10. Oktober 2014

Publikation: Mikrokredite und Entwicklungspolitik

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Publikationen

Mikrokredite sind seit vielen Jahren zentraler Bestandteil der Entwicklungspolitik. Doch auch drei Jahrzehnte nach Gründung der weltbekannten Grameen Bank durch Muhammad Yunus gibt es nach Ansicht der Autor/innen keine stichhaltigen Belege für die Heilsversprechen der Mikrofinanz. Im Gegenteil: Mikrokredite mit hohen Zinsen bürden Menschen mit unsicheren Existenzen und wenig Chancen nachweislich zusätzliche Schulden, Risiken und Arbeit auf. In diesem Buch zeigen Forscher/innen und Praktiker/innen, warum der Versuch, Armut mit Schulden zu bekämpfen, gescheitert ist. Darüber hinaus diskutieren sie Wege einer solidarischeren Entwicklungspolitik, die unter anderem auf subventionierte Kredite setzt, auf die Stärkung des öffentlichen Sektors und damit auf Kooperation statt auf Einzelkämpfertum.

Gerhard Klas, Philip Mader (Hrsg.): Rendite machen und Gutes tun? Mikrokredite und die Folgen neoliberaler Entwicklungspolitik. Frankfurt am Main 2014, 217 S., 19,90 Euro, ISBN 978-3-593501123

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