praxiserprobte Methodensammlung zur politischen Bildung mit Fußballbezug erarbeitet, die allen am Thema Interessierten online zur Verfügung steht.

Die Idee zum Lernen im Stadion stammt aus England. Seit den 1990er Jahren fördern dort Fußballklubs Jugendliche mit Bildungsangeboten.

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