28. Januar 2015

Vorstandsarbeit in der Migrationsgesellschaft

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Vereinsarbeit

Im Integrationsdiskurs macht sich ein Paradigmenwechsel bemerkbar. Der paternalistische Ansatz, bei dem Migrant/innen als hilfsbedürftige Adressat/innen der sozialen Arbeit begriffen werden, wird zugunsten eines partizipativen Ansatzes revidiert: Migrant/innen werden als Akteure der Zivilgesellschaft wahrgenommen. Bürgerschaftliches Engagement besitzt in diesem Kontext eine hohe integrative Kraft und kann als Katalysator des sozialen Integrationsprozesses in die Aufnahmegesellschaft wirken. Dieser Paradigmenwechsel ist auch für Vereine der Aufnahmegesellschaft von Bedeutung und kann vor allem in der Vorstandsarbeit richtungsweisend sein. Fatmagül Tuncay, Mediatorin und Projektkoordinatorin des in Hessen angesiedelten Projekts »Zukunft gemeinsam gestalten« (ZuGG), richtet in ihrem Gastbeitrag den Blick auf die Frage, wie Vereine Migrant/innen als neue Zielgruppe erkennen, sie als neue Mitglieder gewinnen und nachhaltig dafür Sorge tragen können, dass sie auch im Verein aktiv bleiben. Und: Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche interkulturelle Kooperation zwischen einem »etablierten« Verein der Aufnahmegesellschaft und einer Migrantenselbstorganisation?

Tuncay, Fatmagül:»Gut gemeint« ist nicht gleich »gut gemacht« – Vorstandsarbeit in der Migrationsgesellschaft(79 KB)