06. März 2017

Participedia: Demokratie stärken durch geteiltes Wissen

Die Idee hinter der Plattform Participedia ist einfach: Daten über demokratische Innovationen und Prozesse werden zusammengetragen, gebündelt und auf einer stetig wachsenden und kollaborativ angelegten Open-Source-Plattform online zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, durch »das Wissen der Vielen« weltweit Daten über Beteiligungs- und Partizipationsprozesse zu sammeln und vergleichbar zu machen.

Nicht nur in Deutschland fordern Bürgerinnen und Bürger mehr Teilhabe an politischen Entscheidungen. Auf der ganzen Welt finden jährlich unzählige partizipative Prozesse zu unterschiedlichsten Themen statt. Oft haben sie eine ergänzende Funktion, manchmal stehen sie im Wettbewerb mit traditionelleren Formen der Politik, wie zum Beispiel der repräsentativen Demokratie.

Die Macher/innen der Webseite haben sich vor diesem Hintergrund das Ziel gesetzt, diese weltweit stattfindenden partizipativen Prozesse zu sammeln und deren Leistungsfähigkeit zu vergleichen. Die praxisorientierte Seite richtet sich an Akteure aus der Zivilgesellschaft ebenso wie an Wissenschaftler/innen, Politiker/innen oder andere Regierungsvertreter/innen.

Die in unterschiedlichen Sprachen nutzbare Seite stellt beteiligungsfreundliche Formen von Politik ebenso vor wie methodische Zugänge. Zahlreiche Praxisbeispiele aus Ländern rund um den Globus runden das Angebot ab.

Das Projekt Participedia ist ursprünglich an der Kennedy School of Government, Harvard University, entstanden und wird heute von einem internationalen Exekutivkomitee geführt, das sich aus Vertreter/innen verschiedener wissenschaftlicher Institute zusammensetzt. 

Tipp: Ob Aktivierende Befragung oder Zukunftswerkstatt: Einen ausführlichen kommentierten Überblick über zahlreiche Methoden und Verfahren der Bürgerbeteiligung finden Sie auch hier auf diesem Portal.