25. Februar 2015

Empowerment und Engagement von und für Flüchtlinge

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Stiftungen

Dass die Integration von Flüchtlingen trotz vieler Widerstände und Herausforderungen gelingen kann, beweisen die Aktiven der Stiftung KalkGestalten. Unter der Überschrift »Sei dabei! Für Dich - Für Mich - Für Alle!« hat die Bürgerstiftung aus dem Kölner Stadtteil Kalk gemeinsam mit dem örtlichen Integrationshaus die preisgekrönte Idee entwickelt, Flüchtlinge und Zuwanderer über die Vermittlung von Ehrenämtern aktiv in die Gesellschaft einzubinden. Die Projektleiterin Elizaveta Khan beschreibt den Hintergrund des 2013 gestarteten Projekts im Gespräch mit der Redaktion so: »Mit unserem Projekt möchten wir Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, motivieren, ihre Potenziale und Ressourcen für den unmittelbaren Sozialraum einzubringen. Wir möchten zeigen, welche vielfältigen mitgebrachten Kompetenzen sie haben«. Insbesondere diejenigen Migrantinnen und Migranten, die gerade einen Integrationskurs besuchen, sollen für ehrenamtliche Aktivitäten motiviert werden. »Wir wollen die positive (Selbst-)Wahrnehmung der Migrantinnen und Migranten fördern und dadurch Vorurteile und Berührungsängste abbauen«, so Frau Khan weiter. Das Projekt diene dem Empowerment der Flüchtlinge und Migrant/innen, Selbstbefähigung und Stärkung der Kompetenzen stünden im Vordergrund. Der Erfolg des Projekts gibt den Initiator/innen recht, denn bislang konnten etwa 50 Ehrenamtliche sowohl für kurzfristige als auch für langfristige Projekte gewonnen werden. Einige stehen als Folge des Projekts kurz vor dem Schritt auf den Arbeitsmarkt oder haben ihn bereits geschafft. Rainer Kreke, Vorstand der Kalker Bürgerstiftung, freut sich darüber und stellt fest: »Es ist mehr als beeindruckend, wie sich die Sprache und vor allem das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den wenigen Monaten ihrer ehrenamtlichen Aktivitäten entwickelt«. Kreke ist überzeugt, dass durch das Projekt Menschen, die Unterstützung beanspruchen, nicht mehr »nur als hilfebedürftige Personen wahrgenommen werden, sondern als Akteure, die über Fähigkeiten verfügen, ihr Leben in eigener Regie zu gestalten.« Dies komme am Ende nicht nur den Flüchtlingen, sondern der gesamten Gesellschaft zu gute.

Das Projekt im Video