19. Juli 2017

bagfa-Analyse: Ankommenspatenschaften

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

Wie funktioniert ein Patenschaftsformat, das niedrigschwellig angelegt ist? Dieser Frage nimmt sich eine Evaluation der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) an, die das Modellprojekt »Ankommenspatenschaften« untersucht. Als Teil des vom Bundesfamilienministerium geförderten Programms »Menschen stärken Menschen« wird es seit April 2016 von 28 Freiwilligenagenturen in unterschiedlich großen Städten Deutschlands umgesetzt. Ähnlich wie in anderen Patenschaftsprojekten geht es darum, geflüchtete Menschen zu unterstützen, mit Begegnung und Austausch, mit der gemeinsamen Erkundung von geeigneten öffentlichen Freizeit- und Bildungsangeboten. Um möglichst viele Menschen einzubeziehen, sollte aber zugleich ein leichter Zugang zur Geflüchtetenhilfe geschaffen werden, der attraktiv ist für all jene, die zunächst eine überschaubare Aufgabe suchen. Die Evaluation macht deutlich: Das modifizierte Patenschaftsformat, das die zeitlichen Anforderungen gering ansetzt, stellt eine wichtige Ergänzung des Spektrums an Engagementmöglichkeiten in der Geflüchtetenhilfe dar. Auch aus kurzfristig angelegten Patenschaften können sich längere und enge Beziehungen entwickeln. Ankommenspatinnen und -paten wirken häufig informell als Botschafter/innen für Verständigung.

Die Evaluation im Wortlaut (PDF)