06. Dezember 2013

»Zukunft säen, Vielfalt ernten«: Kampagne für Saatgut-Souveränität

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Europa, Kampagnen, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie

Sortenvielfalt und bäuerliche Saatgutproduktion sind erheblich bedroht, in Europa wie in vielen Teilen der Welt. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass in den letzten hundert Jahren 75% der Sorten verloren gegangen sind, in Europa gar 90%. Zudem wird der weltweite Saatgutmarkt von wenigen Großkonzernen dominiert. Andererseits wird rund 60% des Saatgutes von Bauern produziert und unter Bauern getauscht. In vielen ländlichen Gemeinschaften auf der ganzen Welt ist Saatgut noch ein Gemeingut, und keine Ware. Weil Saatgut ebenso notwendig für die Ernährung der Menschen wie Boden, Sonne und Wasser, ist der freie Zugang zu Saatgut Teil des von den Vereinten Nationen beschlossenen Grundrechtes auf Nahrung. Die Kampagne für Saatgut-Souveränität setzt sich für die Erhaltung und Ausweitung der Sortenvielfalt in Landwirtschaft und Gartenbau und für eine eigenständige bäuerliche Saatgutproduktion ein. Andreas Riekeberg und Jürgen Holzapfel, beide seit vielen Jahren im Themenbereich Landwirtschaft, Biopiraterie und Gentechnik engagiert, stellen die europaweit aktive Kampagne und deren Strategie vor.

Holzapfel, Jürgen/Riekeberg, Andreas:Wer ist und was tut die Kampagne für Saatgut-Souveränität?(143 KB)