20. Mai 2020

Studie: Verhältnis von Parteien und organisierter Zivilgesellschaft

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft

Eine aktuelle Studie widmet sich dem ambivalenten Verhältnis von Parteien und organisierter Zivilgesellschaft in Deutschland. Zu Beginn der Bundesrepublik waren die Volksparteien tief in der Zivilgesellschaft verwurzelt. Heute tun sich Parteien und Zivilgesellschaft deutlich schwerer, gesellschaftliche Allianzen zu bilden; die Brücke zwischen den beiden Gruppen ist brüchig geworden. Was bedeutet das für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Die Autor/innen empfehlen, die Beziehung zwischen den beiden Welten zu erneuern: die Einbindung der Zivilgesellschaft würde den Volksparteien die Möglichkeit eröffnen, sich wieder stärker in der Gesellschaft zu verwurzeln und die eigene gesellschaftliche Bindefähigkeit zu kräftigen. Umgekehrt würde eine enge Zusammenarbeit der organisierten Zivilgesellschaft erlauben, ihre Interessen und Positionen über die Parteien und deren Programmatik langfristig in die politische Landschaft einzubringen.

Die Studie im Wortlaut (PDF)