19. August 2016

Wir für uns: Selbstorganisation von Geflüchteten

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

»Wenn du etwas für mich tust, aber ohne mich einzubeziehen, so tust du es gegen mich«: dieses Zitat wird Mahatma Gandhi zugeschrieben. Es verweist auf einen wichtigen Aspekt der Partizipation auch für nach Deutschland und Europa geflüchtete Menschen: die gesellschaftlichen Bedingungen des Zusammenlebens müssen gemeinsam gestaltet werden, mit Rechten, eigener Stimme und der Möglichkeit der Mitsprache. Schon seit Langem gibt es in Deutschland eine Reihe von Initiativen und Gruppen, in denen sich Geflüchtete selbst organisiert haben. Sie verschaffen sich und ihren Forderungen und Bedürfnissen Gehör und bringen sich als kritische Akteure in die politischen Entwicklungen mit ein. Oft schaffen sie solidarische Verbindungen zwischen den Communities in Europa, den Herkunftsländern und der deutschen Gesellschaft. Auch schärfen sie den Blick auf die Fluchtursachen und die Verantwortung der reichen Länder. Miriam Edding, Vorständin der Hamburger Stiftung :do, zeigt in ihrem Gastbeitrag, was aktuell die Herausforderungen für die Selbstorganisation sind. Wie können gemeinsam mit den vielen neu entstandenen Support- und Solidaritäts-Gruppen politische und gesellschaftliche Initiativen entwickelt werden?

Edding, Miriam:Flüchtlingsselbstorganisierung: Der lange Kampf gegen Rechte zweiter Klasse(74 KB)