11. April 2014

Erstes Demenzdorf in Deutschland

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Leben im Alter, Stiftungen, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

In Hameln ist Mitte März 2014 das bundesweit erste Demenzdorf eröffnet worden. Es stellt in unserer zusehends alternden Gesellschaft eine neue Form des Umgangs mit dementen Senior/innen dar. Eine wachsende Zahl von ihnen wird heute mit großem Einsatz in deutschen Pflegeheimen betreut. Das Konzept der neuen Wohnanlage möchte nun die stationäre Vollversorgung mit der maximalen Selbstbestimmung und Selbstorganisation der Dementen kombinieren. Essen zubereiten, Wäsche waschen, Gartenarbeit oder Einkaufen – all diese Tätigkeiten sollen die Demenzkranken weiterhin selbst ausführen und dadurch nicht nur geistig aktiv bleiben, sondern auch beständig ihre Sozialkontakte pflegen. Das Demenzdorf besteht aus vier eingeschossigen Häusern für bis zu 52 Bewohner/innen. In den Wohnküchen, im gemeinsamen Garten, im Café oder im dorfeigenen Supermarkt können die Senior/innen ihren Alltag in der Gruppe gestalten. Pflegekräfte und Alltagshelfer/innen unterstützen sie bei allem, was sie nicht allein tun können oder wollen. Die Wohnanlage soll darüber hinaus stets für Besucher/innen offen stehen. Die Julius Tönebön Stiftung hat sich bei der Umsetzung am weltweit ersten und weitaus größeren Demenzdorf Hogewey nahe Amsterdam orientiert.

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