Skip to main content Skip to page footer

TTIP: Kritik und Fortschritt

|

Nach der vielstimmigen öffentlichen Kritik am geplanten Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA hat die EU-Kommission erste Konsequenzen gezogen und die bislang intransparenten Verhandlungen über ein geplantes Sonderklagerecht für Konzerne gegenüber EU-Staaten für drei Monate ausgesetzt. Dies wertet beispielsweise das globalisierungskritische Netzwerk Attac in einer aktuellen Stellungnahme als »Etappensieg«. Laut EU-Handelskommissar Karel De Gucht soll nun Anfang März ein von der EU vorgeschlagener Text veröffentlicht werden, der auch Abschnitte zum Investitionsschutz und zur Beilegung von Investor-Staat-Streitigkeiten (ISDS) enthalten wird. EU-weit werden Bürgerinnen und Bürger dann drei Monate lang die Möglichkeit haben, den Entwurf zu diskutieren. Zudem hat die EU-Kommission ein Beratungsgremium installiert, dem auch Vertreter von NGOS wie dem European Environmental Bureau (EEB) angehören. Das EEB ist ein europaweiter Zusammenschluss von mehr als 140 Umweltschutz-Organisationen. Zugleich will ein Bündnis aus mittlerweile 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bürger/innen europaweit für ein »Alternatives Handelsmandat« mobilisieren (siehe NL 24/2013). Unterdessen hält die zivilgesellschaftliche Kritik am geplanten Freihandelsabkommen weiter an. Das Kampagnennetzwerk Campact koordiniert eine Unterschriftenaktion zum Thema, die mittlerweile von mehr als 330.000 Menschen mitgezeichnet wurde.

Mehr Informationen

Ansprechpartner

Björn Götz-Lappe

goetz-lappe@mitarbeit.de

Ulrich Rüttgers

ruettgers@mitarbeit.de