17. Mai 2017

Studie: Politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Jugendlandtagen

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Viele Bundesländer verfügen über Dialog- und Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Landespolitik, doch deren Wirksamkeit wurde bislang kaum untersucht. Die Studie, die das Deutsche Kinderhilfswerk in Auftrag gegeben hat, zeigt, was Veranstalter von den Formaten erwarten, wie den beteiligten Jugendlichen ermöglicht wird, eine eigene politische Agenda zu entwickeln und ob es zu einem Dialog mit Abgeordneten kommt. Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass Jugendlandtage zur Aktivierung der politischen Bildung gut funktionieren und ausgebaut werden sollten. Besonders wichtig für die teilnehmenden Jugendlichen sei es, gemeinsam politische Forderungen zu entwickeln, die dann im Parlament aufgegriffen und nach Möglichkeit umgesetzt werden. Für viele liege genau darin – und nicht etwa das Kennenlernen parlamentarischer Abläufe – das primäre Motiv für die Teilnahme. Entscheidend sei aus demokratiepolitischer Perspektive zudem, dass im Rahmen von Jugendlandtagen auch politikferne Jugendliche erreicht würden und keine parteipolitische Nachwuchsförderung betrieben werde: Chancengleichheit bei der politischen Beteiligung soll durch diese Formate ermöglicht und gefördert werden.

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